Newsletter-Ausgabe #447: Januar 2009

Themen: TLDs – Neues von .cl, .tel und .fi | Neue TLDs – kommen jetzt neue Cybermarken? | WIPO – Zahl der UDRP-Verfahren steigt weiter an | LG Hamburg – börsevz.de unterliegt studiVZ | dubai.info – Städtedomain lässt .com verblassen | Kurznews – Jahreswende für Domainer | San Francisco – INTA lädt zu „Marke und Internet“

TLDs – Neues von .cl, .tel und .fi

Domains sicherer machen, indem man sie mit einem speziellen Code schützt – auf diese Weise will die chilenische Domain-Verwaltung ihren Kunden noch mehr Service bieten. Ebenfalls Vorteile verspricht .tel mit der Ankündigung eines Partnerprogramms, und auch in Finnland legt man Wert auf mehr Kundenfreundlichkeit.

Die chilenische Domain-Verwaltung NIC Chile verbessert den Schutz für Inhaber von .cl-Domains: der neue Service „Transfer Blocking“ verhindert, dass Domains ohne speziellen Authorisationscode übertragen werden können. Will man also eine Domain unter .cl übertragen, benötigt man erst diesen speziellen Code, andernfalls der Transfer abgelehnt wird. Den Code für die Übertragung erhält man wiederum nur durch einen besonderen Nachweis der Berechtigung. Für die Inhaber der aktuell etwa 235.000 .cl-Domains besteht daher ab sofort eine zusätzliche Möglichkeit, sich gegen versehentlichen Verlust ihrer Adresse zu wappnen.

Ein „Accredited Technology Partner-Programm“ kündigt Telnic, Verwalter der neuen Telefon-Domain .tel, an. Laut einer Pressemitteilung ist das kostenlose und optionale Programm für Organisationen vorgesehen, die ihre Technologieprodukte oder -dienstleistungen mit .tel verbinden wollen. Ein Anknüpfungspunkt hierbei ist die zentrale Kommunikationsschnittstelle, die mit .tel zur Verfügung steht und mit der Kontaktinformationen gespeichert und an jedes mit dem Internet verbundene Gerät übertragen werden können. Für die Einbindung in dieses Programm bedarf es allerdings einer Akkreditierung des Partners; diese beinhaltet unter anderem einen Prüfprozess, der gewährleisten soll, dass eine Anwendung korrekt mit den Kommunikationsinformationen, die im Domain Name System (DNS), in den Programmierschnittstellen und Web-Proxy-Seiten gespeichert sind, zusammenarbeitet, so dass Kunden auf .tel-Informationen zugreifen und mit ihnen interagieren können.

Mit einer ganzen Serie von Neuerungen wartet die finnische Top Level Domain .fi zu Beginn des Jahres 2009 auf. Zum einen können .fi-Domains seit dem 5. Januar 2009 in Abweichung der bisherigen Standard-Registrierungsdauer von drei Jahren auch für die Dauer lediglich einen Jahres registriert werden; die Kosten pro Domain liegen bei EUR 15,- jährlich bzw. EUR 41,- bei drei Jahren, was eine Preisreduzierung von EUR 2,- bedeutet. Einen ganz besonderen Service bietet dnstest.ficora.fi: auch ohne technische Vorkenntnisse lässt sich dort überprüfen, ob die Domain-Dienste in Übereinstimmung mit den Vorgaben von Verwalter FICORA konfiguriert sind. Derzeit ist das Tool allerdings nur in finnischer Sprache erhältlich. Und zu guter Letzt hat FICORA der eigenen Website einen neuen Anstrich verpasst und die Vergaberegelungen unter domain.ficora.fi gebündelt – ein Besuch der Website lohnt sich!

Weitere Informationen zu .cl finden Sie unter:
> http://nic.cl

Weitere Informationen zu .fi finden Sie unter:
> http://domain.ficora.fi

Quelle: domainnews.com, telnic.org, ficora.fi

Neue TLDs – kommen jetzt neue Cybermarken?

Welche Chancen bieten neue Top Level Domains den Unternehmen? Und was müssen die Inhaber von Kennzeichenrechten tun, um ihre Identitäten zu schützen? Mit diesen Fragen befasst sich der Buchautor und Namensexperte Naseem Javed in einem Artikel für das Online-Magazin ecommercetimes.com, und plädiert für neue Cybermarken unter eigener Top Level Domain.

