Newsletter-Ausgabe #407: April 2008

Themen: Fusu – erstmals Aktionärsdomain verkauft | Statistik – .cn auf dem Weg an die Spitze | TLDs – Neues von .asia, .nl und .pro | naeher.de – Name vs. Gattungsbegriff | porn.mobi – „Sex sells“ gilt nicht immer | Qual der Wahl – Gute Namen, schlechte Namen | Berlin – 8. @kit-Kongress im Mai

Fusu – erstmals Aktionärsdomain verkauft

Die slowakische Domain-Börse Fusu darf sich über ihren ersten Meilenstein freuen: mit dem Verkauf von kpy.com an einen US-Investor fand erstmals eine Aktionärsdomain einen neuen Inhaber. Jubeln dürften wohl auch die Aktionäre, sie erhalten Gewinne von bis zu 80 Prozent.

Erst vor kurzem hatten wir im Newsletter über das neuartige Geschäftsmodell von Fusu berichtet, das jedermann die Möglichkeit gibt, Teilhaber besonders attraktiver Domains zu werden. Doch während Investoren früher viel Geld in die Hand nehmen mussten, um eine Premium-Domain zu erwerben, teilt Fusu die Inhaberschaft auf mehrere Personen auf; der ursprüngliche Alleininhaber hält dabei weiter die Anteilsmehrheit, um die Domain dann bei Fusu zum Verkauf anzubieten und bei einem Mehrerlös die restlichen Inhaber zu beteiligen. Seine Premiere feierte diese Idee mit dem Verkauf von Anteilen an eel.com, warning.com und der hochgehandelten flowers.mobi. Doch ob sich tatsächlich auch Käufer solcher Aktionärsdomains finden, blieb zunächst offen.

Diese Frage ist jetzt geklärt: ein US-Investor erwarb die Webadresse kpy.com für einen nicht ganz fünfstelligen Betrag. Sie war zuvor bei Fusu zum Wert von US$ 5.000,- gelistet gewesen und fand so insgesamt 14 Anteilseigner, die 45% an der Domain übernahmen; in der Folge stieg der Marktwert der Domain sogar auf US$ 5.800,-. Deutlich wird das Modell an einem Anteilseigner aus Irland: er hatte zunächst 100 Anteile für US$ 1,15 erworben und später weitere 49 Anteile für US$ 1,17 hinzugekauft, somit insgesamt US$ 172,33 investiert. Nach Abschluss des IDO (Initial Domain Offering) stand die Domain dann zum Verkauf, als sich der US-Investor für sie interessierte und ein Angebot abgab. Dieses lag um 150% über dem Marktwert, so dass die Domain auch ohne Zustimmung der Aktionäre verkauft werden konnte; im Gegenzug erhielten sie ihren Anteil ausbezahlt. Für den Anteilseigner aus Irland bedeutete dies einen Gewinn von US$ 95,87 und damit eine Rendite von über 55 Prozent. Wer bei einem Stand von US$ 1,- pro Aktie eingestiegen war, konnte sogar bis zu 80% Rendite erzielen. Da neun der 14 Anteilseigner unter 150 Anteile erworben hatte, fallen die ersten Gewinne betragsmäßig aber bescheiden aus.

Auch wenn sich nicht ausschliessen lässt, dass der Verkauf von kpy.com auch geschicktem Marketing zu verdanken ist, so greift Fusu eine alte Idee neu auf: Domain-Sharing galt und gilt seit geraumer Zeit als Mittel der Wahl, wenn sich zwei um eine Domain streiten (könnten). Als Paradebeispiel für Domain-Sharing gilt die Domain kaefer.de, bei der sich schon seit Jahren der Volkswagenkonzern und der Feinkosthändler aus München brüderlich eine Website teilen und zu weiterführenden Angeboten verlinken.

