Newsletter-Ausgabe #259: Mai 2005

Themen: .eu (dotEU) – die Stunde Null hat geschlagen! | .eu (dotEU) – die Stunde Null hat geschlagen! | Addacom – neue Börse drängt auf den Markt | | .ro – Domains out of Rosenheim | | Schmäh-Domains – Wer darf, wer will? | Schmäh-Domains – Wer darf, wer will? | olt.com – Drei-Zeichen-Domain für US$ 93.000,- | olt.com – Drei-Zeichen-Domain für US$ 93.000,- | Seattle (USA) – Premiere des Domain-Roundtable | Seattle (USA) – Premiere des Domain-Roundtable | | Slowakei – Treuhand-Service für .sk-Domains

.eu (dotEU) – die Stunde Null hat geschlagen!

Vor etwa zehn Tagen hat die Stunde Null für die Europa-Domain geschlagen – mit eurid.eu ging erstmals eine Internet-Adresse mit der neuen Domain-Endung online. Glaubt man dagegen der beliebten Suchmaschine Google, gibt es bereits ungefähr 2.400 Webauftritte unterhalb von dotEU.

Über den Befehl „site:.eu“ spuckt Google alle in seinem Katalog gelisteten Domain-Namen aus, die auf die Top Level Domain .eu enden. Angeführt wird die Trefferliste von sarah.young.eu, gefolgt von domain1.eu und euroforce.eu. Zahlreiche weitere Beispiele führen immer tiefer ins Rotlichtmilieu des Internets. Wer aber glaubt, etwas verpasst zu haben, kann sich entspannt zurücklehnen. Keine der Adressen ist funktionsfähig und im Internet erreichbar. Sie sind vielmehr das Werk eifriger Suchmaschinenoptimierer und zeigen einmal mehr, dass man im Internet nicht alles glauben sollte, was man sieht. Etwas verlässlicher ist da die Suche von MSN, die ebenfalls immerhin 46 Treffer auswirft. Einmal abgesehen von der tatsächlich zweiten funktionsfähigen .eu-Domain nic.eu finden sich in den Treffern allerdings lediglich Unterseiten des Webangebots von eurid.eu.

Bis zum eigentlichen Startschuss dauert es noch eine Weile; derzeit arbeitet man bei EURid in Brüssel an den letzten Details der Vergaberichtlinien. Spannend wird es dann wieder im Juni, wenn EURid erstmals die künftigen Registrierungsregeln im Detail veröffentlicht und zunächst zur öffentlichen Diskussion stellt. Ähnliches kennt man von ICANN, und es ist kein grosses Geheimnis, dass die eingehenden Kommentare dort in aller Regel kaum Konsequenzen nach sich ziehen – sofern man diese von Seiten der Entscheidungsträger nicht ohnehin ins Kalkül gezogen hatte. Allerdings kann so manch positive Ansatz auch zerredet werden.

Ferner rekrutiert EURid in diesen Tagen eifrig Personal, das später seinen Beitrag zum reibungslosen Funktionieren der Registry beitragen soll. Voraussichtlich Ende diesen Jahres beginnt mit der Sunrise Period dann die offizielle Registrierung. Die normale Registrierung für die Allgemeinheit beginnt dann im Anschluss frühestens Anfang 2006.

Die erste .eu-Domain finden Sie hier:
> http://www.eurid.eu

Den aktualisierten Einführungszeitplan finden Sie unter:
> http://www.eurid.org/euDomainNames/timetableLaunch

Markeninhaber können sich hier unverbindlich in eine Inte-
ressentenliste für dotEU eintragen:
> http://www.doteu.info/sunrise/index.php3

Kostenlose .eu-Vormerkungen:
> http://www.united-domains.de/eu-domain/

Quelle: eigene Recherche

.eu (dotEU) – die Stunde Null hat geschlagen!

Vor etwa zehn Tagen hat die Stunde Null für die Europa-Domain geschlagen – mit eurid.eu ging erstmals eine Internet-Adresse mit der neuen Domain-Endung online. Glaubt man dagegen der beliebten Suchmaschine Google, gibt es bereits ungefähr 2.400 Webauftritte unterhalb von dotEU.