Nur wenige warme Worte spendete die US-Regierung bisher den Plänen von ICANN, zahlreiche neue Top Level Domains zuzulassen. Zuletzt hagelte es zudem harsche Kritik von internationalen Weltkonzernen wie Microsoft, Time Warner oder AT&T. Für Javed, der mit der New Yorker ABC Namebank ein Beratungsunternehmen für die Namenswahl betreibt, bieten neue Endungen dagegen weit mehr Chancen als Risiken: Javed sieht in ihnen „Kraftwerke“ für das „cyber-age-branding“ und ahnt dramatische Änderungen im Global Branding voraus. Zwar seien klassische Bezeichnungen wie „Sony“, „Panasonic“ oder „Rolex“ aufgrund ihrer Singularität weitgehend gefeit gegen neue Endungen; wer jedoch Wörter wie „United“, „National“, „Eastern“, „Central“, „General“, „Pacific“, „Dynamic“ oder „Quantum“ im Namen führt, sollte sich eine Strategie zurecht legen, wie er mit den neuen Endungen umgeht; so kann er sich damit von Namensgleichen oder -ähnlichen absetzen oder verhindern, dass die eigene Bezeichnung (weiter) verwässert wird.

Nach Einschätzung von Javed gehen die aktuellen Entwicklungen gleichwohl an vielen Markeninhabern vorbei; nur wenige wissen, dass – nach bisherigen Ankündigungen – bereits ab Mitte 2009 neue Endungen zur Verfügung stehen und sie selbst so vor neue Herausforderungen stellen. Dabei verschafft ihnen eine eigene Endung ungeahnte Macht: wer unter .dubai, .hotel, .arabian, .ibm, .sony oder .casino im Internet auftritt, hat dieses Suffix weltexklusiv und kann damit nicht nur neue Marken aufbauen, sondern auch Nischen besetzen. Die mit einer Bewerbung verbundenen Kosten von derzeit mindestens US$ 185.000,- sind laut Javed überschaubar – jedenfalls im Vergleich zu den Kosten, die sonst durch Werbung oder Markenstreitigkeiten vergeudet würden.

Wer derzeit eine Marke innehat, muss sich drei Fragen stellen: was sind die derzeitigen und künftigen Bedrohungen durch neue TLDs für die jetzige Markenidentität? Welche Optionen hat man für einen teilweise oder vollständigen Namenswechsel? Und unter welchen Regelungen oder Gesetzen für „Corporate Naming“ finden sie die für sich am besten geeignete Lösung? Zugegeben, für Klein- und Mittelständler ist die eigene Domain-Endung eine Illusion; wenn jedoch die ersten Angebote unter .ibm oder .bmw auftauchen, dürfte es nicht lange dauern, bis die Konkurrenz nachzieht.

Quelle: ecommercetimes.com

WIPO – Zahl der UDRP-Verfahren steigt weiter an

Die in Genf ansässige World Intellectual Property Organisation (WIPO) vermeldet einen unveränderten Anstieg von Domain-Streitigkeiten: seit 2003 hat sich die Zahl der UDRP-Verfahren verdoppelt.

Knapp 15.000 Streitschlichtungsverfahren hat die WIPO seit dem Jahr 1999 durchgeführt, allein 86 davon wurden 2009 initiiert. Überraschend ist die Entwicklung: gab es im Jahr 2000 noch exakt 1.857 Verfahren, sank diese Zahl bis ins Jahr 2003 auf einen Tiefpunkt von lediglich 1.100 Verfahren; das Phänomen der ungehemmt grabbenden Domainer schien besiegt. Doch seither explodierten die Verfahren förmlich, um 2008 mit 2.329 und insgesamt 3.945 streitigen Domains ihren bisherigen Höhepunkt zu erleben. Dass zugleich die Registrierungszahlen allein unter .com auf inzwischen knapp 80 Millionen kletterten, läßt dieses Zahlenmaterial freilich relativ unberücksichtigt. Dass in über die Jahre beständigen, etwa 85 Prozent der Verfahren der Inhaber des Kennzeichenrechts gewinnt und sich mit seiner Klage entweder durch Übertragung der Domain oder deren Löschung durchsetzt, unterstreicht ebenfalls, dass mit den diversen WIPO-Verfahren gegen Domain-Grabbing und Cybersquatting ein effektives Kraut gewachsen ist.