Weitere Informationen finden Sie unter:
> http://www.fusu.com

Quelle: fusu.com, eigene Recherche

Statistik – .cn auf dem Weg an die Spitze

Wer noch Zweifel hat, dass sich China im Aufbruch zur Weltmacht befindet, muss nur auf die Domain-Zahlen schauen: durchschnittlich eine Million neuer Domains in acht Wochen, da kann keine andere Landesendung mithalten. Lediglich .com zieht einsam seine Kreise.

Eingebrochen ist in den vergangenen vier Wochen die Registrierungsstatistik für das deutsche Länderkürzel .de: gab es noch im Februar einen sechsstelligen Nettoanstieg von etwa 105.000 .de-Domains, sind es diesmal mit nicht einmal 70.000 deutlich weniger. Möglicherweise haben die bundesweiten Osterferien ihren Anteil dazu beigetragen, dass die Suche nach .de-Domains diesmal etwas langsamer verlief als gewohnt. Da mit .net der noch schärfste Rivale im Kampf um Platz zwei der TLD-Weltrangliste zugleich um netto über 175.000 Webadressen zulegen kann, schmilzt der Vorsprung auf noch weniger als 80.000 immer weiter ab, so dass schon im laufenden Monat April 2008 ein Wechsel droht.

Gänzlich gelassen bleibt an der Spitze .com, deren Wachstum im März 2008 wieder siebenstellige Beträge erreicht hat. Überraschend schwach ist .biz, die diesmal um weniger als 10.000 Domains netto zulegen kann; sonst beweist sich die Business-Domain als Muster an Beständigkeit, mit Zuwachsraten von 20.000 bis 25.000 Domains netto monatlich.

Die Rekordmeldung des Monats kommt aber aus China. Wie die zuständige Vergabestelle CNNIC (China Internet Network Information Center) mitteilt, liegt die Landesendung .cn Ende Februar bei 10.544.939 Domains, einschließlich aller offiziellen Subdomains. Damit hat .cn nicht nur als zweite Landesendung nach .de die Grenze von zehn Millionen registrierten Domains überschritten, sondern ist dank eines Wachstums von täglich ca. 20.000 Domains netto auf dem besten Weg, .de einzuholen und zu überflügeln. Hält dieser Anstieg an, wird .cn noch in diesem Jahr zur weltweit beliebtesten Länderendung. Wer seine .cn-Domain also noch nicht hat, für den ist Eile geboten!

Die aktuellen Domain-Zahlen:
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.de – 11.946.166 – (Vergleich zum Vormonat:  +    67.700)
.at – 743.725 – (Vergleich zum Vormonat:  +     8.368)
.com – 74.820.511 – (Vergleich zum Vormonat:  + 1.210.325)
.net – 11.180.212 – (Vergleich zum Vormonat:  +   175.207)
.org – 6.657.755 – (Vergleich zum Vormonat:  +    70.556)
.info – 4.978.509 – (Vergleich zum Vormonat:  +     9.445)
.eu – 2.831.722 – (Vergleich zum Vormonat:  +    31.741)
.biz – 1.950.872 – (Vergleich zum Vormonat:  +     9.832)
.us – 1.405.585 – (Vergleich zum Vormonat:  +     7.772)

insgesamt: 116.515.057 (Stand 1. April 2008)

Aktuelle Domain-Zahlen finden Sie unter:
> http://www.domain-recht.de

Weitere Registrar-Statistiken finden Sie unter:
> http://www.registrarstats.com

Quelle: technewsreview.com.au, eigene Recherche

TLDs – Neues von .asia, .nl und .pro

Auch in der Woche nach Ostern herrschte bei den Domain-Verwaltungen weltweit rege Betriebsamkeit. Eine besonders arbeitsintensive Woche hat .nl hinter sich, wo man mit den Nachwirkungen der Einführung von Zifferndomains zu kämpfen hat. Aber auch .asia hat mit dem Live-Start viel Arbeit hinter sich.