Über den Befehl „site:.eu“ spuckt Google alle in seinem Katalog gelisteten Domain-Namen aus, die auf die Top Level Domain .eu enden. Angeführt wird die Trefferliste von sarah.young.eu, gefolgt von domain1.eu und euroforce.eu. Zahlreiche weitere Beispiele führen immer tiefer ins Rotlichtmilieu des Internets. Wer aber glaubt, etwas verpasst zu haben, kann sich entspannt zurücklehnen. Keine der Adressen ist funktionsfähig und im Internet erreichbar. Sie sind vielmehr das Werk eifriger Suchmaschinenoptimierer und zeigen einmal mehr, dass man im Internet nicht alles glauben sollte, was man sieht. Etwas verlässlicher ist da die Suche von MSN, die ebenfalls immerhin 46 Treffer auswirft. Einmal abgesehen von der tatsächlich zweiten funktionsfähigen .eu-Domain nic.eu finden sich in den Treffern allerdings lediglich Unterseiten des Webangebots von eurid.eu.

Bis zum eigentlichen Startschuss dauert es noch eine Weile; derzeit arbeitet man bei EURid in Brüssel an den letzten Details der Vergaberichtlinien. Spannend wird es dann wieder im Juni, wenn EURid erstmals die künftigen Registrierungsregeln im Detail veröffentlicht und zunächst zur öffentlichen Diskussion stellt. Ähnliches kennt man von ICANN, und es ist kein grosses Geheimnis, dass die eingehenden Kommentare dort in aller Regel kaum Konsequenzen nach sich ziehen – sofern man diese von Seiten der Entscheidungsträger nicht ohnehin ins Kalkül gezogen hatte. Allerdings kann so manch positive Ansatz auch zerredet werden.

Ferner rekrutiert EURid in diesen Tagen eifrig Personal, das später seinen Beitrag zum reibungslosen Funktionieren der Registry beitragen soll. Voraussichtlich Ende diesen Jahres beginnt mit der Sunrise Period dann die offizielle Registrierung. Die normale Registrierung für die Allgemeinheit beginnt dann im Anschluss frühestens Anfang 2006.

Die erste .eu-Domain finden Sie hier:
> http://www.eurid.eu

Den aktualisierten Einführungszeitplan finden Sie unter:
> http://www.eurid.org/euDomainNames/timetableLaunch

Markeninhaber können sich hier unverbindlich in eine Inte-
ressentenliste für dotEU eintragen:
> http://www.doteu.info/sunrise/index.php3

Kostenlose .eu-Vormerkungen:
> http://www.united-domains.de/eu-domain/

Quelle: eigene Recherche

Addacom – neue Börse drängt auf den Markt

Mit der britischen Viicom (Virtual and Interactive Information and Communication) Ltd. macht sich erneut ein Anbieter auf den mühsamen Weg, die Welt für eine Domain-Börse zu begeistern: Addacom.com heisst das neue Projekt, das vor wenigen Wochen an den Start ging und schon bald hunderte von Domains zur Versteigerung bieten will.

Erst Anfang April hatte sich die neu gegründete Handelsplattform Global Domain Name Exchange (GDNX) ans Werk gemacht, Herz und Geldbeutel der Domain-Händler zu erobern. Doch im Gegensatz zu Addacom baut GDNX zumindest auf ein völlig neues Konzept. Neu an GDNX ist, dass man nicht selbst als Domain-Börse auftritt, sondern virtuell agiert. Über GDNX kann jeder Registrar seine eigene Domain-Börse betreiben. Ähnlich Innovatives sucht man bei Addacom allerdings vergeblich; mehr als eine Handvoll eher zweitklassiger Domains war trotz intensiver Suche nicht zu finden; zu den „Premium Domain Names“ zählen Straßenfeger wie hin.co.in, hospital.md und sam.co.in. Wer sich zu US$ 100,- für ShopAtYahoo.com begeistert, sollte am besten gleich einen Beratungsschein beim Rechtsanwalt mitordern. All dies mag der Startphase geschuldet sein, doch dass wir uns beim Klick auf die deutsche Benutzeroberfläche im Daten-Nirvana wiederfanden, hat eher mit handwerklichen Mängeln zu tun.

Mit vergleichsweise günstigen Preisen (Sofort-Kauf für nur US$ 2,- pro Domain) will sich Addacom von den Platzhirschen Sedo und Afternic abheben und deren – laut Presseerklärung – Stümperhaftigkeit vermeiden. Ein Blick in die Liste der verkauften Domains verrät allerdings, dass der Weg noch weit ist: Der Verkauf von NorthernEngland.info zu US$ 150,- wird es kaum in die Jahresbestenliste schaffen.

Für Addacom gilt daher ebenso wie für GDNX: Zumindest hier in Deutschland dürften die Chancen bescheiden ausfallen; jedenfalls steht ein harter Kampf bevor. Zu dominant sind Sedo und Afternic, die sich bereits über Jahre in der Weltspitze der Domain-Börsen etablieren konnten und so nicht nur einen grossen Vertrauensvorschuss geniessen, sondern vor allem auch im Markt bekannt sind.

