Event

Die NamesCon Online startet am 27. Januar

Die kommende NamesCon Online startet am 27. Januar 2021 und läuft bis zum 29. Januar 2021. Neben dem »State of The Domain Industry Report« mit dnjournal.com gibt es zahlreiche weitere interessante Vorträge und eine Domain-Auktion.

NamesCon ist die nach eigenen Angaben grösste alljährliche Domain-Industrie Konferenz, die rund um den Globus Aufmerksamkeit erfährt. Die erste NamesCon Online, die im September 2020 stattfand, knüpfte an diesen Erfolg an: 1.020 Teilnehmer waren für die Online-Konferenz registriert. An den Keynotes nahmen im Durchschnitt 250 Zuschauer teil, an den Breakout-Sessions im Schnitt 100. Grund genug, auch wegen Corona, die kommende NamesCon 2021 ebenfalls online zu veranstalten. Sie findet vom 27. bis 29. Januar 2021 online statt. Sie startet am 27. Januar um 16:00 Uhr live aus Barcelona (Spanien). Bereits um 16:30 Uhr beginnt der jährliche »State of The Domain Industry Report« von dnjournal.com mit dem Thema »Corporate Leaders« live mit Ron Jackson und fünf Unternehmensführer_innen. Später gibt es einen Schnellkurs über die Bewertung von SEO-Domains und weitere Vorträge – und dies allein auf dem Keynote-Track. Daneben gibt es den Breakout-Track, in dem unter anderem Michal Gilmour von ParkLogic erklärt, warum Domain-Investing kein Hobby, sondern ein Geschäft ist. Der »Americas Track« beginnt um 21:00 Uhr mit »How to Value Domain Names Step-by-Step« von Michael Cygar (DNAcademy.com). Schließlich gibt es noch die Workshops, die bereits um 17:00 Uhr am 27. Januar 2021 beginnen. Und so geht das weiter über die dann folgenden beiden Tage. Bereits seit Dezember läuft auch die zur NamesCon übliche Domain-Auktion, die von GoDaddy betrieben wird und am 28. Januar 2021 endet.

Die NamesCon Online findet vom 27. bis 29. Januar 2021 online statt. Die Kosten für eine Teilnahme an der NamesCon online betragen für das Standardticket US$ 79,–. Das bereits früher angebotene DNAcademy-Bundle, das zusätzlich zwei exklusive DNAcademy-Sessions erlaubt und eine einjährige Subskription des Angebots der DNAcademy beinhaltet, kostet wie zuvor US$ 399,–. Schließlich dürfen Interessenten, die erstmals an der NamesCon teilnehmen, dies kostenlos tun.

Domain-Handel

Twitterin Leanne gibt hilfreiche Informationen über Domain-Verkäufe bei DAN.com

Domain-Investoren stellt sich nicht nur die Frage, was eine wertvolle Domain kennzeichnet, die man dann irgendwann zu einem hohen sechsstelligen oder gar siebenstelligen Betrag verkaufen kann. Domain-Händler leben auch vom Verkauf von Domains an Endkunden. So stellt sich die Frage nach den Qualitäten von schnell verkäuflichen Domains.

Die Frage, welche Domains sich gut an Endabnehmer verkaufen lassen, wird Domain-Investor Elliot Silver mit am häufigsten gestellt. Es sei ja einfach, Domains zu kaufen, aber verkaufen sei wichtig fürs Geschäft und zum Überleben. Aber es ist auch deutlich schwieriger. Domain-Börsen wie Sedo, NameJet und SnapNames berichten wöchentlich über verkaufte Domains. GoDaddy meldet seit kurzem die zu höchsten Preisen auf ihrer Plattform verkauften Domains. NameBio verzeichnet all diese Verkäufe. Die Aufmerksamkeit erhalten in der Regel die Domain-Namen, die Höchstpreise erzielen. Die alltäglichen Verkäufe gehen dabei unter. Um nun aber zu erfahren, welche Qualität die alltäglichen Domains haben, die verkauft werden, muss man genauer hinschauen. Silver stellte kürzlich fest, dass er auf Twitter jemandem folgt, der tägliche Verkäufe twittert, die über die Plattform DAN.com erfolgen.

Leanne twittert seit Juli 2020 jeden Tag unter @LeanneMac über aktuell auf DAN gehandelte Domains. Dabei macht sie keine genaueren Angaben, sondern wertet zunächst die verkauften Domains »statistisch« aus. So kommt es zu Tweets wie diesem vom 17. Januar 2021, der sich auf den 16. Januar 2021 bezieht:

23 sales
70% .com
26% less than 1 year old
1 domain was only 1 day old*
Oldest domain 20 years old**
1 domain appraised at $49,000***
73% have little to no CPC (0.05 or less).