Blickt man auf die regionale Verteilung von WIPO-Verfahren, so scheinen die bösen Buben vor allem in den USA zu sitzen: allein 39,62 Prozent der Antragsgegner haben dort ihren Sitz, mit Abstand gefolgt von Großbritannien (8,45%), China (4,99%), Kanada (4.76%) und – etwas überraschend – Spanien (4,58%). Angestrengt haben die Verfahren Kläger vorwiegend ebenfalls aus den USA (43,87%); daneben setzen Franzosen (10,65%), Briten (7,54%) und Deutsche (5,71%) auf ein solches, unter .de nicht existierendes, außergerichtliches Schiedsverfahren. Blickt man auf die Branchen, die am häufigsten vor die WIPO ziehen, so steht an der Spitze der Bereich der Biotechnologien und Pharmazie, gefolgt vom Banken- und Finanzwesen sowie dem Internet- und IT-Bereich; die Mode- sowie die Hotel- und Tourismus-Branche bleiben dagegegen offenbar weitgehend verschont.

Fragt man nach den Ursachen für den Anstieg in Domain-Streitigkeiten, so macht das Online-Magazin Pingdom das Google AdSense Programm als Faktor aus, das Mitte 2003 gestartet wurde und die einfache Schaltung von Werbung erlaubte. Doch auch Domain-Tasting und das klassische Typosquatting leisteten ihren Beitrag. So sieht auch die WIPO keinen Anlass, ihre Bemühungen im Kampf gegen Kennzeichenrechtsverletzungen einzustellen, im Gegenteil: in einem Schreiben an ICANN schlägt die WIPO vor, das UDRP-Verfahren künftig ausschließlich papierlos durchzuführen und auf schriftliche Klagen zu verzichten. Ein ähnliches Modell bietet das tschechische .eu-Schiedsgericht, das seit 12. Januar 2009 auch in UDRP-Verfahren angerufen werden kann, bereits an, und bei dem auch gleich am 12. Januar 2009 ein erstes, papierloses Verfahren angelaufen ist.

Weitere Informationen und Statistiken finden Sie unter:
> http://www.wipo.int/amc/en/domains/

Quelle: pingdom.com, circleid.com, domaine.blogspot.com, eigene Recherche

LG Hamburg – börsevz.de unterliegt studiVZ

Das Landgericht in Hamburg hat im Rechtsstreit zwischen den Betreibern von studiVZ und börseVZ entschieden und die einstweilige Verfügung von studiVZ bestätigt. Das Gericht erachtet die Ausnutzung der bekannten Serienmarke von studiVZ durch die Betreiber von börseVZ als wahrscheinlich.

Wie in Ausgabe #428 berichtet, erwirkte die StudiVZ Ltd., ein Unternehmen der Verlagsgruppe Holtzbrinck, vor dem LG Hamburg gegen die Betreiber des Wertpapier-Netzwerks börsevz.de eine einstweilige Verfügung. Gegen diese Entscheidung legte BörseVZ Widerspruch ein. Diesem Widerspruch erteilte das LG Hamburg eine Absage (Urteil vom 02.10.2008, Az.: 312 O 464/08).

Beide Parteien sind Markeninhaber. Die StudiVZ Ltd. weist mehrere unterschiedliche Marken auf, die alle auf „VZ“ enden und teilweise Priorität im Jahr 2006 genießen. Die Marke BörseVZ wurde in 2008 angemeldet und eingetragen. Die Antrag stellende StudiVZ Ltd. meint, die Zeichenfolge „VZ“ sei ein unterscheidungskräftiger Stammbestandteil ihrer Marken, der in der Marke der Antragsgegner bei den Nutzern die Assoziation einer Verbindung mit ihr auslöse. Durch die Benutzung ihrer Zeichen beute die Antragsgegnerin die Unterscheidungskraft und die Wertschätzung aus, die ihrem Zeichen im Verkehr zukomme und beeinträchtige diese.

Das LG Hamburg sieht die einstweilige Verfügung als begründet an. Die Antragstellerin verlangt zu Recht, dass die Gegnerin das Zeichen „börseVZ“ nicht zur Kennzeichnung ihres Netzwerks nutzt (§ 14 Abs. 2 Nr. 2, Abs. 5 MarkenG). Nach Ansicht des Gerichts besteht Verwechslungsgefahr (§ 14 Abs. 2 Nr. 3, Abs. 5 MarkenG) und die überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass hier die bekannte Marke der Antragstellerin ausgenutzt werde (§ 15 Abs. 4 MarkenG).

