Newsletter-Ausgabe #369: Juni 2007

Themen: business.com – Rekord-Domain erneut vor Verkauf | .at – Ansturm auf Zifferndomains bleibt aus | Update – Neues von .asia, .berlin und .dk | Forenhaftung – Entscheidungsgründe zu meinprof.de | New York – Rekord-Erlöse bei der T.R.A.F.F.I.C. | Übernahmewelle – Sedo schnappt sich GreatDomains | Juli – 2. Starnberger IT-Forum zum Thema „eMail“

business.com – Rekord-Domain erneut vor Verkauf

Wer die Goldgräberzeit des Dotcom-Booms verpasst hat, für den tut sich eine wohl einmalige Chance auf: business.com, der Inbegriff der Rekord-Domain aus den Anfangstagen des Domain-Handels, steht zum Verkauf. Kaufinteressenten sollten sich jedoch darauf einstellen, ihr Sparkonto zu plündern.

Im Jahr 1999, der Domain-Handel steckte noch in den Kinderschuhen und Warnungen vor einem Platzen der Dotcom-Blase wurden müde belächelt, wagten Jake Winebaum und Sky Dayton das grosse Ding: Für die damalige Rekordsumme von US$ 7,5 Millionen erwarben sie die Domain business.com – eine Summe, die bis dato nur von se/x.com (US$ 12 Mio.) und po/rn.com (US$ 9,5 Mio.) übertroffen wurde. Damals noch oft Zielscheibe von Spott, haben sie die Domain inzwischen zu einem bekannten Suchportal mit nach eigenen Angaben über 30 Millionen Besuchern monatlich und tausenden von Werbekunden entwickelt, und mit work.com um ein weiteres Suchportal im Web 2.0-Stil ergänzt. Und dieses Unternehmen samt Domains soll jetzt über die Credit Suisse versteigert werden.

Ganz so günstig wie 1999 wird es diesmal aber nicht. Insider erwarten einen Kaufpreis irgendwo zwischen US$ 300 und 400 Mio. Zum Paket zählt dabei allerdings wie gesagt nicht nur die Domain, sondern das gesamte dahinterstehende Unternehmen. Dessen Zahlen können sich sehen lassen: im Jahr 2007 hat das in Santa Monica ansässige Unternehmen bisher einen Gewinn vor Steuern von etwa US$ 15 Mio. erzielt, und seinen Besucherstrom (Traffic) im ersten Quartal 2007 um über 50% gegenüber dem Vorjahr steigern können. Ein Faktor 24 des derzeitigen Cash Flows zur Bemessung des Kaufpreises gilt allgemein als realistisch. Zu den Interessenten gehören nach Angaben des Wall Street Journals unter anderem Dow Jones & Co. und New York Times Co., zwei namhafte Medienunternehmen.

Zum zweiten Mal richtig ärgern dürfte sich ein namentlich nicht bekannter Londoner. Er hatte die Domain im Jahr 1997 für US$ 150.000,- an den Domainer Marc Ostrofsky verkauft, der sie dann zwei Jahre später für US$ 7,5 Millionen (in Aktien, nicht in bar, wie häufig gemeldet) weiterveräusserte. Es bleibt ihm allenfalls der Trost, dass die Wertsteigerung im wesentlichen auf die Weiterentwicklung der Inhalte und weniger die Domain zurückzuführen ist.

> http://www.business.com

Quelle: wsj.com, theregister.co.uk

.at – Ansturm auf Zifferndomains bleibt aus

Der Ansturm auf die neu eingeführten Zifferndomains unter der österreichischen Top Level Domain .at fiel bisher mau aus. Warum die Vergabestelle Nic.at gleichwohl allen Anlass hat, optimistisch in die Zukunft zu blicken, verriet ihr Geschäftsführer Richard Wein in einem aktuellen Interview.

