Event

Ron Jackson (dnjournal.com) wird seinen »State of The Domain Industrie Report 2021« auf der kommenden NamesCon vorstellen

Wie bereits mitgeteilt, findet die kommende NamesCon Online im Januar 2021 unter dem Titel »Domaining Around the Globe« statt. Jetzt gaben NamesCon und dnjournal.com bekannt, mehrere Sessions anlässlich der NamesCon im Januar 2021 zusammen zu gestalten.

NamesCon, die nach eigenen Angaben größte alljährliche Domain-Industrie Konferenz, die rund um den Globus Aufmerksamkeit erfährt, findet im kommenden Jahr vom 27. bis 29. Januar zum zweiten Mal online statt. Zu diesem Zeitpunkt wird dnjournal.com zum 17. Mal seinen alljährlichen »State of The Domain Industry Report« veröffentlich haben, in dem Herausgeber Ron Jackson Experten aus der Domain Name Industry zur Lage derselben befragt (wie unser Bericht zum State of The Domain Industry Report 2020 zeigt). Die vergangene NamesCon Online griff thematisch Aspekte auf, die sich im »State of The Domain Industry Report« finden und fand damit Anklang bei den Teilnehmern der NamesCon. Nun haben sich NamesCon und Ron Jackson zusammengetan, um auf der kommenden NamesCon Online den dann aktuellen »State of The Domain Industry Report 2021« im Detail zu besprechen und zu diskutieren. Angesetzt ist schon am ersten Tag der NamesCon Online eine Diskussionsrunde mit Unternehmensführern. Am zweiten Veranstaltungstag wird der »State of The Domain Industry Report 2021« mit dem Schwerpunkt auf Domain-Investoren und -entwicklern, am dritten Tag mit Fokus auf Domain-Broker behandelt.

Viele Skeptiker der Onlinevariante der NamesCon konnten mit dieser im September 2020 überzeugt werden, dass sie tatsächlich die Stimmung der Konferenz und das Miteinander auf ihr in ihre virtuelle Variante transportiert. Die NamesCon Online findet auf einer Plattform statt, die fürs Networking gemacht ist, und bietet ein vollgepacktes Programm mit Keynotes, Live-Streams, Expertenrunden, Regionen spezifischem Lernen und erstklassigen Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen.

Die NamesCon Online »Domaining Around the Globe« findet vom 27. bis 29. Januar 2021 online statt. Die Kosten für die Teilnahme an der NamesCon Online betragen für das Standardticket bis einschließlich 30. November 2020 US$ 59,– statt der regulären US$ 79,–. Das bereits früher angebotene DNAcademy Bundle, das zusätzlich zwei exklusive DNAcademy Sessions erlaubt und eine einjährige Subskription des Angebots der DNAcademy beinhaltet, kostet wie zuvor schon US$ 399,–. Schließlicht dürfen Interessenten, die erstmals an der NamesCon teilnehmen, dies kostenlos tun.

Domain-Handel

Treuhänder Escrow.com legt seinen aktuellen »Domain Investment Index: Q3, 2020« vor

Escrow.com, Treuhänder für den Domain-Handel, konstatiert in seinem aktuellen Quartalsbericht für den Domain-Handel im September-Quartal mit US$ 77,5 Mio. Umsatz ein positives Ergebnis gegenüber dem Vorquartal.

In einem 18-seitigen Quartalsbericht teilt Escrow.com mit, wie sich der Domain-Handel im 3. Quartal 2020 bei ihnen entwickelt hat. Die aktuelle Ausgabe des Escrow.com Domain Investment Index, der die eigenen Daten auswertet, deutet darauf hin, dass sich nach dem coronabedingten Einbruch im 2. Quartal 2020 der Markt im 3. Quartal dergestalt wieder erholt hat, dass er sogar das Vorjahresquartal übertrifft. Im 2. Quartal 2020 umfasste das Handelsvolumen bei Escrow.com US$ 55,2 Mio., jetzt lag es bei rund US$ 77,5 Mio. Im 3. Quartal 2019 lag das Handelsvolumen bei US$ 69,3 Mio. Schaut man sich die vergangenen drei Jahre ab dem 3. Quartal 2017 an, zeigt sich – mit gewissen Schwankungen nach oben und unten – eine gewisse Konstanz des Handelsvolumens. Im aktuellen Bericht liegt die Handelsregion USA mit einem Volumen von US$ 58 Mio. gegenüber US$ 42,6 Mio. im 2. Quartal 2020 vorn. An zweiter Stelle findet man United Kingdom mit ca. US$ 12 Mio. und dem höchsten Wert der letzten drei Jahre. Auch China konnte sich beim Handelsvolumen auf ca. US$ 9 Mio. verbessern, erreichte aber nicht die Höhen aus dem 2. Quartal 2019 und aus dem 2. Quartal 2018. Insgesamt haben sich die Werte in den verschiedenen Regionen wieder normalisiert.