> http://www.addacom.com/

Quelle: eigene Recherche

.ro – Domains out of Rosenheim

Die eigenen Landesgrenzen gesprengt hat die Top Level Domain .ro: trat sie bisher nur als Länderkürzel für Rumänien in Erscheinung, will die Domain-Endung dank eines Kooperationsvertrages mit dem Internetunternehmen aicovo GmbH künftig sowohl Stadt als auch Umland im bayerischen Rosenheim erobern.

Mit Unterstützung zahlreicher Verbände und Organisationen wie etwa des Arbeitskreises Stadtmarketing und der Fachhochschule Rosenheim soll .ro einem Trend zu mehr Regionalität im Internet folgen. Ein Kooperationsvertrag mit dem National Institute for R&D in Informatics (ICI) in Bukarest ermöglicht es aicovo, .ro-Domains in der Region zu vermarkten. Vorreiter in der Nutzung der neuen Domains ist Rosenheim selbst. So ist die Stadt über stadt.ro und das Rosenheimer Rathaus über die Webadresse rathaus.ro erreichbar. Wer einen freien Parkplatz sucht, kann dies aktualisiert über parkplatz.ro tun, und was schliesslich unter klinikum.ro zu finden ist, liegt auf der Hand.

Die rumänischen Domains zählen zu den unrestricted TLDs, sind also von jedermann ohne jede Beschränkung frei zu registrieren. Ein Wohnsitz oder eine Niederlassung in Rumänien ist ebenso wenig erforderlich wie ein Bezug zu Rosenheim. Auch Bewohner von Rothenburg ob der Tauber, Rottach-Egern oder dem italienischen Rom können sich ihre eigene .ro-Domain sichern. Verglichen mit den sonst üblichen Registrierungsgebühren haben die .ro-Domains bei aicovo allerdings ihren Preis. Pro Domain sind jährlich EUR 118,80 inklusive Mehrwertsteuer zu bezahlen; hinzu kommt eine einmalige Einrichtungsgebühr von EUR 29,-.

Zum Vorbild für .ro hat aicovo das Länderkürzel der Demokratischen Volksrepublik Laos erkoren, das als Abkürzung für die kalifornische Metropole Los Angeles vermarktet wird. Seit Juni 2003 reiht sich die Endung damit in die Gruppe „missbrauchter TLDs“ ein, und wird seither vom britischen Unternehmen LA Names Corporation Limited in Zusammenarbeit mit dem Registrar Dream-Host vermarktet. Ganz exklusiv hat Los Angeles die TLD aber freilich nicht: auch für Einwohner von deutschen Städten wie Landshut, Landsberg, Landau oder Lausnitz ist aufgrund der Abkürzung eine Registrierung interessant.

Weitere Informationen zu .ro und Registrierung möglich unter:
> http://www.ihrname.ro/

Registrierung von .la-Domains für nur EUR 49,- im Jahr unter:
> http://www.united-domains.de/suchen-registrieren/

Quelle: rosenheimer-nachrichten.de, eigene Recherche

Schmäh-Domains – Wer darf, wer will?

Die Uniform Domain Name Dispute Policy (UDRP) schützt Markeninhaber vor dem Missbrauch markengleicher oder -ähnlicher Domain-Namen. Mit Einführung der UDRP, die auf Vorschlägen und Erwägungen der World Intellectual Property Organisation, kurz WIPO, gründet, stellte sich die Frage, wie es mit Domain-Namen ist, die einen Markenbegriff aufgreifen und mit einem Ausdruck für eine kritische Haltung verknüpfen, um Kritik gegen den Markeninhaber äußern zu können. Die Rede ist hier von den sogenannten [Name-eines-Großunternehmens]sucks.com-Domains.

Die UDRP-Rechtsprechung ist uneinheitlich. Teilweise klagen Unternehmen vergeblich gegen Sucks-Domains, teilweise erhalten sie Recht. Für den Fall, sie bekommen Recht, kann das zwei unterschiedliche Gründe haben: Angerufene UDRP-Panel (Richter) erkennen, dass nach beteiligtenländerspezifischen Gesetzen eine Klage vor dem dann zuständigen ordentlichen Gericht erfolgreich wäre, und entscheiden zu Gunsten des Antragstellers. Das ist eine rein pragmatische Frage und wird von den Machern der UDRP gut geheißen. Anders sieht es freilich aus, wenn einfach aufgrund der Marken- oder Unternehmensstärke dem Antragstellerbegehren Statt gegeben wird.