Die Verwechslungsgefahr sei zwar nicht unmittelbar, aber unter dem Gesichtspunkt des Serienzeichens im Hinblick auf die Endung „VZ“ ist von einer Verwechslungsgefahr im weiteren Sinne auszugehen (§ 14 Abs. 2 Nr. 2, 2. Halbsatz MarkenG); dabei sei die Marke nicht rein beschreibend und es bestehe ausreichende Kennzeichnungskraft des Bestandteils „VZ“. Die Antragstellerin habe mit der Anmeldung ihrer Marken studiVZ und schülerVZ bereits Markenrechte erlangt, bevor die Gegnerin ihre Marke anmeldete. „VZ“ ist auch keine gebräuchliche Abkürzung für die Bezeichnung „Verzeichnis“. Es folgen sehr ausführliche Erwägungen zu den unterschiedlichen Kennzeichen der Parteien und deren Wahrnehmung durch die Nutzer, die das Zeichen „VZ“ mit den Angeboten der Antragstellerin in Verbindung bringen. Weiter sei die Nutzung der Zeichen der Antragstellerin durch die Antragsgegnerin unlauter, weil sie damit die Wertschätzung der Klagemarken ausnutze und die Kennzeichenkraft der Zeichenserie der Antragstellerin verwässert werde.

Damit dürfte sich die Frage hinsichtlich die Nutzung der Buchstabenkombination „VZ“ am Ende eines Domain-Namens weitestgehend geklärt haben: an den Serienzeichen der StudiVZ Ltd. kommt man bei einer geschäftlichen Nutzung einer solchen Domain nicht vorbei.

Die Entscheidung findet man unter:
> http://www.jurpc.de/rechtspr/20090007.htm

Spezialisierte Anwälte findet man unter:
> http://www.domain-anwalt.de

Quelle: jurpc.de

dubai.info – Städtedomain lässt .com verblassen

In der ersten Domain-Handelswoche diesen Jahres zeigte sich .com schwach. Dafür brillierte die niederländische Endung .nl, und dubai.info erwies sich als die teuerste Domain, wenn auch auf niedrigem Niveau.

In den vergangenen Monaten zeichnete sich ab, dass die niederländische Endung .nl bei Verkäufen immer besser abschneidet. Diesmal lieferte sie mit online-casino.nl (EUR 23.800,-) und onlive.nl (EUR 10.500,-) die beiden teuersten Domains im Feld der Länderendungen, und legt mit supporters.nl (EUR 5.500,-) und europacasino.nl (EUR 2.500,-) nach. Ebenfalls gut vertreten war diesmal die europäische Endung .eu mit vier Domains:

security.eu – US$  8.003,- (ca. EUR  6.017,-)
domainregistrierung.eu – EUR  2.100,-
christophers.eu – EUR  1.950,-
offerte.eu – EUR  1.800,-

Die deutsche Endung findet man diesmal unter ferner liefen, unter zahlreichen anderen und unterschiedlichsten Länderendungen:

ogame.es – EUR  6.000,-
hw.cc – US$  6.000,- (ca. EUR  4.511,-)
tourists.tv – US$  4.000,- (ca. EUR  3.008,-)
sharing.me – US$  3.700,- (ca. EUR  2.782,-)
zigarettenverband.de – EUR  2.599,-
craps.se – EUR  2.300,-
rutland.tv – US$  2.800,- (ca. EUR  2.105,-)
tacky.cz – EUR  2.000,-
communicator.de – EUR  1.999,-
diariomadrid.es – EUR  1.900,-
ultimatefighting.de – EUR  1.850,-
burjalarab.co.uk – GBP  1.500,- (ca. EUR  1.597,-)