Das sind Informationen, wie man sie sonst nicht erhält. Ganz überwiegend (70 Prozent) wurden .com-Domains am 16. Januar 2021 über DAN verkauft. Eine der gehandelten Domains war gerade einen Tag, die älteste hingegen 20 Jahre alt. Aber @LeanneMac beschränkt sich nicht auf diese Angaben. In den Folgetweets listet sie die verkauften Domains, die Asteriske im ersten Tweet verweisen – teilweise – auf die Domains, in diesem Fall aponahealing.com, busshelter.com und walescraftcouncil.co.uk, die besonders hervorstechen. Allerdings ergibt eine Überprüfung, dass lediglich die jugendliche Altersangabe von aponahealing.com den Angaben, die wir dem WHOIS entnommen haben (registriert am 15.01.2021), der Angabe im Tweet (»1 domain was only 1 day old*«) entspricht. Weitere Informationen, die @LeanneMac neben Alter und CPC ausgibt, sind z.B. »appraisal value« und »search volume«.

Man muss also doch genauer hinschauen und die Daten überprüfen, manchmal treffen die Altersangaben nicht zu, was auch auf eine Fehlmarkierung zurückzuführen sein kann. Nichtsdestotrotz gibt es erhellende Einblicke, @LeanneMac auf Twitter zu folgen und regelmäßig reinzuschauen. Man erfährt zeitnah, welche Domains gehandelt werden, und kann sich gegebenenfalls daran orientieren, was beim Endkunden ankommt.

UDRP

Die Hochtief AG erringt in einem UDRP-Verfahren die Internetdomain hochtief.us

Die deutsche Hochtief AG sah ihre Rechte durch die Domain hoch tief.us verletzt und strengt ein UDRP-Verfahren vor dem National Arbitration Forum (NAF) an.

Ihre US-Marke „HOCHTIEF“ wurde am 27. Oktober 2020 eingetragen, nachdem sie am 18. Januar 2018 angemeldet worden war. Die Domain hochtief.us wurde am 06. Oktober 2020 registriert. Hochtief rief das National Arbitration Forum (NAF) an und trug vor, die Domain werde für Phishing genutzt; unter ihr befände sich eine mit offiziellen Hochtief-Webseiten identische Seite und es würden eMails mit dem Absender info@hochtief.us versandt, in denen nach Kontaktdaten wie Adressen, Telefonnummern und Sozialversicherungsnummern gefragt werde. Der Gegner äußerte sich zu den Vorwürfen nicht, sondern erklärte, die Domain habe weder er noch sein Mitarbeiter Mr. Dinovitz registriert, es läge ein Datenmissbrauch vor. Es sehe so aus, als habe jemand Dinovitz‘ Namen sowie die Unternehmensadresse genutzt, um die Domain zu registrieren. Die angegebene eMail-Adresse und Telefonnummer haben nichts mit ihm und Dinovitz zu tun.

Zum Entscheider wurde der New Yorker Rechtsanwalt David A. Einhorn bestellt, der der Beschwerde stattgab (NAF Claim Number: FA2011001923063). Da von Seiten des Gegners keine ordentliche Erwiderung kam, stützte Einhorn seine Entscheidung alleine auf den Vortrag der Beschwerdeführerin, bestätigte das Bestehen einer Marke und die Identität der Domain mit dieser. Das WHOIS weise einen »Richard dinovits« als Inhaber aus, was laut Gegner eine falsche Angabe sei, weshalb Einhorn davon ausging, dass der Gegner nicht unter der Domain hochtief.us allgemein bekannt sei. Dass die Domain zum Phishing missbraucht werde und die Inhalte das Urheberrecht der Beschwerdeführerin verletzen, spreche gegen eine ordentliche Nutzung der Domain durch den, wie Einhorn schreibt, Domain-Registrant (und nicht Gegner). Schließlich sei die Registrierung und Nutzung der Domain auch bösgläubig, zumal der Gegner bestätigte, dass die Inhaberdaten falsch seien. Einhorn entschied damit auf Übertragung der Domain hochtief.us auf die Hochtief AG.

Auf das Domain-Recht spezialisierte Anwälte findet man auf Domain-Anwalt.de, einem Projekt der united-domains AG.

ccTLDs

Die Regeln für Domain-Auktionen um .ee-Domains haben sich geändert

Die Estonian Internet Foundation, Registry der estnischen Länderendung .ee, hat die Regularien ihrer »domain auction« modifiziert.

Demnach kann die mehr als dreimalige Nichtzahlung von Gebühren dazu führen, dass ein Teilnehmer von weiteren Auktionen ausgeschlossen wird. Die Sperre kann bis zu einem Jahr dauern. Durch eine Nachzahlung offener Forderungen kann sie aber vermeiden werden. Die Registry passt damit ihr Auktionsmodell aus dem Frühjahr 2019 an, über das ausgelaufene .ee-Domains nicht gleich in den allgemeinen Pool der frei werdenden Adressen zurückfallen, sondern erst versucht wird, sie meistbietend zu versteigern. Das Mindestgebot pro Domain liegt bei EUR 5,– netto. Im Rahmen einer »blind auction« wird dabei nicht öffentlich, ob es andere Interessenten für eine Domain gibt und wie hoch gegebenenfalls deren Gebot ist. Versteigert wird jedoch nicht die Domain selbst, sondern das Recht zur Registrierung; dieses Recht kann auch auf eine andere Person weiterübertragen werden.