Eine aktuelle Sucks-Domain wendet sich gegen das Geschäftsgebaren von VeriSign und dessen Sitefinder, bei dem alle Anfragen an das Domain Name System (DNS) nach freien .com- oder .net-Domains auf einer Seite gebündelt werden. Der Inhaber der Domain verisignsucks.com wendet sich auf der Seite, auf die man weitergeleitet wird, an ICANN und prangert das Verhalten VeriSigns an. Für die Frage nach der Legitimität solcher Schmäh-Domains orientiert sich, wenn die Sache mit rechten Dingen zugeht, ein UDRP-Panel am Vorhandensein von „bad faith“ auf Seiten des Domain-Inhabers. In der betagten Entscheidung namicontracosta.com, die beim Arbitration Forum am 06.12.2003 erging, liess sich Richter Richard Hill auf die Details ein. Aus seiner Sicht ist die Weiterleitung auf eine Informationsseite keine bösgläubige Nutzung eines Kennzeichens als Domain-Namen. Die Frage, ob die Informationen vielleicht falsch sind, zu beantworten, steht dem Schiedsgericht nicht zu; dafür ist, so Richter Hill, die UDRP nicht gedacht. Er diskutiert zahlreiche unterschiedliche Entscheidungen, die genau das Problem schon angegangen sind.

Die Frage nach solchen Schmäh-Domain-Namen stellt sich auch im deutschsprachigen Raum. Hier zeichneten sich Entscheidungen zu NGO-Domains aus, wie oil-of-elf.de und stoppesso.de, aber auch awd-aussteiger.de fällt in diese Kategorie von Domains. In allen drei Fällen waren die Gerichte der Ansicht, dass die Registrierung und Nutzung solcher Domains vom Grundgesetz gedeckt sind.

Das KG Berlin (oil-of-elf.de, Urteil vom 23.10.2001, Az.: KG 5 U 101/01) meint, eine besondere inhaltliche Gestaltung einer Verlautbarung zur Erzielung einer größeren Öffentlichkeit stehe unter dem Schutz des Art. 5 GG. Dieses Interesse überwiege die allenfalls marginal berührten geschäftlichen Interessen der Betroffenen (Art. 14 GG) deutlich. Das LG Hamburg {stoppesso.de, Urteil vom 10.06.2002, 312 O 280/02) meint, alle in der Öffentlichkeit agierenden Personen oder Unternehmen müssen sich eine kritische Befassung gefallen lassen und können nicht verhindern, dass dabei auch Marke und Unternehmensname in Bezug genommen werden.

Vor der deutschen Gerichtsbarkeit gilt die UDRP nicht, die Prüfung der Sach- und Rechtslage ist umfangreicher und ausgedehnter, je nach dem, welche Ansprüche geltend und Vorwürfe gemacht werden. Aus diesem Grunde kommt es gegebenenfalls auch auf die Details der Inhalte einer Schmäh-Domain an. Und auch andere Umstände werden hinzugezogen, wie sich bei der Entscheidung über die .us-Version der awd-aussteiger-Domains zeigte: Ein unternehmenskritisches Forum ist hinzunehmen, für mehrere Domains besteht nach Ansicht des hOLG Hamburg (Beschluss vom 23.04.2004, Az.: 3 U 65/04) jedoch kein schutzwürdiges Interesse.

Die Entscheidung oil-of-elf.de des KG Berlin findet man unter:
> http://www.netlaw.de/urteile/kgb_01.htm

Die Entscheidungen stoppesso.de und awd-aussteiger.de findet man unter:
> http://www.jurpc.de/rechtspr/20030046.htm
> http://www.jurpc.de/rechtspr/20040164.htm
> http://www.jurpc.de/rechtspr/20040273.htm

Die ArbForum-Entscheidung zu namicontracosta.com findet man unter:
> http://www.arbforum.com/domains/decisions/204074.htm

Spezialisierte Anwälte findet man unter:
> http://www.domain-anwalt.de

Quelle: icannwatch, eigene Recherche

Schmäh-Domains – Wer darf, wer will?

Die Uniform Domain Name Dispute Policy (UDRP) schützt Markeninhaber vor dem Missbrauch markengleicher oder -ähnlicher Domain-Namen. Mit Einführung der UDRP, die auf Vorschlägen und Erwägungen der World Intellectual Property Organisation, kurz WIPO, gründet, stellte sich die Frage, wie es mit Domain-Namen ist, die einen Markenbegriff aufgreifen und mit einem Ausdruck für eine kritische Haltung verknüpfen, um Kritik gegen den Markeninhaber äußern zu können. Die Rede ist hier von den sogenannten [Name-eines-Großunternehmens]sucks.com-Domains.