„Ein Knaller waren die Zifferndomains jedoch nicht“ – mit diesen offenen Worten beschrieb Nic.at-Geschäftsführer Richard Wein in einem Interview mit pressetext.austria die Situation rund um die im September des letzten Jahres eingeführten, reinen Zahlendomains. Gerade einmal ca. 1.500 dieser Domains sind derzeit registriert, was die eigenen hoch gesteckten Erwartungen bisher zumindest nicht erfüllen kann. Die grundsätzliche Entscheidung, Zifferndomains zuzulassen, hält Wein jedoch unverändert für sinnvoll und richtig, zumal keine technischen Hürden bestehen, die dagegen sprechen – eben dieses Argument wird von der deutschen Domain-Verwaltung DENIC eG gegen die Einführung dieser (unter .com oder .net selbstverständlichen) Adressen ins Feld geführt. Das Wachstumspotential von .at hält Wein im übrigen für noch nicht ausgereizt: vor kurzem wurde die 750.000ste Domain registriert, und Monat für Monat legt die Landesendung der Alpenrepublik um zweistellige Prozentwerte hinzu. Für das Jahr 2009 rechnet man mit der millionsten .at-Domain.

Klare Position bezog Wein auch in der aktuellen Debatte zwischen Nic.at und der britischen Anti-Spam-Organisation Spamhaus.org. Diese hatte die Nic.at-Mailserver in ihre Spamhaus Block List (SBL) aufgenommen, nachdem man Nic.at zuvor aufgefordert hatte, etwa 80 .at-Domains, die angeblich von der russischen Cybercrime-Gang „Rock Phish“ betrieben werden und unter dem Verdacht stehen, für Phishing-Zwecke missbraucht zu werden, zu löschen. Nic.at verwies auf die geltende Rechtslage, wonach man einen Vertrag mit dem Domain-Inhaber betreffend eine Domain habe, in Phishing-Fällen die Domain-Namen selbst jedoch keine Rechtsverletzungen darstellen. Ob gegen die Sperrung, die zur Blockierung des Mailverkehrs führt und so erheblichen Schaden anrichten kann, vorgegangen wird, prüft Nic.at derzeit juristisch, um ein Einlenken von Seiten Spamhaus´ zu erwirken. Wein unterstrich, dass Nic.at die streitigen Domains bisher weder gelöscht noch gesperrt hat.

Für die Zukunft sieht Wein vor allem in internationalen Domain-Namen (IDN) erhebliches Potential, gerade in Boomländern wie China, Indien oder Russland. Und nicht zuletzt das Massenübel Spam muss bekämpft und unter Kontrolle gebracht werden. An Arbeit wird es Nic.at, die sich nicht zuletzt durch die Entwicklungen rund um die ENUM-Domains einen internationalen Ruf erarbeitet hat, also auch in Zukunft nicht mangeln.

> http://www.nic.at

Stellungnahmen zur Spamhaus-Debatte finden Sie unter:
> http://tinyurl.com/37fxwh
> http://tinyurl.com/3bsucm

Quelle: pressetext.de, intern.de

Update – Neues von .asia, .berlin und .dk

Unser TLD-Update steht diesmal im Zeichen neuer Domain-Namen: während .asia den Rahmen für ihre Einführung abgesteckt hat, kämpft .berlin mit politischem Widerstand. In Dänemark dagegen brechen für Cyberpiraten schwere Zeiten an.

Die neue Asien-Domain .asia hat den vorläufigen Zeitplan für die Startphase bekanntgegeben. Demnach startet die erste von insgesamt drei Phasen im Oktober 2007; sie ist reserviert für Regierungen, die ihre Domains bevorzugt anmelden dürfen. Ebenfalls im Oktober 2007 beginnt Phase 2, in der je nach Priorität die Inhaber eingetragener Marken zum Zug kommen. In Phase 3, die im November 2007 stattfinden soll, können dann schließlich eingetragene Unternehmen und Organisationen ihren Namen bevorrechtigt anmelden, noch bevor am 8. Februar 2008 die allgemeine Landrush-Phase beginnt. Die allgemeine Registrierung nach dem Grundsatz „first come, first served“ ist dann voraussichtlich ab März 2008 möglich. Betreiber DotAsia hat inzwischen auch seine Website grundlegend überarbeitet und zahlreiche Informationen zusammengestellt. Verbindliche Vorbestellungen sind derzeit jedoch noch nicht möglich.

In der Diskussion um die Einführung einer neuen geoTLD .berlin schlägt der Bewerberin dotBERLIN GmbH & Co. KG der Gegenwind immer heftiger ins Gesicht. Nachdem der rot-rote Senat in der Hauptstadt angekündigt hat, die Initiative nicht zu unterstützen, nannte Senatssprecher Michael Donnermeyer die Hartnäckigkeit der dot.Berlin-Macher im Interview mit dem Online-Magazin heise.de „naiv“ und „nicht ganz lauter“. Versuche, die negative Entscheidung des Senats über das Abgeordnetenhaus zu umgehen, haben nach Einschätzung von Donnermeyer kaum Aussicht auf Erfolg, da sie den Senat nicht binden würden. Der Senat sieht sich vielmehr unverändert veranlasst, Schaden von der Stadt abzuwenden, der durch .berlin und Webadressen wie por/no.berlin droht. Da wird es wohl wenig nützen, dass dotBERLIN vergangene Woche für die Bemühungen um mehr lokale Identität im weltweiten Netz immerhin den eco Internet Award 2007 erhalten hat.

