Newsletter-Ausgabe #379: September 2007

Themen: Geblockt – Spamfilter und ihre Tücken | .eu (DotEU) – EURid suspendiert 10.000 Domains | Statistik – .com und .net stecken im Sommerloch | TLDs – Neues von .mobi, .cat und .cz | direstraits.com – Rockband gewinnt WIPO-Streit | gibraltar.com – US$ 360.000,- für Affenfelsen | .ch – Preise für schweizer Domains klettern | München – InternetWorld und Systems im Oktober

Geblockt – Spamfilter und ihre Tücken

Lieber Leserinnen und Leser,

viele von Ihnen haben es bemerkt: im Kampf gegen die Tücken von Spamfiltern sind wir in den vergangenen Monaten dazu übergegangen, problematische Begriffe durch Zeichen wie das „/“ zu trennen, also zum Beispiel se/x.com oder fre/eau/ction.com. Dieser Weg sollte sicherstellen, dass Sie den Newsletter auch tatsächlich wie gewohnt pünktlich in Ihrem Postfach finden. Leider hat sich jedoch in den vergangenen Wochen häufig gezeigt, dass auch die kreativsten Trennungen nicht halfen, am „Wachhund“ Spamfilter vorbeizukommen.

Wir haben uns daher entschieden, Domains künftig wieder unverändert zu lassen. Zum einen schließt es die Unmenge an Filtermöglichkeiten bei weit über 25.000 Lesern Woche für Woche aus, alle potentiell gefährlichen Begriffe ungeachtet ästhetischer Bedenken zu markieren. Zum anderen bastelt ICANN intensiv an Domain-Namen mit einer Vielzahl von Sonderzeichen, so dass schon bald Irrtümer bei den von uns verwendeten Schreibvarianten entstehen könnten.

Damit geben wir Ihnen ein Stück Verantwortung zurück. Die meisten Spamfilter erlauben es jedoch, bestimmte Absenderadressen auf eine so genannte „white list“ zu setzen, um sie so als vertrauenswürdig zu kennzeichnen und vor dem Filter zu schützen; weitere Informationen hierzu hält in aller Regel Ihr Mailprogramm bereit. Selbstverständlich hätten wir Ihnen auch gern unter spamfilter.de individuelle Lösungen präsentiert – leider findet sich die ultimative Lösung dort erst in Kürze. Verpassen können Sie übrigens nichts: die wichtigsten Meldungen aus dem Newsletter veröffentlichen wir jede Woche auch im Magazin-Teil von domain-recht.de – klicken Sie einfach mal rein!

Ihr
Daniel Dingeldey
Florian Hitzelberger
Florian Huber

Team domain-recht.de

.eu (DotEU) – EURid suspendiert 10.000 Domains

EURid, die in Brüssel ansässige zentrale Verwaltung der Europa-Domain .eu (dotEU), fährt bei der Einhaltung der Registrierungsregeln einen harten Kurs: wegen Zweifeln am Sitz der Inhaberin innerhalb der EU hat EURid mehr als 10.000 .eu-Domains vorläufig gesperrt.

Wie das Online-Magazin domainesinfo.fr berichtet, hat EURid vergangene Woche mehr als 10.000 Domains gesperrt, die sämtlich einer Dame namens Zheng Qingying gehören sollen. Unter den betroffenen Adressen befinden sich Domain-Namen wie ge-money-bank.eu, bankhaus-lampe.eu, a-cappella.eu und abc-wassersport.eu. Obwohl eine offizielle Begründung aussteht, steht der Vorwurf im Raum, dass Zheng Qingyin nicht über den für die Registrierung einer .eu-Domain erforderlichen Sitz innerhalb eines Mitgliedsstaates der EU verfügt. Zwar räumt EURid ein, dass jeweils sowohl eine Telefonnummer als auch eine Postanschrift in Grossbritannien angegeben sei; es sei jedoch allgemein bekannt, dass jedermann weltweit eine Telefonnummer in Grossbritannien erhalten könne. Verdächtig erscheint EURid auch der Umstand, dass die Inhaberin bereits in eine Vielzahl von Schiedsverfahren verstrickt war, darunter vornehmlich Verfahren wegen Markenrechtsverletzungen, welche unter anderem von der Degussa GmbH, der OSRAM GmbH und der Merck KGaA angestossen worden waren.