Der Report gibt weiter Einsicht in die Handelsvolumina und Medianpreise der Premium-Domains, die differenziert nach 2/3-, 4-, 5- und 6-Zeichen-Domains, nach 2/3-, 4- und 5-Buchtaben-Domains und nach 2/3- und 4-Zahlen-Domains betrachtet werden. Dabei kommt Escrow.com zu unterschiedlichen Ergebnissen; definitiv schwach war das Ergebnis für 5-Buchstaben-Domains, die im vergangenen halben Jahr deutlich abgestürzt sind. Interessant ist der Unterschied der Medianpreise zwischen Zahlen- und Buchstabendomains: 2/3-Ziffern-Domains kommen auf einen Median von US$ 785.000,–, während 2/3-Buchstaben-Domains auf einen Median von knapp US$ 40.000,– kommen. Weiter geht aus dem Report hervor, dass Domains mit Inhalten zu deutlich höheren Preisen verkauft werden als unentwickelte Domains. Allerdings werden von letzteren viel mehr verkauft, so dass deren Handelsvolumen das entwickelter Domains bei weitem übersteigt: der Medianpreis von entwickelten Domains liegt zwischen US$ 3.500,– und US$ 5.000,–, während er bei reinen Domains zwischen US$ 2.500,– und US$ 2.750,– liegt. Hingegen liegt das Umsatzvolumen bei reinen Domains bei US$ 41,75 Mio. gegenüber US$ 12,3 Mio. bei entwickelten Domains.

Der Escrow.com Domain Investment Index: Q3, 2020 ist übersichtlich, leicht verständlich und gibt wertvolle Informationen über den Domain-Handel, wenn auch eingeschränkt auf die Daten, die Escrow.com selbst generiert. Der Schwerpunkt liegt auf einer graphischen Darstellung, die keine genauen Zahlen nennt, es sei denn, sie werden von den Machern hier und da genannt. Nichtsdestotrotz sind die Daten und Zahlen nachvollziehbar. Wir empfehlen die Lektüre.

nTLDs

Die Sunrise Period der neuen Internet-Endung .forum läuft

Die auf Mercer Island (US-Bundesstaat Washington) ansässige Fegistry LLC hat nach den Daten für die Sunrise Period nun auch den Termin für den Start der Live-Phase von .forum bekanntgegeben.

Wie gemeldet, hat am 16. November 2020 die einmonatige Sunrise Period begonnen. Nach dem 16. Dezember 2020 folgt erst eine mehrmonatige Pause, bis ab dem 02. März 2021 die »General Availability« beginnt. Dass sich für Markeninhaber mit Eintrag im Trademark Clearinghouse eine Sunrise-Registrierung lohnen dürfte, zeichnet sich auf dem Registrarmarkt ab; so bieten einige Registrare die Sunrise-Registrierung für unter US$ 450,– pro Jahr und Domain an, während die Gebühren in der Live-Phase bei deutlich über US$ 1.000,– liegen sollen. Dabei soll .forum grundsätzlich jedermann zur Registrierung offen stehen. In Zeiten, in denen sich die Diskussionen im Internet in Blogs und soziale Medien verlagern, wird sich .forum jedoch seine eigene Zielgruppe noch erkämpfen müssen. Für die ersten drei Jahre peilt Fegistry daher bescheidene 10.000 Domain-Registrierungen an.

ICANN

Die Internetverwaltung sucht den Weg zwischen Politik Und Technik

Im Spannungsfeld zwischen Politik und Technik versucht die Internet-Verwaltung ICANN, einen Mittelweg zu gehen. Das hat CEO Göran Marby beim 15. Jahrestreffen des Internet Governance Forum (IGF) betont und vor Risiken gewarnt, wenn man das Netz in die Hände der Regierungen gebe.

Zwölf Tage verteilt auf zwei Phasen, mehr als 250 Veranstaltungen und über 6.000 Teilnehmer unterstreichen, welche Bedeutung das IGF als Diskussionsplattform für alle Themen der Internet Governance inzwischen erlangt hat. Eine der Sessionen zum Thema »ICANN Open Forum — Technical Internet Governance« bot dem CEO der Netzverwaltung Gelegenheit, sich einem Thema zu widmen, das für ICANN immer drängender wird – das Spannungsfeld zwischen einer Organisation, die sich mit der technischen Weiterentwicklung des Internets befasst, und der politischen Aufgabe der Netzverwaltung, der es darum geht, den Zugang, die Stabilität und die Offenheit des Internets sicherzustellen. In einem Blog-Eintrag sprach Marby vor wenigen Wochen insoweit von zwei Polen, nämlich der Internet Governance (IG) und der »technical Internet governance« (TIG). Diesen Ansatz stützt er auf die historische Differenzierung, wer Zugang zum Internet habe, und was man damit anstellen dürfe.