Die dänische Domain-Verwaltung DK Hostmaster verschärft ihren Kampf gegen Typosquatter: beginnend ab 1. Juli 2007 können Domain-Namen von der Registry suspendiert werden, wenn drei Voraussetzungen vorliegen: es muss ein offensichtliches Risiko gegegeben sein, dass Internetnutzer durch die Domain fehlgeleitet werden, der Inhaber der Domain hat keine Kennzeichenrechte an dem Begriff und der Inhaber steht im Verdacht, selbst oder über nahestehende Dritte andere Tippfehlerdomains registriert zu haben. Bevor die Registry ihre Entscheidung trifft, erhält der Inhaber Gelegenheit, binnen 72 Stunden zu dem Vorwurf des Typosquattings Stellung zu nehmen. Bleibt eine Antwort aus oder überzeugt sie nicht, wird die Domain zunächst suspendiert; geht der Inhaber hiergegen nicht im Rahmen eines Schiedsverfahrens vor, wird sie binnen weitere vier Wochen gelöscht. Angesichts des Interpretationsspielraums der drei Kriterien wird jedoch abzuwarten sein, ob sich dieses Instrument in der Praxis bewährt.

Weitere Informationen zu .asia finden Sie unter:
> http://www.dotasia.org/

Weitere Informationen zu .berlin finden Sie unter:
> http://www.dotberlin.de/

Weitere Informationen zu .dk finden Sie unter:
> http://www.dk-hostmaster.dk/

Quelle: domaine.blogspot.com, heise.de, eigene Recherche

Forenhaftung – Entscheidungsgründe zu meinprof.de

Vor wenigen Wochen berichteten wir von der Entscheidung des LG Berlin zur Forenhaftung (Urteil vom 31.05.2007, Az. 27 S 2/07). Mittlerweile hat das Gericht die Entscheidungsgründe vorgelegt. Sie geben beredte Auskunft darüber, wie weit man in einem Forum gehen kann, und dass man die Störerhaftung nicht überstrapazieren sollte.

Auf dem Hochschulforum meinprof.de, bei dem Studierende ihre Dozenten anhand verschiedener Kriterien bewerten dürfen, bezeichneten Studenten einen Professor einer Fachhochschule in Brandenburg im Zuge der Lehrveranstaltungsbewertung als „Psychopath“ und „echt das Letzte“. Die Forenbetreiber, davon in Kenntnis gesetzt, beseitigten die Bewertung umgehend. Gleichwohl forderte der bewertete Professor die Forenbetreiber auf, darüber hinaus eine strafbewährte Unterlassungserklärung abzugeben, was die Forumsbetreiber jedoch ablehnten.

Daraufhin wandte sich der bewertete Professor an die Gerichte, und war vor dem Amtsgericht Tiergarten erfolgreich. Gegen die Entscheidung legten die beklagten Forenbetreiber Rechtsmittel ein. Das Landgericht Berlin gab dann den Beklagten Recht, und wies den Anspruch auf Abgabe der Unterlassungserklärung zurück. Die Gründe sind mannigfaltig. Das Landgericht hatte bereits mit dem Antrag des Klägers Schwierigkeiten, denn der war aus Sicht des Gerichts teilweise nicht hinreichend bestimmt und damit die Klage eigentlich schon unzulässig: Der vom Kläger gestellte Antrag sei, abgesehen von den darin genannten konkret beanstandeten Äußerungen, so abstrakt wie ein gesetzlicher Verbotstatbestand gefasst. Einen solchermaßen unbestimmten Antrag könne das Gericht nicht prüfen und nicht über ihn entscheiden; es liefe darauf hinaus, dass das Vollstreckungsgericht entscheide, was der Beklagte darf und was nicht. Davon abgesehen könne allerdings auch keineswegs von einer Schmähkritik die Rede sein. Die mit der Klage angegriffenen Meinungsäußerungen seien zulässig und überschritten die Grenze zur Schmähkritik nicht.