Die neue Asien-Domain .asia hat sämtliche Einführungsphasen abgeschlossen und kann ab sofort von jedermann weltweit über ausgewählte Registrare registriert werden. Über 500.000 Vorbestellungen gingen seit Dezember 2007 bei Verwalter DotAsia ein, für 45.000 davon entscheiden erst die laufenden Auktionen, wer die Wunsch-Domain erhält. Für die laufende Live-Phase entfallen alle dieser Beschränkungen: wer jetzt eine freie .asia-Domain findet, kann sie nach dem bekannten Grundsatz „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ registrieren und muss sich auf keine Auktion einlassen. Und die Wahrscheinlichkeit, eine attraktive und freie .asia-Domain zu finden, steht gut, da im Gegensatz etwa zu .de oder .com noch ein riesiger Pool an freien Adressen zur Verfügung steht. Wer sich ein Bild vom Potential der neuen Top Level Domain machen möchte: unter auctions.registry.asia werden die aktuellen Auktionen veröffentlicht. Das Höchstgebot hält bisher ace.asia mit US$ 20.501,- vor mediaworld.asia mit US$ 10.000,-. Eine Teilnahme an diesen Auktionen ist jedoch nur für all jene möglich, die zuvor an der Sunrise- bzw. Landrush Period teilgenommen haben.

Ärger bei SIDN: die holländische Domain-Verwaltung hat den Prozess zur Einführung von Ziffern-Domains vom Ende Februar 2008 untersucht und dabei Unregelmäßigkeiten festgestellt. So gab es in der ersten Stunde eine überproportional hohe Nachfrage von MyAlbum.nl und BliXEM Internet Services; sie konnten letztlich 4.920 von insgesamt 14.409 angemeldeten Domains für sich registrieren. Geholfen haben sollen 35 Mailserver, zwei Monate Vorbereitung und eine Investition von EUR 35.000,-. Doch laut SIDN wurden diese .nl-Domains „entführt“; nach einigen Verhandlungen haben sich die beiden Unternehmen bereit erklärt, 4.060 ihrer Domains wieder zurückzugeben. Wann diese Domain-Namen neu ausgeschrieben werden, ist derzeit noch offen, da die Verhandlungen andauern. Nicht darunter finden wird sich übrigens 007.nl, die im Rahmen der Landrush am häufigsten vorgemerkt worden war.

Die in der letzten Ausgabe des Newsletters angekündigten Änderungen bei der Profi-Domain .pro scheinen überraschend schnell umgesetzt: wie der Registrar Encirca mitteilt, nimmt er ab sofort Bestellungen für Berufsgruppen entgegen, denen demnächst eine Registrierung unter .pro erlaubt sein soll. Hierzu zählen Architekten, Kaufleute, Zahn- und Tierärzte, Chiropraktiker, Erzieher und Pfleger; über 1.100 Berufen soll .pro damit offen stehen. Auch zahlenmäßige und geographische Beschränkungen auf einzelne Länder entfallen laut einer Pressemitteilung von Encirca künftig. Eine völlige Freigabe wird es allerdings auch in Zukunft nicht geben; so findet vor der Nutzung eine Verifikation statt, ob der künftige Domain-Inhaber tatsächlich einer der berechtigten Berufsgruppen angehört. Eine offizielle Bestätigung dieser Änderungen von ICANN gibt es bisher nicht, zumal ICANN noch bis 10. April 2008 um öffentliche Meinung zu den geplanten Änderungen bittet. Für vorschnelle Vorbestellungen ist also kein Anlass.

Abschließend noch zwei Kurzmeldungen: seit dem 25. März 2008 können Domains mit der Länderendung .my (Malaysia) auch direkt als Second Level Domains registriert werden; da der Prioritätsgrundsatz gilt, ist rasches Handeln gefragt. In Italien hat schließlich die Vergabestelle die Streitschlichtungsregelung in neuer Fassung veröffentlicht; sie findet sich zum Download auf der Registry-Website.