Plattformen

Der Vorteil von Domains gegenüber Social Media

Die Sperren des scheidenden US-Präsidenten Donald J. Trump bei Twitter, Facebook & Co. rückt Domain-Namen in den Vordergrund: als Wegweiser zur Website bleiben sie die wohl direkteste Verbindung zur Zielgruppe – und weit weniger anfällig gegen Eingriffe Dritter.

Am gestrigen Mittwoch hat die Amtszeit von Donald J. Trump als US-Präsident nach vier Jahren ihr Ende gefunden. Bereits wenige Tage zuvor hatten ihm zahlreiche Anbieter sozialer Medien einen ganz eigenen Abschied bereitet – indem sie ihn sperrten. Egal, ob Twitter, Facebook, Instagram oder Snapchat, auf kaum einer der öffentlichen beliebten Plattformen kann sich Trump aktuell selbst äußern, da ihm »im Interesse der öffentlichen Sicherheit und auf der Grundlage seiner Versuche, Fehlinformationen, Hassreden und Anstiftung zur Gewalt zu verbreiten« der Zugang gesperrt wurde. Die Chancen auf ein Comeback bei Twitter stehen dabei schlecht:

we have permanently suspended the account due to the risk of further incitement of violence;

Facebook gab an, die Sperre auf unbestimmte Zeit veranlasst zu haben, jedenfalls aber bis 21. Januar 2021. Auch wenn diese Sperren kritisch gesehen werden – Bundeskanzlerin Angela Merkel etwa verwies darauf, dass die Meinungsfreiheit als Grundrecht von elementarer Bedeutung sei und nur durch den Gesetzgeber, nicht aber von Unternehmen eingeschränkt werden könne – hat sie dafür gesorgt, dass Trump dieses Sprachrohr genommen ist. Das präsidiale Presseamt oder die Möglichkeit, jederzeit in einer landesweit ausgestrahlten Fernsehsendung aufzutreten, sollte den Schmerz gelindert haben.

Dessen ungeachtet rücken die Sperren einen Kanal in den Vordergrund, der Trump weiterhin offensteht: die Domain donaldjtrump.com und damit der Zugang zu seiner Website. Praktisch genutzt wird die Website in der Kommunikation lediglich zurückhaltend; so sind für Januar 2021 bisher nur zwei aktuelle Nachrichten aufgelistet. Während Trump also durch seine Konten bei Twitter oder Facebook bzw. die darüber verbreiteten (wahren oder unwahren) Informationen dafür gesorgt hat, dass diese Plattformen populärer wurden, hat er seine Abhängigkeit hiervon gesteigert und andere Kommunikationskanäle vernachlässigt. Der Domain-Experte Andrew Allemann formuliert es wie folgt:

When you build a following on a platform, you are at the mercy of that platform.

Die eigene Domain und mit ihr die eigene Website hätte Trump zwar ebenfalls nicht das Recht gegeben, Fehlinformationen, Hassreden und Anstiftung zur Gewalt zu verbreiten; auch hier läuft Trump also Gefahr, gesperrt zu werden. Allerdings wäre die Auswahl an Registraren oder Hosting-Unternehmen deutlich größer und damit auch die Wahrscheinlichkeit, eine neue, freundlich gesinnte Heimat zu finden, ohne dass die Internetnutzer dies bemerken.

But what these platforms give, they can also take away,

so Allemann.

Dass auch Trump nicht vor Domain-Grabbing geschützt ist, zeigt die Domain djtrumplibrary.com. Sie greift der Tradition US-amerikanischer Präsidenten vor, die Amtszeit eines ehemaligen Präsidenten in einem eigenen Gebäude zu dokumentieren. Die darunter erreichbare Website tut dies auch, jedoch kaum im Sinn von Trump. So erinnert die aufwändig gestaltete Website mit einem »Covid Memorial«, einer »Wall of Criminality« oder der »Tax Invasion 101« an unrühmliche Kapitel. Auch der Verweis auf das »Trump Hotel« mit Angeboten wie »Bedside urinals«, »Free phone calls (pre-recorded for FBI)« oder »Safe capable of holding $130,000« dürfte ihm kaum erfreuen. Aber die Zahl alternativer Domains ist mindestens so groß wie die Zahl alternativer Fakten.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Der Domain-Newsletter von domain-recht.de ist der deutschsprachige Newsletter rund um das Thema "Internet-Domains". Unser Redeaktionsteam informiert Sie regelmäßig donnerstags über Neuigkeiten aus den Bereichen Domain-Registrierung, Domain-Handel, Domain-Recht, Domain-Events und Internetpolitik.

Mit Bestellung des Domain-Recht Newsletter willigen Sie darin ein, dass wir Ihre Daten (Name und E-Mail-Adresse) zum Zweck des Newsletterversandes in unseren Account bei der Episerver GmbH, Wallstraße 16, 10179 Berlin übertragen. Rechtsgrundlage dieser Übermittlung ist Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe a) der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Sie können Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen, indem Sie am Ende jedes Domain-Recht Newsletters auf den entsprechenden Link unter "Newsletter abbestellen? Bitte einfach hier klicken:" klicken.

Seite 1 von 577
Top