Unter den generischen Endungen konnte sich diesmal eine .info-Domain ganz vorne und auch vor .com etablieren: dubai.info generierte US$ 35.000,- (ca. EUR 26.316,-), was dann für den Domain-Namen gar nicht so viel darstellt. Mit parier.biz für US$ 2.600,- (ca. EUR 1.955,-) war auch die wenig gehandelte Endung .biz dabei. Das übrige Feld teilten sich .net und .org mit nicht gerade berauschenden, aber noch akzeptablen Preisen:

jbf.net – US$ 15.388,- (ca. EUR 11.570,-)
ve.net – US$ 12.125,- (ca. EUR  9.117,-)
ezine.net – US$  8.000,- (ca. EUR  6.015,-)
protectmyid.org – US$  6.500,- (ca. EUR  4.887,-)
velocity.org – US$  6.400,- (ca. EUR  4.812,-)
scitech.net – US$  5.400,- (ca. EUR  4.060,-)
medica.net – US$  5.288,- (ca. EUR  3.976,-)
rften.org – US$  5.006,- (ca. EUR  3.764,-)
tauonline.org – US$  4.075,- (ca. EUR  3.064,-)
pants.net – US$  3.301,- (ca. EUR  2.482,-)
publicschools.org – US$  3.001,- (ca. EUR  2.256,-)
condominiums.net – US$  3.000,- (ca. EUR  2.256,-)
dfj.net – US$  3.000,- (ca. EUR  2.256,-)
laugh.net – US$  3.000,- (ca. EUR  2.256,-)
proenergy.net – US$  2.989,- (ca. EUR  2.247,-)
behavioralscience.org – US$  2.788,- (ca. EUR  2.096,-)
securitysystems.net – US$  2.775,- (ca. EUR  2.086,-)
colossal.net – US$  2.570,- (ca. EUR  1.932,-)

Allein die Endung .com wusste wirklich zu enttäuschen. Mit einem Preis von EUR 20.025,- war hotelesbaratos.com lediglich die drittbeste Domain im gesamten Feld, hinter der dubai.info und der online-casino.nl. Was sich danach anschloss, war nicht üppig und auch nicht zahlreich:

ificandream.com – US$ 20.000,- (ca. EUR 15.038,-)
elink.com – GBP  9.700,- (ca. EUR 10.333,-)
bidplace.com – US$ 10.001,- (ca. EUR  7.520,-)
publi.com – US$ 10.000,- (ca. EUR  7.519,-)
ontopic.com – US$ 10.000,- (ca. EUR  7.519,-)
famos.com – US$  8.550,- (ca. EUR  6.429,-)
teenflirt.com – US$  8.007,- (ca. EUR  6.020,-)
eblackfriday.com – US$  7.600,- (ca. EUR  5.714,-)
h-online.com – EUR  5.500,-

Weitere Domain-Preise finden Sie unter:
> http://www.domain-spiegel.de

Quelle: dnjournal.com, sedo.de

Kurznews – Jahreswende für Domainer

Viele Neuigkeiten ergeben sich mit der Jahreswende. Wir haben daher diesmal einige kurz zusammengefasst, damit Domainer auf dem Laufenden bleiben. Sie reichen von zwei Superdomain-Deals im Millionenbereich über Gründe, in .mx-Domains zu investieren, bis hin zu den Folgen der Rezession.

Bei Sedo erklärt Luisa Fernanda Villa y Battenberg von AMIPCI, der mexikanischen Internet-Vereinigung, warum man unbedingt in .mx-Domains investieren müsse: Die mexikanische Endung sei mit lediglich 278.402 registrierten Domains unter .com.mx (Stand Dezember 08) ein noch unbestelltes Feld, das in Zeiten der Rezession mit niedrigen Investitionen beackert werden kann. In der Vergangenheit expandierte die Internetnutzung in Mexiko von 2,7 Prozent der Bevölkerung in 2000 zu 21,6 Prozent im Mai 2007; die Anzahl der Internetnutzer wird in Zukunft stark ansteigen, was den Markt für Domain-Namen vergrößert. Gleiches gilt bei Investitionen in Online-Werbung, die von 2005 auf 2006 um 62 Prozent und in 2007 um 96 Prozent anstiegen. Oscar Robles, CEO der mexikanischen Domain-Verwaltung Nic.mx, verkündete zudem, dass man noch dieses Jahr auch Second Level Domains unter .mx anbieten werde.