Nach weiteren Recherchen hat sich inzwischen der Verdacht erhärtet, dass ein Fall von Cybersquatting vorliegt. So scheint ein Grossteil der Adressen über den Registrar Buycool.com aus China angemeldet worden zu sein, wobei Zheng Qingying dort auffällig viele Familiennamen, Geschäftsbezeichnungen und generische Begriffe angemeldet hat. Gerade die Vielzahl von Banken-Domains macht es unwahrscheinlich, dass es sich um legitime Anmeldungen handelt. Zudem leiten viele Domains auf ein Parking-Angebot, eine Massnahme, die ein weiteres Indiz für Cybersquatting liefert. Einfach gestaltet sich der Sachverhalt indes nicht. Wie EURid bestätigt hat, hat Zheng Qingying vor einem Brüsseler Zivilgericht die Entscheidung auf Suspendierung der Domains angegriffen; eine Entscheidung soll bereits Anfang September 2007 fallen. Setzt sich EURid durch, dürfte eine Vielzahl attraktiver Adressen wieder frei werden.

> http://www.eurid.eu/

Registrierung von .eu-Domains möglich z.B. unter:
> http://www.united-domains.de/

Quelle: domainesinfo.fr

Statistik – .com und .net stecken im Sommerloch

Der August ist Ferienzeit, und auch bei den großen Domain-Verwaltungen dieser Welt ist etwas Ruhe eingekehrt: allen voran bei .com herrschte Flaute. in der Schweiz hat sich allerdings ein Glückspilz gefunden, der sich die einmillionste .ch-Domain schnappte.

Fast zwei Millionen Domains netto gewann .com im Juli 2007 hinzu, jetzt ging es rapide bergab. Um knapp 1,5 Millionen Adressen rauschten die Registrierungszahlen in den Keller, und liegen nun wieder unter der 70-Millionen-Grenze. Verstärkte Anzeichen, dass es sich hierbei um einen Trend handelt, gibt es jedoch nicht, so dass sich beim nächsten Mal schon wieder ein anderes Bild ergeben könnte. Doch bei .com-Verwalter VeriSign hat auch das zweite Pferd im Stall geschwächelt: während .net noch im Juli um fast 200.000 Domains zulegte, gibt es diesmal ein Minus von knapp 20.000 Domains. Damit dürfte man bei .de wieder einmal durchatmen, kam .net zuletzt doch sehr nahe an die bisher im Weltvergleich zweitplatzierte TLD heran.

Wenn wir schon bei .de sind – das deutsche Länderkürzel ist die grosse Ausnahme, und kann mit über 113.000 Domains netto über Durchschnitt zulegen. Auch .biz zeigt sich prächtig, und hat den sonst üblichen Monatszugewinn auf knapp 40.000 fast verdoppelt. Die Europa-Domain dotEU hat dagegen zum zweiten Mal die Marke von 2,5 Millionen Domains geknackt, und liegt aktuell bei 2,54 Millionen. Bei der im Jahr 2000 eingeführten Endung .info dürfte in den nächsten Tagen die Grenze von fünf Millionen Domains fallen, noch aber fehlen etwas über 50.000 Domain-Namen.

In der Schweiz ist das Rätsel um die einmillionste .ch-Domain geknackt: wie die zentrale Domain-Verwaltung SWITCH vergangene Woche bekannt gab, hat Laurent Schütz von der Feuerwehr Luzern die Jubiläumsdomain erwischt. Unter ez14.ch will Schütz künftig Fotos von Ausflügen mit seinen Feuerwehrkameraden ins Internet stellen. Die Gewinner der ausgelobten Geldpreise wurden inzwischen ebenfalls veröffentlicht, den Hauptpreis räumte Sophie Wempe aus Zürich ab. Mit der Registrierung der einmillionsten Domain weisen die Eidgenossen übrigens im internationalen Vergleich eine der höchsten Dichten an Domain-Namen auf; im Durchschnitt ist jeder zehnte Einwohner Inhaber einer .ch-Domain.