Registrierung von .asia-Domains für nur EUR 49,- pro Domain und Jahr möglich zum Beispiel unter:
> http://www.united-domains.de/asia-domain/

Weitere Informationen zu .it finden Sie unter:
> http://www.nic.it/en/novita/comunicazioni.html

Quelle: dotasia.org, theregister.co.uk, prnewswire.com, mynic.net.my

naeher.de – Name vs. Gattungsbegriff

Die Problematik ist nicht neu, und es gibt bereits Entscheidungen. Nichtsdestotrotz macht die Entscheidung des LG Berlin (Urteil vom 21.02.2008, Az.: 52 O 111/07) nochmals deutlich, wie Gattungsbegriff und Nachname sich ins Gehege kommen können und wie man damit umzugehen hat.

Kläger ist ein Herr Näher mit gleichnamiger Firma, die Leiterplatten vertreibt. Er war Inhaber der Domain naeher.de, die allerdings beim Umzug zu einem anderen Provider gelöscht und dann vom Beklagten registriert wurde. Der Kläger handelt mit Domains. Seit er Inhaber von naeher.de ist, ist die Domain nicht mehr konnektiert gewesen. Im April 2007 wurde für den Beklagten beim Deutschen Patent- und Markenamt die Wortmarke „naeher“ eingetragen, unter anderem für die Klasse 14, Edelmetalle und plattierte Waren, die eine Nähe zu dem Geschäft des Klägers aufweisen. Da der Beklagte auf eine strafbewehrte Unterlassungserklärung nicht reagierte, erhob der Kläger Klage beim Landgericht Berlin und beantragte, den Beklagten zu verurteilen, einer Löschung der Domain naeher.de zuzustimmen.

In einem Versäumnisurteil des LG Berlin vom 12.07.2007 wurde der Antrag auf Zustimmung zur Löschung der auf den Beklagten registrierten Domain abgewiesen. Der Kläger legte Einspruch gegen das Urteil ein und berief sich auf sein Namensrecht, die Bekanntheit der Firma im Bereich Leiterplatten sowie darauf, durch die Blockierung des Domain-Namens durch den Beklagten beeinträchtigt zu sein. Er beantragte Aufhebung des Versäumnisurteils und Verurteilung des Beklagten zur Löschung der Domain. Der Beklagte beantragte, das Versäumnisurteil aufrecht zu erhalten. Er stützte sich unter anderem darauf, die Domain repräsentiere einen Gattungsbegriff; auch wenn an einem Gattungsbegriff gleichzeitig Namens- und Kennzeichenrechte bestünden, gelte das Prinzip der Priorität der Registrierung.

Das Landgericht Berlin wies mit seinem Urteil vom 21.02.2008 den Antrag des Klägers abermals zurück. Zunächst sei eine Markenrechtsverletzung nicht erkennbar (§§ 5, 15 MarkenG), solange die Domain nicht entsprechend genutzt werde. Es fehle an der notwendigen Verwechslungsgefahr mit der geschützten Bezeichnung, unter der der Kläger auftritt. Derzeit liege keine geschäftliche Nutzung der Domain vor. Sie ist nicht konnektiert und wird auch nicht zum Kauf angeboten. Dabei zieht das Gericht hier aufgrund der Markeneintragung unter anderem in Klasse 14 eine mögliche Erstbegehungsgefahr in Erwägung, doch liessen die Klassen 14, 15 und 44, für die die Marke zugunsten des Beklagten eingetragen wurde, auch zahlreiche andere Möglichkeiten der geschäftlichen Nutzung zu, die mit dem Geschäftsfeld des Klägers in keiner Weise kollidierten.

Ein Fall des Domain-Grabbing war hier für das Gericht ebenfalls nicht erkennbar, mangels entsprechenden Vortrags seitens des Klägers. Obgleich der Beklagte mit Domains handelt, stehe die Domain nicht zum Verkauf. Zudem liege in der Registrierung einer Gattungsdomain keine sittenwidrige Schädigung (§§ 823, 1004 BGB). Schließlich konnte das Gericht auch keine Namensrechtsverletzung feststellen (§§ 12, 823, 1004 BGB), da dem die rein beschreibende Bedeutung des Namens des Klägers entgegenstehe.