Die UDRP-Rechtsprechung ist uneinheitlich. Teilweise klagen Unternehmen vergeblich gegen Sucks-Domains, teilweise erhalten sie Recht. Für den Fall, sie bekommen Recht, kann das zwei unterschiedliche Gründe haben: Angerufene UDRP-Panel (Richter) erkennen, dass nach beteiligtenländerspezifischen Gesetzen eine Klage vor dem dann zuständigen ordentlichen Gericht erfolgreich wäre, und entscheiden zu Gunsten des Antragstellers. Das ist eine rein pragmatische Frage und wird von den Machern der UDRP gut geheißen. Anders sieht es freilich aus, wenn einfach aufgrund der Marken- oder Unternehmensstärke dem Antragstellerbegehren Statt gegeben wird.

Eine aktuelle Sucks-Domain wendet sich gegen das Geschäftsgebaren von VeriSign und dessen Sitefinder, bei dem alle Anfragen an das Domain Name System (DNS) nach freien .com- oder .net-Domains auf einer Seite gebündelt werden. Der Inhaber der Domain verisignsucks.com wendet sich auf der Seite, auf die man weitergeleitet wird, an ICANN und prangert das Verhalten VeriSigns an. Für die Frage nach der Legitimität solcher Schmäh-Domains orientiert sich, wenn die Sache mit rechten Dingen zugeht, ein UDRP-Panel am Vorhandensein von „bad faith“ auf Seiten des Domain-Inhabers. In der betagten Entscheidung namicontracosta.com, die beim Arbitration Forum am 06.12.2003 erging, liess sich Richter Richard Hill auf die Details ein. Aus seiner Sicht ist die Weiterleitung auf eine Informationsseite keine bösgläubige Nutzung eines Kennzeichens als Domain-Namen. Die Frage, ob die Informationen vielleicht falsch sind, zu beantworten, steht dem Schiedsgericht nicht zu; dafür ist, so Richter Hill, die UDRP nicht gedacht. Er diskutiert zahlreiche unterschiedliche Entscheidungen, die genau das Problem schon angegangen sind.

Die Frage nach solchen Schmäh-Domain-Namen stellt sich auch im deutschsprachigen Raum. Hier zeichneten sich Entscheidungen zu NGO-Domains aus, wie oil-of-elf.de und stoppesso.de, aber auch awd-aussteiger.de fällt in diese Kategorie von Domains. In allen drei Fällen waren die Gerichte der Ansicht, dass die Registrierung und Nutzung solcher Domains vom Grundgesetz gedeckt sind.

Das KG Berlin (oil-of-elf.de, Urteil vom 23.10.2001, Az.: KG 5 U 101/01) meint, eine besondere inhaltliche Gestaltung einer Verlautbarung zur Erzielung einer größeren Öffentlichkeit stehe unter dem Schutz des Art. 5 GG. Dieses Interesse überwiege die allenfalls marginal berührten geschäftlichen Interessen der Betroffenen (Art. 14 GG) deutlich. Das LG Hamburg {stoppesso.de, Urteil vom 10.06.2002, 312 O 280/02) meint, alle in der Öffentlichkeit agierenden Personen oder Unternehmen müssen sich eine kritische Befassung gefallen lassen und können nicht verhindern, dass dabei auch Marke und Unternehmensname in Bezug genommen werden.

Vor der deutschen Gerichtsbarkeit gilt die UDRP nicht, die Prüfung der Sach- und Rechtslage ist umfangreicher und ausgedehnter, je nach dem, welche Ansprüche geltend und Vorwürfe gemacht werden. Aus diesem Grunde kommt es gegebenenfalls auch auf die Details der Inhalte einer Schmäh-Domain an. Und auch andere Umstände werden hinzugezogen, wie sich bei der Entscheidung über die .us-Version der awd-aussteiger-Domains zeigte: Ein unternehmenskritisches Forum ist hinzunehmen, für mehrere Domains besteht nach Ansicht des hOLG Hamburg (Beschluss vom 23.04.2004, Az.: 3 U 65/04) jedoch kein schutzwürdiges Interesse.