Die aktuellen Domain-Zahlen:
—————————-
.de – 11.239.298 – (Vergleich zum Vormonat: + 113.713)
.at – 790.801 – (Vergleich zum Vormonat: + 3.583)
.com – 69.715.178 – (Vergleich zum Vormonat: – 1.464.277)
.net – 10.017.465 – (Vergleich zum Vormonat: – 19.105)
.org – 6.074.157 – (Vergleich zum Vormonat: + 81.131)
.info – 4.942.441 – (Vergleich zum Vormonat: + 44.328)
.eu – 2.540.505 – (Vergleich zum Vormonat: + 36.383)
.biz – 1.817.254 – (Vergleich zum Vormonat: + 37.059)
.us – 1.296.650 – (Vergleich zum Vormonat: + 14.645)

insgesamt: 108.433.749 (Stand 1. August 2007)

Aktuelle Domain-Zahlen finden Sie unter:
> http://www.domain-recht.de/

Weitere Registrar-Statistiken finden Sie unter:
> http://www.registrarstats.com

Quelle: switch.ch, eigene Recherche

TLDs – Neues von .mobi, .cat und .cz

Ein buntes Paket an TLD-Meldungen haben wir diesmal für Sie zusammengestellt. Neues gibt es insbesondere von .mobi, bei der neue Werkzeuge zum Website-Test zur Verfügung stehen. Und auch bei .cat und .cz hat sich was getan.

DotMobi, Verwalter der Mobil-Domain .mobi, hat Version 2.0 seines Angebots ready.mobi online gestellt. Damit lässt sich die Qualität einer .mobi-Website testen und optimieren, so dass die Darstellung auf Mobilgeräten verbessert werden kann. Zudem hat CEO Neil Edwards das .mobi-Blog genutzt, um mit einer Reihe von Gerüchten aufzuräumen. So hat er Meldungen widersprochen, dass DotMobi nur eine grosse Geldmaschine sei; vielmehr würden die Investoren intensiv an neuen Angeboten wie etwa einem Telefonverzeichnis und einem Webkatalog arbeiten; Telecom Italia verkauft inzwischen Komplettpakete mit .mobi-Domain. Noch interessanter dürfte sein, dass DotMobi bereits in Kürze etwa 500 Premium-Domains zum Verkauf stellen wird, darunter auch sex.mobi. Die Auktionen sollen im September 2007 beginnen und bis Januar 2008 andauern. Einzelheiten folgen in den kommenden Wochen.

Die neue katalanische geoTLD .cat vermeldet für das erste Jahr seit Beginn der Registrierung 24.000 Domains. Aktuell sind etwa 23.600 .cat-Domains angemeldet. Jordi Iparaguirre vom Verwalter PuntCat bezeichnete das Ergebnis als „bemerkenswert“. Mit 55% entfällt der Grossteil der Anmeldungen auf Unternehmen, 30% auf Einzelpersonen und weitere 15% auf Behörden. Ob ICANN dagegen bewusst war, welche Geister man mit .cat rief, wird sich schon bald bei .vl zeigen. Nach unbestätigten Presseberichten steckt hinter der Bewerbung um eine eigene Endung für Flandern die nationalistische Jonge Vlamingen Vereinigung; diese verfolgt die Unabhängigkeit der Flamen von Belgien. Damit stellt sich das Problem, ob ICANN bei der Einführung neuer TLDs frei von politischen Einflüssen handelt und nur auf die Einhaltung formaler Kriterien pocht; jedoch bietet sich auch ein Ausweg: .vl ist nicht in der ISO-3166 Liste enthalten, so dass ICANN schon aus diesem Grund eine Bewerbung als ccTLD ablehnen könnte.

Die tschechische Domain-Verwaltung CZ NIC modernisiert ihr Registrierungssystem: zum 1. Oktober 2007 startet CZ NIC das so genannte „Distributed Next Generation Domain Administration“-System, kurz DSDng. Damit soll das Domain-Management und der Registrierungsprozess vereinfacht werden. An den Inhabern von .cz-Domains sollte dieser Prozess spurlos vorbeigehen, allerdings weist CZ NIC darauf hin, dass eine vorsorgliche Kontrolle der WHOIS-Daten nicht schaden könnte. Eine Website mit weiterführenden Informationen wird in Kürze online verfügbar sein.

