Monitoring

BrandShield bietet Alternativansatz beim Schutz des eigenen Brand

<Der Schutz des Unternehmensbrandings ist wichtig. Es gibt zahlreiche Anbieter von Dienstleistungen zum Schutze von Marken, Namen, Urheberrechten und anderen Teilen des Brandings eines Unternehmens. BrandShield reklamiert für sich, besser als andere zu sein, da man eine andere Herangehensweise hat.
Der Dienstleister BrandShield mit Sitz in New York (USA) entwickelte sich aus einer Sparte des israelischen Domain-Registrars Domain The Net. Der Registrar bot seinen Kunden schon früh auch einen Brand-Monitoring- und Domain-Management-Dienst an, der sich von 2001 an weiterentwickelte. Im Laufe der Jahre wurde das Internet immer komplexer, weshalb Domain The Net im Jahr 2013 BrandShield als Spin-Off startete.

BrandShield bietet Applikationen, die das Internet in der Tiefe, auch hinter Paywalls, durchstöbern, heißt es in einem Artikel von Angie Graves auf domainnamewire.com. Dabei nutzen die Tools von BrandShield natürliche Sprache, die sie verarbeiten, auswerten und anhand der gewonnenen Daten Bedrohungen aufzeigen und bewerten. Nach Angaben von Yoav Keren, Mitgründer von Domain The Net und von BrandShield, durchstöbert deren Applikation ein Vielfaches dessen, was die Suchmaschine Google durchsucht. Den Schwerpunkt des Branding-Schutzes legt BrandShield auf die wirkliche Schäden verursachenden Bedrohungen. Dazu zählen in der Regel nicht Markenrechte verletzende, geparkte Domains mit Pay-per-Click Funktionen, die kaum Besucher generieren. Gegen sie per UDRP oder URS vorzugehen, ist nach Ansicht von Yoav Keren vergeudete Zeit und rausgeschmissenes Geld. Die eigentliche Bedrohung kann von ganz unscheinbaren Domains mit hohem Traffic ausgehen, über die unter Nutzung eines fremden Namens Geschäfte abgewickelt werden. Die Werkzeuge von BrandShield untersuchen dabei Webseiten, Marktplätze, App-Stores und Pay-per-Click Werbung. Für Social Media ist zudem ein neues Werkzeug in Arbeit, das in Kürze erscheinen soll und sich Facebook, Linkedin, Twitter und ähnliches genauer anschaut.

Dass BrandShield den Schwerpunkt beim Schutz des Unternehmensbrandings auf die Inhalte und nicht den Domain-Namen legt und dabei zwischen den unterschiedlichen Bedrohungen anhand der Datenlage Schwerpunkte setzt, erscheint zunächst als gutes Abgrenzungskriterium zur Konkurrenz. Ob das Unternehmen mit diesem Ansatz tatsächlich eine einzigartige Position besetzt, ist die Frage. Es stellt sich auch die Frage, ob auf längere Sicht gerade die markenrechtliche Durchsetzungskraft aufgrund einer Duldung von markenrechtsverletzenden Domain-Namen nicht so geschwächt wird, dass der Schaden noch höher liegt als im Falle des Missbrauchs an anderer Stelle.

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