Die Entscheidung oil-of-elf.de des KG Berlin findet man unter:
> http://www.netlaw.de/urteile/kgb_01.htm

Die Entscheidungen stoppesso.de und awd-aussteiger.de findet man unter:
> http://www.jurpc.de/rechtspr/20030046.htm
> http://www.jurpc.de/rechtspr/20040164.htm
> http://www.jurpc.de/rechtspr/20040273.htm

Die ArbForum-Entscheidung zu namicontracosta.com findet man unter:
> http://www.arbforum.com/domains/decisions/204074.htm

Spezialisierte Anwälte findet man unter:
> http://www.domain-anwalt.de

Quelle: icannwatch, eigene Recherche

olt.com – Drei-Zeichen-Domain für US$ 93.000,-

Mit der Drei-Zeichen-Domain olt.com, die stolze US$ 93.000,- (ca. EUR 72.095,-) erzielte und die an On-Line Taxes Inc. ging, führt ein echter Außenseiter die Domain-Verkäufe der vergangenen Woche an. Drei-Zeichen-Domains erzielen gute Preise, keine Frage, aber so viel ist nun tatsächlich nicht üblich. Ein weiteres Licht erstrahlte mit myshopping.com zum Preis von US$ 47.000,- (ca. EUR 36.435,-).

Über den deutschen Domain-Markt gibt es nichts zu berichten. Dafür zeigen andere europäische Länder wieder beispielhaft schöne Verkäufe. Führend ist diesmal der britische Markt, der mit audiodealer.co.uk für GBP 9.000,- (ca. EUR 13.165,-) Zeichen setzt. Es folgt das österreichische bingo.at zu EUR 5.000,-; und es schließt sich Ungarns hotdog.hu zum Preis von US$ 1.019,- (ca. EUR 790,-) an. Weitere interessante Verkäufe findet man bei den alten generischen Domain-Endungen: exchange.org sticht mit EUR 9.500,- heraus, gefolgt von umeet.net für EUR 4.820,- und der Zwei-Zeichen-Domain j4.net für US$ 1.550,- (ca. EUR 1.200,-).

Mehr Geschäfte gab es bei den neuen generischen Domain-Endungen, die jedoch preislich wie immer deutlich zurückblieben. Hier erzielte attest.info EUR 2.700,-, gefolgt von science.info mit US$ 3.272,- (ca. EUR 2.535,-), aac.biz für EUR 1.250,- und schließlich das deutschsprachige abenteuer.biz für EUR 1.100,-. Der Rest spielte sich zum grossen Teil im dreistelligen Euro-Bereich ab: moneylaundering.info kostete EUR 950,-, golfhotels.biz gab es für EUR 700,-, thecanaries.info erzielte EUR 475,-, news letter.biz brachte EUR 350,-, matrimonio.info ging für EUR 250,-, dreamteam.biz blieb bei EUR 200,- und memorabilia.biz brachte es auf denkwürdige US$ 343,- (ca. EUR 265,-).

Weitere erwähnenswerte Domain-Käufe waren:

fitnessequipment.com – US$ 25.000,- (ca. EUR 19.380,-)
tenn.com – US$ 18.850,- (ca. EUR 14.610,-)
mgl.com – US$ 17.500,- (ca. EUR 13.565,-)
hometours.com – US$ 15.000,- (ca. EUR 11.630,-)
electroniccheck.com – US$ 11.141,- (ca. EUR 8.635,-)
neos.com – US$ 10.000,- (ca. EUR 7.750,-)
capes.com – US$ 10.000,- (ca. EUR 7.750,-)
rankme.com – US$ 8.900,- (ca. EUR 6.900,-)
golftip.com – US$ 7.200,- (ca. EUR 5.580,-)
ewealth.com – US$ 7.000,- (ca. EUR 5.425,-)
giso.com – US$ 6.200,- (ca. EUR 4.805,-)
getmobile.com – US$ 4.800,- (ca. EUR 3.720,-)
piles.com – US$ 4.104,- (ca. EUR 3.180,-)
zdu.com – US$ 3.550,- (ca. EUR 2.750,-)

Weitere erzielte Domain-Preise finden Sie unter:
> http://www.domain-spiegel.de

Quelle: dnjournal.com, afternic.com, sedo.de

olt.com – Drei-Zeichen-Domain für US$ 93.000,-

Mit der Drei-Zeichen-Domain olt.com, die stolze US$ 93.000,- (ca. EUR 72.095,-) erzielte und die an On-Line Taxes Inc. ging, führt ein echter Außenseiter die Domain-Verkäufe der vergangenen Woche an. Drei-Zeichen-Domains erzielen gute Preise, keine Frage, aber so viel ist nun tatsächlich nicht üblich. Ein weiteres Licht erstrahlte mit myshopping.com zum Preis von US$ 47.000,- (ca. EUR 36.435,-).