Dabei lässt Marby keinen Zweifel, dass TIG für ICANN weit mehr bedeutet als nur die technische Funktion.

It’s an effort that includes all of those that can affect and contribute to making the network more stable, secure, and resilient,

so Marby. Dabei müsse man verstehen, dass viele Länder internetbezogene Regelungen entwickeln, die darauf abzielen, das in Frage zu stellen. Die Aufgabe von ICANN ist für Marby eindeutig:

ICANN’s role is to clarify and position itself as a technical nonprofit organization keen on keeping legislators and regulators understanding, and therefore mindful, of the way the Internet functions.

Nur so könne es gelingen, Gesetze, Regularien und Verordnungen zu verhindern, welche die technische Funktion des Domain Name Systems und damit einer Kernkomponente des Internets negativ beeinflussen. Problematisch sei, dass sich sämtliche Diskussionen in drei äußerst diversen Typen einteilen lassen: auf Ebene von zwischenstaatlichen Organisationen, in Standardisierungsorganisationen (wie der IETF), und auf nationaler oder regionaler staatlicher Ebene. ICANNs Teilnahme an diesen verschiedenen Diskussionsebenen müsse ausgebaut werden.

Mark Datysgeld von der GNSO (Generic Names Supporting Organization) beschrieb die Ausführungen von Marby als den Versuch, die Rolle ICANNs innerhalb des Internet-Ökosystems neu zu definieren. Seit der Amtszeit von Fadi Chehadé und seiner »Netmundial«-Initiative bewege sich ICANN auf einem schmalen Grad zwischen technischer und politischer Verpflichtungen. Hier versuche Marby, einen Mittelweg zu finden. Zu Ende gedacht, könnte ICANN damit aber beispielsweise Einfluss darauf nehmen, ob und was mit »missbrauchten TLDs« passiert, wie sie etwa das Spamhouse Project ermittelt. Ob die Zeit dafür schon reif ist, und ob ICANN das wirklich will – diese Frage hat auch Marby bisher nicht beantwortet.

nTLDs

Interview mit KPMG über den langen Weg von kpmg.com hin zu home.kpmg

Das weltweit tätige Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG hat in einem Interview Einblick in seine Überlegungen zur Migration von kpmg.com zu home.kpmg gewährt.

Nach Angaben von Domenic Torani, Senior Digital Transformation Program Manager bei KPMG, habe man 2012 erkannt, dass eine eigene Marken-Endung die Chance eröffne, das eigene Portfolio zu glätten und die Kontrolle über das Netzwerk zu verbessern. Die Inhalte der angeschlossenen Unternehmen werden zentralisiert verwaltet. Auch wenn der Weg zu .kpmg lang gewesen sei, die für diese Entscheidung maßgeblichen Faktoren »costs savings, ways to strengthen the brand and increase trust, security and aspects of communication« gelten noch heute. Und nicht überall dominiere .com: »We learned that in the different countries, not everyone uses or knows the .COM«, so Torani. Für KPMG sei der Wechsel eine Generationenfrage gewesen: »It just needs to take its time.« Zusammenfassend empfiehlt Torani:

If your reasons for making the switch are the right reasons – for example, SEO, or branding – do it for those reasons.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Der Domain-Newsletter von domain-recht.de ist der deutschsprachige Newsletter rund um das Thema "Internet-Domains". Unser Redeaktionsteam informiert Sie regelmäßig donnerstags über Neuigkeiten aus den Bereichen Domain-Registrierung, Domain-Handel, Domain-Recht, Domain-Events und Internetpolitik.

Mit Bestellung des Domain-Recht Newsletter willigen Sie darin ein, dass wir Ihre Daten (Name und E-Mail-Adresse) zum Zweck des Newsletterversandes in unseren Account bei der Episerver GmbH, Wallstraße 16, 10179 Berlin übertragen. Rechtsgrundlage dieser Übermittlung ist Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe a) der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Sie können Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen, indem Sie am Ende jedes Domain-Recht Newsletters auf den entsprechenden Link unter "Newsletter abbestellen? Bitte einfach hier klicken:" klicken.

Seite 1 von 572
Top