Zudem sei auch die Beklagte nicht der richtige Gegner. Denn von Dritten, die eine rechtswidrige Beeinträchtigung lediglich objektiv durch ihr Handeln unterstützen wie durch Bereitstellung eines Forums, darf durch eine Störerhaftung nichts Unzumutbares verlangt werden. Der Haftung als Störer geht voraus, dass er zumutbare Prüfpflichten verletzt hat. Die Art der zumutbaren Prüfpflichten sei von Fall zu Fall unterschiedlich. Doch hier liege keine Verletzung von Prüfpflichten vor. Dem Betreiber eines Onlineportals mit Meinungsforum ist es nach Ansicht des Gerichts nicht zumutbar, sämtliche Einträge auf ihren Inhalt zu überprüfen, denn praktisch wäre das nicht durchführbar. Und nur weil in den Nutzungsbedingungen geregelt ist, dass sich die Forumsbetreiber die Löschung von rechtswidrigen Einträgen vorbehalten, löst dies keine allgemeine Prüfpflicht aus. Die zumutbare Prüfpflicht ergibt sich erst mit der Abmahnung wegen konkreten Persönlichkeitsverletzungen, die in Bezug auf bestimmte vermittelte Inhalte geltend gemacht werden. Der Forenbetreiber muss dann nicht das gesamte Forum durchsuchen, sondern kann auf den konkreten Beitrag zugreifen und ihn auf seine Rechtmäßigkeit prüfen, was ihm zumutbar ist. Die Beklagte hat hier die jeweiligen Beiträge nach Hinweis und Prüfung unverzüglich aus dem Forum genommen. Mithin ist ihr nichts vorzuwerfen.

Das LG Berlin gibt mit seiner Entscheidung ein wenig die richtige Richtung vor, die Störerhaftung darf nicht überstrapaziert werden. Die Rechtsprechung hat vergessen, worum es bei alle dem wirklich geht: Wer die Inhalte tatsächlich schafft, muss dafür einstehen; er ist der Verursacher, und er hat auch Zugriff auf die von ihm selbst geschaffenen Daten. Dr. Volker Kitz hat dies erst vor wenigen Tagen eindringlich anlässlich des @kit-Kongress 2007 in Potsdam nochmals deutlich gemacht. Die ebenbürtige Haftung des Forenbetreibers als Herr des Angebots, wie das kürzlich der Bundesgerichtshof vertreten hat, ist nicht opportun, soweit der Verletzer dem Verletzten bekannt ist oder der Verletzte sich diese Kenntnis verschaffen kann.

Die Entscheidung des LG Berlin findet man unter:
> http://blog.meinprof.de/files/20070625_LG_Berlin_Urteil.pdf

Weitere Informationen unter
> http://blog.meinprof.de/articles/2007/06/25/urteilsbegruendung

Spezialisierte Anwälte findet man unter:
> http://www.domain-anwalt.de

Quelle: myprof.de, eigene Recherche

New York – Rekord-Erlöse bei der T.R.A.F.F.I.C.

Vergangene Woche fand erstmals in New York das Domainertreffen T.R.A.F.F.I.C statt. Und wie Mitorganisator Rick Schwarz richtig prophezeit hatte, ergaben die Domain-Versteigerungen einen Gesamtwert von über US$ 10 Mio., den bisher höchsten Wert im Rahmen einer Domain-Versteigerung. Bis die Geschäfte alle ordentlich abgewickelt sind, werden noch einige Wochen vergehen.

Mit jeder T.R.A.F.F.I.C-Konferenz steigerten die Veranstalter von Targettraffic.com alles: das Ambiente, die Stimmung, die Domains und die Domain-Preise. Allerdings sind die am besten verkäuflichen Domains nun mal solche mit generischen Endungen, und die Veranstaltung ist wesentlich auf den US-amerikanischen Markt ausgerichtet, weshalb lediglich zwei Domains mit Länderendung versteigert wurden, beide mit der Endung .us. Doch zumindest für nashville.us war das Gebot von US$ 23.000,- (ca. EUR 17.082,-) äußerst erfolgreich, dagegen waren die gasolineprices.us mit US$ 6.000,- (ca. EUR 4.456,-) recht niedrig.