Über den deutschen Domain-Markt gibt es nichts zu berichten. Dafür zeigen andere europäische Länder wieder beispielhaft schöne Verkäufe. Führend ist diesmal der britische Markt, der mit audiodealer.co.uk für GBP 9.000,- (ca. EUR 13.165,-) Zeichen setzt. Es folgt das österreichische bingo.at zu EUR 5.000,-; und es schließt sich Ungarns hotdog.hu zum Preis von US$ 1.019,- (ca. EUR 790,-) an. Weitere interessante Verkäufe findet man bei den alten generischen Domain-Endungen: exchange.org sticht mit EUR 9.500,- heraus, gefolgt von umeet.net für EUR 4.820,- und der Zwei-Zeichen-Domain j4.net für US$ 1.550,- (ca. EUR 1.200,-).

Mehr Geschäfte gab es bei den neuen generischen Domain-Endungen, die jedoch preislich wie immer deutlich zurückblieben. Hier erzielte attest.info EUR 2.700,-, gefolgt von science.info mit US$ 3.272,- (ca. EUR 2.535,-), aac.biz für EUR 1.250,- und schließlich das deutschsprachige abenteuer.biz für EUR 1.100,-. Der Rest spielte sich zum grossen Teil im dreistelligen Euro-Bereich ab: moneylaundering.info kostete EUR 950,-, golfhotels.biz gab es für EUR 700,-, thecanaries.info erzielte EUR 475,-, news letter.biz brachte EUR 350,-, matrimonio.info ging für EUR 250,-, dreamteam.biz blieb bei EUR 200,- und memorabilia.biz brachte es auf denkwürdige US$ 343,- (ca. EUR 265,-).

Weitere erwähnenswerte Domain-Käufe waren:

fitnessequipment.com – US$ 25.000,- (ca. EUR 19.380,-)
tenn.com – US$ 18.850,- (ca. EUR 14.610,-)
mgl.com – US$ 17.500,- (ca. EUR 13.565,-)
hometours.com – US$ 15.000,- (ca. EUR 11.630,-)
electroniccheck.com – US$ 11.141,- (ca. EUR 8.635,-)
neos.com – US$ 10.000,- (ca. EUR 7.750,-)
capes.com – US$ 10.000,- (ca. EUR 7.750,-)
rankme.com – US$ 8.900,- (ca. EUR 6.900,-)
golftip.com – US$ 7.200,- (ca. EUR 5.580,-)
ewealth.com – US$ 7.000,- (ca. EUR 5.425,-)
giso.com – US$ 6.200,- (ca. EUR 4.805,-)
getmobile.com – US$ 4.800,- (ca. EUR 3.720,-)
piles.com – US$ 4.104,- (ca. EUR 3.180,-)
zdu.com – US$ 3.550,- (ca. EUR 2.750,-)

Weitere erzielte Domain-Preise finden Sie unter:
> http://www.domain-spiegel.de

Quelle: dnjournal.com, afternic.com, sedo.de

Seattle (USA) – Premiere des Domain-Roundtable

Vom 25. bis zum 27. Mai 2005 findet in Seattle (USA, Washington) der Domain Roundtable 2005 statt. Das Treffen von Domain-Profis aus den Bereichen Handel, Technik, Registrierung, Reselling und allen anderen geschäftsmäßigen Bereichen der Domain-Welt findet zum ersten Mal statt.

Das Unternehmen Name Intelligence, Inc., organisiert die Veranstaltung für Fachleute. Name Intelligence betreibt das Internetangebot www.whois.sc, eine Suchmaschine, bei der man anhand von Wortbruchstücken Domains und ihre Inhaber finden kann. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Werkzeuge zur besseren Verwaltung von Domains.

In den drei Tagen des Treffens werden Vorträge über Themen wie „Die Domain-Industrie im Jahr 2005“, „Neue TLDs“, „Basiswissen für Domain-Administratoren“ gehalten und Diskussionsrunden zu Rechtsfragen sowie dem Markt für Domain-Registrare und Reseller geführt. Unter den Referenten finden sich Namen wie Tim Cole (ICANN), Tim Schumacher (Sedo GmbH), Ivor Sequeira (NeuStar), Mason Cole (SnapNames), Bob Parsons (GoDaddy!), Chris Sheridan (VeriSign) und viele andere.