Die .mobi-Tools finden Sie unter:
> http://ready.mobi/

Quelle: dotmobi.typepad.com, noticiasdot.com, vande-walle.eu, domainesinfo.fr

direstraits.com – Rockband gewinnt WIPO-Streit

Im UDRP-Streit um die Domain direstraits.com vor der WIPO (Case No. D2007-0778) trennte man wieder einmal die Spreu vom Weizen der Gleichen und Gleicheren. Der zuständige Richter der WIPO legte die UDRP ein wenig aus – wie das von Anbeginn üblich ist.

Vergangene Woche hatten wir in den sechs Tipps für WIPO-Verfahren noch erklärt, das dahinter stehende Regelungswerk, die UDRP (Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy), schütze lediglich Markenrechte. So steht es auch in der Policy 4. a. (i): „your domain name is identical or confusingly similar to a trademark or service mark in which the complainant has rights“. Mit „trademark or service mark“ sind eingetragene Marken bezeichnet. Doch hin und wieder sahen die streitbeilegenden Richter, die Panels, die Sache etwas anders und gingen über den von der UDRP gesetzten Rahmen hinaus. Da gab es bereits in den ersten Tagen anlässlich der Entscheidung vom 29.05.2000 zu juliaroberts.com die Überlegung, dass über die ursprünglich geforderte eingetragene Marke, sei es für Waren oder Dienstleistungen (service mark), hinaus auch für common law-Marken, also Benutzungsmarken, die gerade nicht eingetragen sind, die Regelungen der UDRP anwendbar sein sollen. Das Panel meinte seinerzeit, die Registrierung des Namens als Marke sei nicht notwendig, da der Name ausreichende zweitrangige Verbindungen zur Antragstellerin habe und diese Inhaberin einer entsprechenden Benutzungsmarke sei. Diese Rechtsprechung wird seit Jahren kritisiert, nicht zuletzt, weil es das Verfahren unsicher macht, insoweit als nur schlecht absehbar ist, wie weit die Auslegung der UDRP noch gehen kann. Doch mittlerweile ist diese Rechtsprechung etabliert.

Mit direstraits.com liegt nun wieder eine aktuelle Entscheidung vor, die nochmals bei einer bekannten Persönlichkeit, in diesem Falle die Rockband Dire Straits, diese vertreten durch die Dire Straits (Overseas) Limited, die die Rechte der Band verwaltet, zeigt, dass man auch ohne eingetragene Marke über ein UDRP-Verfahren Domain-Grabbern das Handwerk legen kann.

Die Dire Straits (Overseas) Limited, die die Rechte der bekannten Rockband Dire Straits inne hat, stellte hier den Antrag. Das Panel der WIPO vermochte keine eingetragene Marken unter dem Begriff „Dire Straits“, deren Inhaber die Band oder deren Rechtewahrer sind, festzustellen. Gegner war Alberta Hot Rods, ein bekannter Kunde der WIPO, der bereits in früheren Verfahren Gegner war, wie etwa im Streit um tomcruise.com (Case No. D2006-0560) und um kevinspacey.com (Case No. D2000-1532). Unter der Domain direstraits.com betrieb er ein Portal, das er auch geschäftsmässig nutzte.

Die Dire Straits Ltd. wusste zunächst darzustellen, dass die Band sehr bekannt ist, und damit der Namen Schutz genießt und als Benutzungsmarke geschützt ist. Mit dieser Benutzungsmarke sei, so die Antragstellerin, die Domain identisch. Das Problem der fehlenden eingetragenen Marke war der Antragstellerin bekannt, weshalb auf die zahlreichen UDRP-Entscheidungen verwiesen wurde, die in vergleichbar gelagerten Fällen die Domain den Namensträgern zusprachen: Celine Dion, Jeffrey Archer, Michael Crichton, Julie Brown, Kevin Spacey, Bruce Springstein, Larry King, Pamela Anderson und andere.