Noch Ende letzten Jahres machte der Megadeal yp.com die Runde: LiveDeal.com verkaufte die Domain für US$ 3,85 Mio. (knapp EUR drei Mio.) an YelloPages.com LLC in Glendale, Kalifornien (USA). Der Betrag wurde allein für die Domain gezahlt, doch er soll wohl aufgrund des Traffics binnen vier Monaten wieder amortisiert sein, meint Troy Browning auf domainnamenews.com. Am 13. Januar 2009 erklärte travel411 in einer Pressemitteilung, man habe die Domain answers.travel für US$ 3,3 Mio gekauft, berichtet businesswire.com. Im WHOIS-Verzeichnis findet man zurzeit, nach einer Änderung der WHOIS-Daten am 19. Januar 2009, den Registrar EnCirca Inc. als Inhaber der Domain eingetragen. Inhaber von travel411.com, der Präsenz des Käufers, ist ein Jay Taylor. Ob wir es hier mit einem Werbecoup der Domain-Verwaltung The Tralliance Corporation zu tun haben, kann so derzeit nicht ausgeschlossen werden. Der Betrag für eine Domain unter einer im Publikumsverkehr gänzlich unbekannten Domain-Endung scheint indes ganz und gar überzogen.

Während andernorts unerwartet Spitzenpreise für Domain-Namen erzielt werden, entlässt das Domaining-Unternehmen Oversee.net aus Los Angeles, Mutter von DomainSponsor, Moniker, Snapnames und DomainFest, weitere Mitarbeiter. Bereits im August 2008 baute Oversee 10 Prozent der Stellen ab, was ca. 25 Mitarbeiter betraf; nun werden weitere 18 Prozent abgebaut, so dass 39 Mitarbeiter und Manager gehen müssen. Das Unternehmen bereitet sich auf schwere Zeiten in 2009 vor und will sich auf die eigene Kernkompetenz der Domain-Registrierung, -monetarisierung und den 2. Domain-Markt konzentrieren. Da trifft es sich gut, dass SnapNames für seine unterschiedlichen Domain-Services gerade ein Patent erhalten hat; ob dadurch andere Anbieter von entsprechenden Systemen nun mit Oversee.net Schwierigkeiten bekommen, bleibt abzuwarten.

Weitere Einflüsse auf den Markt und die Industrie könnten die von Andrew Allemann von domainnamewire.com eingerichteten Bewertungssysteme mit sich bringen. Bereits vor einigen Wochen hatte Allemann registrarjudge.com eingerichtet, worüber man Registrare bewerten kann. Nun führte er nach dem gleichen Prinzip die Seite parkingjudge.com ein, auf der Parkinganbieter bewertet werden können. Welchen Einfluss das auf die Domain-Industrie hat und ob sich das auf Googles Direktvermarktungsangebot auswirkt, wird sich im Laufe des Jahres zeigen.

> http://registrarjudge.com
> http://parkingjudge.com

Quelle: sedo.de, domainnamenews.com, thedomains.com, domainnamewire.com, eigene Recherche

San Francisco – INTA lädt zu „Marke und Internet“

Die International Trademark Association (INTA) lädt zum Marken- und Internetforum vom 09. bis zum 10. Februar 2009 nach San Francisco, Kalifornien (USA). Das umfassende Programm soll die Teilnehmer auf den neuesten Stand in Sachen Marke und Internet bringen.

Die INTA ist eine Non-Profit-Organisation mit mehr als 5.500 Mitgliedern aus 190 Ländern. Markeninhaber und Markenprofis (Patent- und Rechtsanwälte), die sich der Sicherung von Marken sowie Marken- und Urheberrechten verschrieben haben, finden sich in dieser bereits 1878 gegründeten Vereinigung zusammen. Auf dem Marken- und Internetforum werden unter anderem Themen wie „Wie sich das Internet auf Marken auswirkt, national wie international“, „Domain-Strategie und Domain-Endungen“, „aktuelle Trends der Rechtsprechung in UDRP-Verfahren“ und „Fragen zum chinesischen Markt“ behandelt.

Die Veranstaltung richtet sich an Marken-Profis, Rechtstechniker, Unternehmensjuristen und andere. Als Keynote-Sprecher ist Vinton G. Cerf geladen, der am 09. Februar um 16.15 Uhr Ortszeit sprechen wird.

Das Marken- und Internetforum findet vom 09. bis 10. Februar 2009 im Hyatt at Fisherman’s Wharf-Hotel, 555 North Point Street, San Francisco, CA 94133, USA statt. Teilnahmegebühren betragen für Mitglieder der INTA US$ 850,-, für Nichtmitglieder US$ 1.050,-.

Weitere Informationen finden Sie unter:
> http://www.domain-recht.de/verweis/45

Quelle: inta.org

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