Die Anmeldung erfolgt online. Das Treffen findet im The Sheraton Seattle Hotel and Towers in Seattle (USA, Washington) statt. Die Kosten für die Tagung betragen US$ 995,-, nachdem Voranmeldungen wohl nicht mehr möglich sind. 100% der Nettoerträge aus der Veranstaltung werden, so Jay Westerdal, Präsident von Name Intelligence, zugunsten der Tsunamieopfer gespendet.

Weitere Informationen:
> http://www.domainroundtable.com

Ein Überblick über die einzelnen Vorträge und Veranstaltungen gibt die Agenda:
> http://www.domainroundtable.com/agenda

Quelle: eigene Recherche

Seattle (USA) – Premiere des Domain-Roundtable

Vom 25. bis zum 27. Mai 2005 findet in Seattle (USA, Washington) der Domain Roundtable 2005 statt. Das Treffen von Domain-Profis aus den Bereichen Handel, Technik, Registrierung, Reselling und allen anderen geschäftsmäßigen Bereichen der Domain-Welt findet zum ersten Mal statt.

Das Unternehmen Name Intelligence, Inc., organisiert die Veranstaltung für Fachleute. Name Intelligence betreibt das Internetangebot www.whois.sc, eine Suchmaschine, bei der man anhand von Wortbruchstücken Domains und ihre Inhaber finden kann. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Werkzeuge zur besseren Verwaltung von Domains.

In den drei Tagen des Treffens werden Vorträge über Themen wie „Die Domain-Industrie im Jahr 2005“, „Neue TLDs“, „Basiswissen für Domain-Administratoren“ gehalten und Diskussionsrunden zu Rechtsfragen sowie dem Markt für Domain-Registrare und Reseller geführt. Unter den Referenten finden sich Namen wie Tim Cole (ICANN), Tim Schumacher (Sedo GmbH), Ivor Sequeira (NeuStar), Mason Cole (SnapNames), Bob Parsons (GoDaddy!), Chris Sheridan (VeriSign) und viele andere.

Die Anmeldung erfolgt online. Das Treffen findet im The Sheraton Seattle Hotel and Towers in Seattle (USA, Washington) statt. Die Kosten für die Tagung betragen US$ 995,-, nachdem Voranmeldungen wohl nicht mehr möglich sind. 100% der Nettoerträge aus der Veranstaltung werden, so Jay Westerdal, Präsident von Name Intelligence, zugunsten der Tsunamieopfer gespendet.

Weitere Informationen:
> http://www.domainroundtable.com

Ein Überblick über die einzelnen Vorträge und Veranstaltungen gibt die Agenda:
> http://www.domainroundtable.com/agenda

Quelle: eigene Recherche

Slowakei – Treuhand-Service für .sk-Domains

Die Slowakische Republik gehört zu den neuen aktiven europäischen Staaten, deren politische Unabhängigkeit sich auch auf das Internet auswirkt. Letzteres gewinnt immer mehr an Bedeutung in dem kleinen EU-Land mit gut 5,3 Mio. Einwohnern. Im Internet ist die Slowakei mit der Länderendung .sk vertreten. Die country code Top Level Domain .sk ist für den wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Bereich geeignet. Die United Domains AG bietet nun einen kostenlosen Treuhandservice, um .sk einem größeren Publikum zu öffnen.

Voraussetzung zur Registrierung einer .sk-Domain ist grundsätzlich ein Unternehmenssitz in der Slowakischen Republik. Dies stellt eine der wenigen Limitierungen bei der Registrierung von .sk-Domains dar, die die .sk-Verwaltung SK-Nic in ihren Registrierungsbedingungen festgeschrieben hat. Um dennoch jedem die Registrierung von .sk-Domains zu ermöglichen, arbeitet die United Domains AG mit dem Provider „zoner sro“ mit Sitz in Bratislava zusammen, den sie als Treuhänder gewinnen konnte. Das erlaubt die Registrierung von .sk-Domains für jeden.

Das Verfahren ist den Registrierungsbedingungen entsprechend darauf angelegt, das als Treuhänder fungierende Unternehmen als admin-c bzw. Domain-Inhaber einzutragen. Eine genuine Unterscheidung zwischen Inhaber und admin-c gibt es unter .sk nicht. Der Treuhandservice ist kostenlos. Die .sk-Domains kosten pro Stück und Jahr EUR 49,-.

Unternehmen mit einem Sitz in der Slowakei können selbstverständlich auch ihre .sk-Domain über die United Domains AG registrieren, ohne den kostenlosen Treuhandservice eigens in Anspruch zu nehmen.

Weitere Informationen unter:
> http://www.united-domains.de/sk-domain/

Quelle: eigene Recherche

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