Der Gegner antwortete auf die Vorwürfe nicht. So konnte das Panel kurzerhand zur Prüfung übergehen und bestätigte die Vorwürfe der Antragstellerin. Panelist Desmond J. Ryan ließ sich dahin überzeugen, dass Dire Straits nicht nur ein Bandname, sondern tatsächlich auch eine Benutzungsmarke ist. Mithin bestand die notwendige Identität zwischen Domain und der Marke. Der Gegner hatte seinerseits keine Rechte zur Nutzung der Domain nachgewiesen. Schließlich ist der Gegner als berüchtigter Serien-Cybersquatter, der Namen von berühmten Persönlichkeiten als Domains registriert und geschäftlich nutzt, gerichtsbekannt. Dieses missbräuchliche Verhalten galt auch für direstraits.com, die er in böser Absicht nutzte. Freilich trug sich Richter Ryan dabei auch mit der Überlegung verspäteter Antragstellung: immerhin war die Domain bereits seit 1996 registriert und die Antragstellerin meldete sich nun elf Jahre später. Doch aufgrund des notorisch rechtswidrigen Verhaltens des Antragsgegners war der sehr späte Antrag entschuldbar, zumal der Gegner durch die Verspätung keine Nachteile hat und sich ihrerseits nicht negativ auf das Recht der Antragstellerin auswirkt. Mithin konnte Desmond J. Ryan am 17.08.2007 den Transfer der Domain anordnen.

Die WIPO-Entscheidung zu direstraits.com findet man unter:
> http://short4u.de/46def3a303ed3

Die WIPO-Entscheidung zu juliaroberts.com findet man unter:
> http://short4u.de/46def3b57745b

Die UDRP findet man unter:
> http://www.icann.org/udrp/udrp-policy-24oct99.htm

Spezialisierte Anwälte findet man unter:
> http://www.domain-anwalt.de

Quelle: wipo.int, eigene Recherche

gibraltar.com – US$ 360.000,- für Affenfelsen

Die vergangene Domain-Handelswoche lieferte mit gibraltar.com zum Preis von US$ 360.000,- (ca. EUR 264.628,-) wieder Domains hoher Qualität, die sich auch auf kaum bekannte Endungen auswirkte.

Unter den Länderendungen setzte sich .de mit nail4you.de für hervorragende EUR 10.000,- und zahlreichen weiteren Domains in Szene. Die reichten von iradio.de für EUR 4.000,- und fundsdiscount.de zu EUR 3.950,- über mikrocontroller.de zu EUR 3.000,- und kuhmilch-allergie.de für EUR 2.500,- bis hinunter zu gehtdoch.de für EUR 2.380,- und tvchat.de für EUR 1.900,-. Einige weitere kleine Geschäfte gab es noch:

envive.de – US$ 2.490,- (ca. EUR 1.830,-)
bearcher.de – EUR 1.750,-
tacky.de – EUR 1.500,-
fachartikel.de – EUR 1.500,-

Die zweitteuerste Länderdomain kam aus den USA: add.us kostete US$ 10.000,- (ca. EUR 7.351,-). Wie immer gut präsent war die britische Endung, diesmal mit leftfield.co.uk für GBP 4.113,- (ca. EUR 6.091,-), mybag.co.uk zu US$ 2.000,- (ca. EUR 1.470,-) und freecurry.co.uk zu GBP 1.000,- (ca. EUR 1.481,-). Ebenfalls stattlich zeigte sich diesmal die europäische Endung mit costacruises.eu für EUR 5.750,-, connectsystems.eu für GBP 2.000,- (ca. EUR 2.962,-) und oogartsen.eu für EUR 1.500,-.

Einige seltene und neue Gäste konnten diesmal verzeichnet werden. So kam aus Grenada www.gd und erzielte runde US$ 3.000,- (ca. EUR 2.205,-). Aus Pakistan kam radio.pk für EUR 2.200,-, aus dem bekannten Tuvalu oral.tv für US$ 2.850,- (ca. EUR 2.095,-) und aus West-Samoa superman.ws für US$ 2.050,- (ca. EUR 1.507,-).

Weiter Länderdomaingeschäfte waren:

truveo.ca – US$ 5.000,- (ca. EUR 3.675,-)
inventor.ca – US$ 4.000,- (ca. EUR 2.940,-)
archery.ca – US$ 2.600,- (ca. EUR 1.911,-)
lz.ca – US$ 2.000,- (ca. EUR 1.470,-)

body.at – EUR 1.600,-
utopia.at – EUR 1.500,-

Zurückhaltung übten wieder einmal die neuen generischen Endungen, unter denen diesmal .biz mit carlsbad.biz zu US$ 8.250,- (ca. EUR 6.064,-) die Lanze brach. Der Konkurrent .info wies mit yes.info für US$ 3.300,- (ca. EUR 2.426,-) keine bejahende Zukunft. Unter .mobi herrschten ruhige Bedingungen:

crm.mobi – US$ 3.733,- (ca. EUR 2.744,-)
welt.mobi – EUR 2.000,-
sexybody.mobi – US$ 2.500,- (ca. EUR 1.838,-)

