Auf Anbieter von Tabakwaren, Kosmetika und Alkohol kommen in Belgien harte Zeiten zu. Wie die .be-Verwalterin DNS Belgium mitteilt, wird das »Notice & Action«-Verfahren, das 2018 mit dem Föderalen Öffentlichen Dienst Wirtschaft, KMB, Mittelstand und Energie (also mit dem Wirtschaftsministerium des Königreichs) abgeschlossen wurde, nach und nach auf weitere Ministerien erstreckt.
Nachdem Ende 2025 eine entsprechende Vereinbarung mit der Glücksspielkommission getroffen wurde, wird aktuell eine ähnliche Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium aufgebaut. Das Verfahren wird vom Inspektionsdienst des Ministeriums durchgeführt. Dieser Dienst überwacht unter anderem den Online-Handel mit Tabakwaren (einschließlich E-Zigaretten, die gänzlich verboten sind), Kosmetika, Alkohol (ohne Überprüfung des Mindestalters der Verbraucher), tierischen Nebenprodukten und gentechnisch veränderten Organismen. Die Vereinbarung ermöglicht es dem Inspektionsdienst, Verstöße auf belgischen Webseiten an DNS Belgium zu melden. Sobald DNS Belgium eine solche Meldung erhält, werden die Nameserver-Einträge innerhalb eines Werktages deaktiviert; Besucher der Website werden auf eine Warnseite weitergeleitet. Dem Domain-Inhaber wird im Gegenzug die Möglichkeit gegeben, die Regeln einzuhalten; sollte er dies nicht tun, wird die Domain widerrufen. Dieser Ansatz soll gewährleisten, dass illegale Webseiten schnell unzugänglich werden, während der Domain-Inhaber noch die Möglichkeit hat, die Situation zu korrigieren.