Unter den generischen Endungen tummelte sich der Newcomer .mobi mit lediglich zwei Zuschlägen, erstere davon mortgages.mobi, die vor acht Monaten noch US$ 10.500,- kostete und nun für US$ 25.000,- (ca. EUR 18.568,-) einen neuen Inhaber fand. Weniger erzielte laptops.mobi mit US$ 4.750,- (ca. EUR 3.528,-). Auch im Bereich von .info und .biz tat sich kaum etwas. Aber wie schon die Endung .us zeigte, waren Städtenamen von Interesse, und manhattan.info war einem Bieter nette US$ 21.000,- (ca. EUR 15.597,-) wert, gefolgt von houston.info für US$ 17.000,- (ca. EUR 12.626,-); vor erst drei Jahren kostete houston.info noch schlappe DM 4.000,-. Schließlich gab es mortgages.biz zum Gebot von US$ 15.000,- (ca. EUR 11.141,-).

Deutlich interessanter werden die Zahlen allerdings bei .net- und .org-Domains. Mit houses.net zum Preis von US$ 75.000,- (ca. EUR 55.703,-) setzt sich .net schnell deutlich von der Konkurrenz ab, und zeigt auch gleich mit laptop.net für US$ 40.000,- (ca. EUR 29.708,-), wo der Unterschied zu .mobi liegt. Auch das höchste Gebot für eine .org liegt weit über dem, was die jungen generischen Endungen zu bieten hatten:

wrestling.org – US$ 30.000,- (ca. EUR 22.281,-)
freestuff.net – US$ 28.000,- (ca. EUR 20.796,-)
highspeed.net – US$ 27.000,- (ca. EUR 20.053,-)
toy.net – US$ 26.000,- (ca. EUR 19.310,-)
comedy.net – US$ 25.000,- (ca. EUR 18.568,-)
mt.org – US$ 25.000,- (ca. EUR 18.568,-)
villas.net – US$ 25.000,- (ca. EUR 18.568,-)
ft.net – US$ 22.500,- (ca. EUR 16.711,-)
surgeon.net – US$ 21.000,- (ca. EUR 15.597,-)

Sagenhafte Preise erzielten wieder einmal .com-Domains. Für kreditwürdige US$ 3.000.000,- (ca. EUR 2.228.100,-) ersteigerte jemand die Domain cre/ditcheck.com. Und als sei das nicht schon genug, erzielte die Domain seniors.com mit US$ 1.800.000,- (ca. EUR 1.336.860,-) ebenfalls einen siebenstelligen Betrag. Darüber hinaus erhielten weitere 14 .com-Domains im sechsstelligen US$-Bereich den Zuschlag:

cardiology.com – US$ 550.000,- (ca. EUR 408.485,-)
bald.com – US$ 400.000,- (ca. EUR 297.080,-)
carsales.com – US$ 400.000,- (ca. EUR 297.080,-)
text.com – US$ 300.000,- (ca. EUR 222.810,-)
locals.com – US$ 250.000,- (ca. EUR 185.675,-)
spices.com – US$ 220.000,- (ca. EUR 163.394,-)
clock.com – US$ 175.000,- (ca. EUR 129.973,-)
psychologists.com – US$ 160.000,- (ca. EUR 118.832,-)
megayachts.com – US$ 150.000,- (ca. EUR 111.405,-)
charters.com – US$ 140.000,- (ca. EUR 103.978,-)
blogging.com – US$ 135.000,- (ca. EUR 100.265,-)
lips.com – US$ 135.000,- (ca. EUR 100.265,-)
note.com – US$ 115.000,- (ca. EUR 85.411,-)
bulk.com – US$ 100.000,- (ca. EUR 74.270,-)

Weitere Domains, die zu geringeren Preisen gesteigert wurden, gibt es kommende Woche.

Weitere Domain-Preise finden Sie unter:
> http://www.domain-spiegel.de

Quelle: moniker.com

Übernahmewelle – Sedo schnappt sich GreatDomains

Als sei die vergangene Woche gemeldete Übernahme von SnapNames durch Oversee.net nicht genug, übernimmt die große Domain-Handelsplattform Sedo nun die amerikanische Domain-Handelsplattform GreatDomains.com. Die Domain-Industrie ist in Bewegung und die Zahl der Anbieter schrumpft.