Die älteren generischen Endungen zeigten stabile Preise bei sehr guten Begriffen wie number.net zu US$ 16.000,- (ca. EUR 11.761,-), vienna.net für US$ 15.000,- (ca. EUR 11.026,-), sprachen.net für EUR 8.650,- und weiteren treffenden Domain-Namen:

freiheit.org – US$ 8.300,- (ca. EUR 6.101,-)
projectors.net – US$ 8.000,- (ca. EUR 5.881,-)
statenisland.org – US$ 7.100,- (ca. EUR 5.219,-)
jew.info – EUR 5.100,-
netseer.net – US$ 5.000,- (ca. EUR 3.675,-)
don.net – US$ 5.000,- (ca. EUR 3.675,-)
wunderkind.net – US$ 4.000,- (ca. EUR 2.940,-)
vita.org – US$ 3.700,- (ca. EUR 2.720,-)
vetra.net – US$ 3.688,- (ca. EUR 2.711,-)
carseats.net – US$ 3.500,- (ca. EUR 2.573,-)
itop.net – US$ 3.288,- (ca. EUR 2.417,-)
resources.org – GBP 1.375,- (ca. EUR 2.036,-)

Schließlich – wie fast ausnahmslos – der Glanzpunkt von .com, diesmal mit der bei Sedo gehandelten gibraltar.com, die nicht weniger als US$ 360.000,- (ca. EUR 264.628,-) an Land zog und nun spanisch wurde. Es folgten mit rey.com zu US$ 80.000,- (ca. EUR 58.806,-) und spend.com für US$ 77.000,- (ca. EUR 56.601,-) sowie sub.com für US$ 71.000,- (ca. EUR 52.191,-) drei weitere sehr gute und hochpreisige Domains. Auch was sich sonst unter .com tummelte, konnte sich sehen lassen:

capitaldevelopment.com – US$ 45.840,- (ca. EUR 33.696,-)
badboys.com – US$ 45.000,- (ca. EUR 33.079,-)
witnessing.com – US$ 33.500,- (ca. EUR 24.625,-)
wetdreams.com – US$ 32.500,- (ca. EUR 23.890,-)
webserve.com – US$ 31.000,- (ca. EUR 22.787,-)
meister.com – US$ 30.000,- (ca. EUR 22.052,-)
efficientlight.com – US$ 28.900,- (ca. EUR 21.244,-)
mfb.com – US$ 26.500,- (ca. EUR 19.480,-)
vmw.com – US$ 20.000,- (ca. EUR 14.702,-)
gutter.com – US$ 20.000,- (ca. EUR 14.702,-)
babla.com – US$ 20.000,- (ca. EUR 14.702,-)
flybook.com – EUR 14.000,-
icoach.com – US$ 19.000,- (ca. EUR 13.966,-)
rsu.com – GBP 9.200,- (ca. EUR 13.625,-)
herbalvaporizer.com – US$ 16.000,- (ca. EUR 11.761,-)
wml.com – US$ 15.600,- (ca. EUR 11.467,-)
meatsmoker.com – US$ 15.000,- (ca. EUR 11.026,-)
eject.com – EUR 10.000,-

Weitere Domain-Preise finden Sie unter:
> http://www.domain-spiegel.de

Quelle: dnjournal.com, sedo.de, domainnamewire.com

.ch – Preise für schweizer Domains klettern

Glückliche Schweiz, Deine Domain-Händler haben es einfach besser. Nicht nur vermeldet die zentrale schweizer Domain-Verwaltung SWITCH dieser Tage die Registrierung der millionsten .ch-Domain; nach einer Analyse der Handelsbörse Sedo GmbH in Köln zeichnet sich auch ein besseres Preisverhältnis beim Verkauf im Zweitmarkt, dem Domain-Handel, gegenüber .de-Domains ab.