Vergleichbare Entscheidungen wie die des Amtsgerichts Deggendorf zu winzer.de (Urteil vom 14.12.2000, Az.: 1 O 480/00) gehen in dieselbe Richtung. Das Landgericht Berlin sieht, unter Bezug auf die BGH-Entscheidung shell.de und weltonline.de, lediglich in Fällen, in denen mit der Domain-Registrierung eine erhebliche Beeinträchtigung der aus dem Kennzeichenrecht fließenden namensrechtlichen Befugnisse einhergeht, einen Anspruch nach § 12 BGB. Das war allerdings hier nicht der Fall.

Die Entscheidung des LG Berlin finden Sie unter:
> http://snipurl.com/236c8

Mehr zur Problematik unter:
> http://snipurl.com/236cb

Die Entscheidung winzer.de findet man unter:
> http://snipurl.com/236ce

Spezialisierte Anwälte findet man unter:
> http://www.domain-anwalt.de

Quelle: rechtsanwaltmoebius.de, eigene Recherche

porn.mobi – „Sex sells“ gilt nicht immer

Der Hype um die neue Domain-Endung .mobi bricht nicht ab, wie vor einigen Wochen die T.R.A.F.F.I.C. West in Las Vegas zeigte, deren Auktionsgeschäfte nun Bestätigung finden. Doch auch die vergangene Domain-Handelswoche bot abseits größerer Auktionen ansehnliche Preise.

Unter den Länderendungen zeigen sich die Briten wieder an prominenter Stelle mit homemortgage.co.uk zu GBP 6.100,- (ca. EUR 7.684,-), gefolgt von onlineroulette.co.uk für EUR 7.000,- und merchandisingjobs.co.uk zu US$ 3.200,- (ca. EUR 2.048,-). Überraschend tut sich mit mylan.ch eine schweizer Domain hervor; sie erzielte US$ 9.600,- (ca. EUR 6.143,-). Darüber hinaus war Schwedens Endung hoch im Kurs, und .eu zeigte sich sogar stärker als .de:

rik.se – EUR   3.500,-
headhunt.se – EUR   1.200,-
moi.se – EUR   1.060,-

videothek.eu – EUR   3.000,-
elektromobile.eu – EUR   2.000,-

stromo.de – EUR   2.500,-
optionfinder.de – EUR   1.000,-

hetast.nu – EUR   2.000,-

Der Hype um die Domain-Endung .mobi bricht nicht ab und das – schaut man sich die Registrierungszahlen an – zu recht. Auf der vergangenen T.R.A.F.F.I.C. West in Las Vegas standen einige .mobi-Domains zur Versteigerung bereit und erzielten – jetzt offiziell bestätigte – gute Preise, doch blieben sie unter den erhofften Werten zurück. Das gilt insbesondere für porn.mobi, die schon bei eher schwachen US$ 110.000,- (ca. EUR 70.384,-) den Zuschlag erhielt. Man hatte da tatsächlich wohl mit einem siebenstelligen Betrag gerechnet. Doch lassen sich die Ergebnisse ansonsten sehen:

property.mobi – US$  26.000,- (ca. EUR 16.636,-)
vegas.mobi – US$  20.000,- (ca. EUR 12.797,-)
broadway.mobi – US$  17.000,- (ca. EUR 10.878,-)
hollywood.mobi – US$  16.000,- (ca. EUR 10.238,-)
naked.mobi – US$  10.500,- (ca. EUR  6.718,-)
doctor.mobi – US$  10.000,- (ca. EUR  6.399,-)
score.mobi – US$   7.000,- (ca. EUR  4.479,-)
dui.mobi – US$   7.000,- (ca. EUR  4.479,-)