Die 1994 gegründete Handelsbörse GreatDomains ist auf Premium-Domains spezialisiert und gilt als Vorreiter des Domain-Handels. GreatDomains war bisher eine Marke des börsennotierten US-Konzerns VeriSign, der unter anderem Vergabestelle für .com- und .net-Domains ist. GreatDomains.com war lange Zeit Marktführer im Bereich des Domain-Handels, bevor Sedo im Jahr 2004 die Spitzenposition übernahm. Als erste Plattform führte GreatDomains Online-Verhandlungen ein, wie sie auch bei Sedo üblich geworden sind. Heute liegt der Schwerpunkt von GreatDomains.com auf dem Kauf und Verkauf von qualitativ hochwertigen Premium-Domains.

Sedo erklärte, mit der Übernahme von GreatDomains.com wolle man die Kräfte im Domain-Handel bündeln. Ziel sei es zum einen, mit der in den USA sehr bekannten Marke GreatDomains Sedos Führungsposition weiter auszubauen. Zum anderen wolle man im Premium-Segment einen differenzierteren Service etablieren: dem Kunden soll es im Domain-Handelsdschungel erleichtert werden, hochwertige Domains zu finden – über GreatDomains.com. Zugleich werden Kunden von GreatDomains zukünftig von Sedos Dienstleistungen wie dem Domain-Parking profitieren können. Das Angebot unter GreatDomains.com soll zukünftig etwas geändert werden: so sollen laut Branchenblog DomainNameWire.com Domains auch dann zur Auktion freigegeben werden, wenn kein Kaufangebot eines Interessierten vorliegt. Dabei will Sedo die Qualität der angebotenen Domains überwachen. Zudem soll den Nutzern ermöglicht werden, an mehreren Auktionen gleichzeitig zu bieten, ohne jede einzelne Auktion anklicken zu müssen. Zudem wird eine Suchfunktion eingebaut werden, die unterschiedliche Ergebnisse liefert, einerseits für Domain-Investoren und andererseits für den Endnutzer. Auch soll ein RSS-Feed für gelistete Domains und Auktionen implementiert und der Escrow- und Transferservice verbessert werden.

Ferner will Sedo unter der noch zu erneuernden GreatDomains-Webseite monatlich Premium-Auktionen mit handverlesenen englischsprachigen Domains bieten. Die erste Auktion soll am 19. Juli 2007 starten. Zu dieser Auktion können Domains zur Anmeldung gebracht werden. 10% des Erlöses einer Auktion gehen an GreatDomains.com, respektive Sedo.

Über den Preis für die Übernahme und weitere Details besteht zwischen Sedo und VeriSign ein Stillschweigeabkommen.

Wer an der ersten Auktion teilnehmen möchte, meldet sich am besten hier an:
> http://www.greatdomains.com/gd/auction.php

Quelle: sedo.de, domainnamewire.com

Juli – 2. Starnberger IT-Forum zum Thema „eMail“

Die Niteflite Networxx GmbH veranstaltet am 17. Juli 2007 in Starnberg das 2. Starnberger IT-Forum. Thema ist diesmal das Kommunikationsmittel Nummer 1 im Internet: eMail.

Kein Internet ohne eMail-Service. eMail ist ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation, sowohl geschäftlicher wie privater, geworden. Die Datenmengen, die bei dieser Kommunikationsform auftreten, sollten angemessen verarbeitet werden. Gerade in geschäftlicher Hinsicht muss dabei besonderen Anforderungen genügt werden, insbesondere im Hinblick auf die Archivierung dieser sensiblen Daten.

Die Niteflite Networxx GmbH hat zwei Referenten geladen, die sich mit dem Thema eMail-Archivierung auseinandersetzen. Max-Lion Keller LL.M. (IT-Recht), IT-Recht Kanzlei, München, wird unter der Überschrift „Rechtliche Rahmenbedingungen der Archivierung von eMails“ referieren, und auch auf steurrechtliche Vorgaben zur Archivierung von eMails eingehen, während der zweite Gast, Jerry J. Artishdad, ARTEC IT Solutions, Karben, sich unter dem Titel „Mail & Dokumenten Archivierung als neue Herausforderung“ dem Thema widmet.

Das IT-Forum findet am Dienstag, 17. Juli 2007 ab 18.30 Uhr im Hotel Vier Jahreszeiten in Starnberg statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Da jedoch die Anzahl der Plätze begrenzt ist, wird um rechtzeitige Anmeldung gebeten.

Weitere Informationen und Anmeldung unter:
> http://www.starnberger-it-forum.de

Quelle: nnxx.de

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