Man könnte jetzt darauf verfallen zu sagen, .ch-Domains sind rarer, das rechtfertigt den um 30% höheren Wiederverkaufswert der Domain-Namen. Doch das Schöne bei den schweizer Domain-Namen ist, nicht alles, was unter .de registriert ist, ist auch unter .ch schon besetzt. Es stehen sich eine Million .ch-Domains und gut neun Millionen .de-Domains gegenüber.

Sedo.de analysierte die eigenen Daten und kam zu dem Ergebnis, dass schweizer Domains mehr denn je gehandelt werden, mit einer Steigerungsrate von zur Zeit 130% im Jahr, angefangen bei 345 .ch-Domains im Jahr 2003 bis heute. Das Handelsvolumen beträgt bisher insgesamt EUR 582.163,-. Leider gibt Sedo da keinerlei Vergleichsdaten; interessant wäre ein direkter Vergleich mit dem Anstieg der Verkaufszahlen von .de-Domains und den dortigen Vergleichszahlen.

Verglichen werden aber die durchschnittlichen Domain-Preise. Und da schneidet .ch erheblich besser ab als .de. Der Durchschnittspreis der .ch-Domain liegt bei etwa EUR 1.671,- und damit deutlich über dem der .de-Domain von rund EUR 1.280,-. Bemerkenswerte .ch-Verkäufe sind etwa heidi.ch (EUR 11.000,-), bildung.ch für (EUR 10.000,-) und ski.ch für EUR 7.000,-. Der bisher teuerste .ch-Verkauf lag bei EUR 75.000,-, wobei der Name der Domain vertraulich behandelt wird.

Quelle: sedo.de

München – InternetWorld und Systems im Oktober

Wie in jedem Jahr seit 2004, so findet auch diesmal die InternetWorld im Oktober in München statt, die Messeveranstaltung und Kongress in einem ist. Parallel dazu lädt auch – und zwar für zwei Tage länger – die SYSTEMS ein, Fachmesse und Kongress für die Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche.

Ja, und worum gehts? Die InternetWorld gilt als der Branchenevent für Internet-Professionals, und ist „Treffpunkt für die Top-Entscheider auf Anbieter- und Anwenderseite.“ Seit 2004 trifft man sich in München und nun erstmals im Internationalen Congress Center München, kurz ICM. Mit der Messe findet auch der InternetWorld Kongress statt, zu dem mehr als 100 Referenten geladen sind und in insgesamt fünf parallelen Konferenzen zu Wort kommen. „Auch der Kongress deckt thematisch sämtliche für Internet-Professionals relevanten Themen ab.“ Gut zu wissen: die Schwerpunkte liegen im Bereich Online-Marketing (Performance Marketing, Targeting Marketing) und Online-Werbung im Web 2.0 (Online Marketing Trends), sowie E-Commerce (Technologien, E-Payment, E-Commerce Märkte) und E-Commerce im Web 2.0 (E-Commerce Konzepte und Strategien), und weitere brisante und „aktuellste“ Themen.

Die Systems öffnet vom 23. bis 26. Oktober 2007 in München wieder einmal ihre Tore, das ist aufgrund einer Neustrukturierung ein Tag weniger als sonst. „Sie ist die führende Business-to-Business-Messe für IT, Media und Communications in München“ und „vermittelt mit ihrer lösungs- und themenorientierten Messestruktur Sicherheit und Transparenz für die Investitionsplanung ihrer Besucher“. Daneben findet zum zweiten Mal die Open Source Konferenz statt, die sich mit praxisorientierten Themen an mittelständische Unternehmen und die öffentliche Verwaltung in Kommunen und Behörden wendet.

Die Anmeldung zum InternetWorld Kongress erfolgt online. Die Kosten für die Kongressteilnahme beginnen ab EUR 520,-. Teilnehmer des Kongresses erhalten außerdem ein Ticket für die SYSTEMS.

Weitere Informationen und das Kongressprogramm findet man unter:
> http://www.internetworld-kongress.de

Anmelden kann man sich unter:
> http://www.internetworld-kongress.de/anmeldung.html

Weitere Informationen zur SYSTEMS findet man unter:
> http://www.systems-world.de

Das Programm der Oben Source Konferenz findet man unter:
> http://short4u.de/46deeeeaa6413

Quelle: internetworld.de, Penton Media GmbH, eigene Recherche

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