Während sich andere der neueren generischen Endungen nicht die Ehre geben, bleiben die klassischen Endungen .net und .org zurückhaltend im Preis:

ridoe.net – US$   8.101,- (ca. EUR  5.183,-)
neo.org – US$   7.000,- (ca. EUR  4.479,-)
trueroots.net – US$   6.675,- (ca. EUR  4.271,-)
pupiline.net – US$   5.780,- (ca. EUR  3.698,-)
sustainableliving.org – US$   5.149,- (ca. EUR  3.295,-)
xmluk.org – US$   4.255,- (ca. EUR  2.723,-)
visitdelaware.net – US$   3.500,- (ca. EUR  2.239,-)
correctivesurgery.org – US$   3.500,- (ca. EUR  2.239,-)
lets.org – US$   3.488,- (ca. EUR  2.232,-)
weak.net – US$   2.900,- (ca. EUR  1.856,-)
tati.net – US$   2.750,- (ca. EUR  1.760,-)

Auch die höheren Preise unter den .com-Domains sind teilweise auf die T.R.A.F.F.I.C. West zurückzuführen. Das gilt freilich nicht für offer.com, die auf der Affiliate West Summit durch dem Domain-Auktionsspezialisten Moniker US$ 180.000,- (ca. EUR 115.174,-) einbrachte. Weitere hervorragende Ergebnisse sind überwiegend der T.R.A.F.F.I.C. West geschuldet, deren inoffiziellen Zahlen nun bestätigt wurden:

autoclassifieds.com – US$ 110.000,- (ca. EUR 70.384,-)
pinup.com – US$  35.000,- (ca. EUR 22.395,-)
penitence.com – US$  30.000,- (ca. EUR 19.196,-)
faithful.com – US$  29.500,- (ca. EUR 18.876,-)
dda.com – US$  28.350,- (ca. EUR 18.140,-)
youtupe.com – US$  25.000,- (ca. EUR 15.996,-)
oklahomarealestate.com – US$  25.000,- (ca. EUR 15.996,-)
carbonless.com – US$  25.000,- (ca. EUR 15.996,-)
careerplan.com – US$  22.700,- (ca. EUR 14.525,-)
cellulitis.com – US$  20.200,- (ca. EUR 12.925,-)
blogsurf.com – GBP  10.000,- (ca. EUR 12.596,-)
storagefacility.com – US$  18.700,- (ca. EUR 11.965,-)
repossessedhomes.com – US$  17.500,- (ca. EUR 11.197,-)
leaseback.com – US$  17.500,- (ca. EUR 11.197,-)
barberschool.com – US$  17.138,- (ca. EUR 10.966,-)
portablegps.com – US$  17.000,- (ca. EUR 10.878,-)
airplanecharters.com – US$  17.000,- (ca. EUR 10.878,-)
invents.com – US$  16.500,- (ca. EUR 10.558,-)
usedsnowmobiles.com – US$  16.000,- (ca. EUR 10.238,-)
californiaduilawyers.com – US$  15.601,- (ca. EUR  9.982,-)
vegasdiscounts.com – US$  15.000,- (ca. EUR  9.598,-)
onlineprints.com – US$  15.000,- (ca. EUR  9.598,-)
kitchenettes.com – US$  15.000,- (ca. EUR  9.598,-)
greenvehicle.com – US$  15.000,- (ca. EUR  9.598,-)

Weitere Domain-Preise finden Sie unter:
> http://www.domain-spiegel.de

Quelle: dnjournal.com. sedo.de. domainnamewire.com

Qual der Wahl – Gute Namen, schlechte Namen

Der gute Name einer Domain ist nicht nur die Voraussetzung für den Erfolg der Domain selbst, sondern auch für den Handel mit ihr. In einem Artikel auf deutsche-startups.de beleuchtet Florian Huber, Mitgründer und CEO der Starnberger united-domains AG sowie Kopf hinter domain-recht.de, einmal mehr die Frage nach dem „guten“ Domain-Namen:

Am Anfang steht die Suche nach einem (noch) verfügbaren Domain-Namen; vor dem Hintergrund, dass weltweit mittlerweile mehr als 153 Millionen Domains registriert sind, ein nicht gerade einfaches Unterfangen. Alleine unter der deutschen Domain-Endung .de sind bereits rund 12 Million Adressen vergeben. Soweit die schlechte Nachricht – die gute Nachricht ist, dass nach einer aktuellen Studie der Domain-Handelsbörse Sedo mehr als 50 % aller Domain-Namen gar nicht wirklich genutzt werden. Die Inhaber dieser Domains versuchen, durch Domain-Parking und den Verkauf der Domains, Geld zu verdienen. Früher wurden diese Leute als „Grabber“ beschimpft, heute nennt man sie „Domain Investors“ oder noch schicker „Domain Asset Managers“. Für den Startup-Unternehmer ist das zumindest die Chance, doch noch an die Wunsch-Domain zu gelangen. Meiner Erfahrung nach lassen sich hierbei schon im Preissegment zwischen EUR 1.000,- und 3.000,- recht brauchbare Namen finden – über domain-spiegel.de verschafft man sich da einen ersten Eindruck.

Doch zurück zur eigentlichen Wahl des Namens. Am Anfang steht eine Grundsatzentscheidung: Soll es eher ein beschreibender Name sein (z.B. hotel.de, lastminute.com, myspace.com), ein neues Kunstwort (z.B. Abacho, eBay, Google) oder irgendwie eine Mischung aus beidem (z.B. DocMorris, immobilienscout24.de) sein? Die Marketing-Theorie streitet über die Frage, was für den Online-Bereich besser ist (vgl. hierzu nur Ries/Ries: Die 11 unumstößlichen Gesetze des Internet-Branding). Beides hat seine Vor- und Nachteile, und die Praxis zeigt: Grundsätzlich man kann mit jeder Kategorie von Namen erfolgreich sein. Dennoch sollte man bei der Wahl eines Domain-Namens ein paar Grundregeln beachten, um nicht von vornherein Schiffbruch zu erleiden.

Näheres zu den Grundregeln, wie „Kürze, Kürze, Kürze“, „Anrufbeantworter-Test“ und „Juristische Fallstricke beachten“, finden Sie unter:

> http://snipurl.com/2325t

Quelle: deutsche-startups.de, domain-recht.de

Berlin – 8. @kit-Kongress im Mai

Der von engagierten Juristen und Computerexperten gegründete Bayreuther Verein @kit lädt für Ende Mai nach Berlin zur @kit-Tagung 2008 mit dem Titel „IT-Compliance – IT und öffentliche Sicherheit – Open Source“.

Mit vollständigem Namen heisst der Verein „AKIT Bayreuther Arbeitskreis für IT – Neue Medien – Recht“. Seinen Sitz hat er freilich in Jena. Die kommende Tagung findet vom 29. bis zum 30. Mai 2008 im Rahmen der 4. „IT Profits“ und des LinuxTags 2008 auf dem Messegelände unter dem Funkturm der Messe Berlin statt.

Die Tagung beginnt am Donnerstag, den 29.05.2008 um 09.00 Uhr mit einer Begrüssung durch Prof. Dr. Stefan Leible, gefolgt von Vorträgen von Manfred Speck (Nestlé Deutschland) zu Grundfragen der IT-Compliance, und Axel Rinkler (Rechtsanwalt in Karlsruhe) über rechtliche Aspekte von IT-Compliance. Weiter folgen Vorträge zur IT-Sicherheit von Fachleuten aus der Wirtschaft und der Wissenschaft; sie endet am ersten Tag mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum brisanten Thema „Öffentliche Sicherheit durch IT-Nutzung – Wie weit darf der Staat gehen?“. Am Folgetag wird das Thema Open Source unter zahlreichen Gesichtspunkten verhandelt. Die Tagung endet am Freitag, den 30.05.2008 gegen 13.30 Uhr.

Die Teilnahmegebühr beträgt maximal EUR 290,-, es gibt jedoch zahlreiche gestaffelte Ermäßigungen für Vereinsmitglieder, Studenten und Referendare.

Weitere Informationen und Anmeldung unter:
> http://www.ak-it-recht.de/kongress08.htm

Quelle: ak-it-recht.de, eigene Recherche

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