Newsletter-Ausgabe #293: Januar 2006

Themen: Dauerfehde – ICANN/VeriSign noch ohne Einigung | Statistik – .com gewinnt 11 Mio. Domains hinzu! | ccTLDs – Neues von .fr, .vn und .cat | Domain-Namen – kommt es auf die Länge an? | bahnhoefe.de – die Bahn versteht nur Bahnhof | recycling.com – wiederverwertet zu US$ 300.000,- | Sedo-Broking – Domain weg, was tun? | Hannover – Tagung zum Urheberrecht

Dauerfehde – ICANN/VeriSign noch ohne Einigung

Einen Schlussstrich wollten sie ziehen, ihre jahrelange Dauerfehde beenden – doch was die Internet-Regierung ICANN und Ex-Monopolist VeriSign gütlich vereinbaren wollten, entwickelt sich zur Zielscheibe weltweiter Kritik.

Ob Sitefinder, .com- und .net-Verträge oder zuletzt ausnahmsweise gemeinsam auf einer Seite im Kampf gegen die „Coalition for ICANN Transparency Inc.“, ICANN und VeriSign haben in den vergangenen Jahren sichergestellt, dass weder Rechtsanwälten noch Gerichten die Arbeit ausgeht. Doch im Oktober 2005 war man das Streiten endgültig satt; im Rahmen einer gütlichen Einigung sollten sämtliche Dispute beigelegt werden und Frieden einkehren. Freilich hat ein Vergleich seinen Preis; so muss VeriSign seine Sitefinder-Pläne zurückziehen und jede Änderung an den Registry-Leistungen künftig vorher mit ICANN abstimmen. Doch im Gegenzug soll der 2007 endende Vertrag für die .com-Verwaltung nicht nur bis mindestens zum Jahr 2012 (einschließlich einer nahezu automatischen Verlängerung für die Folgezeit ohne jede Ausschreibung) verlängert werden, darüber hinaus soll VeriSign berechtigt sein, die so genannte Service Fee je .com-Domain von derzeit US$ 6,00 jährlich um sieben Prozent anzuheben. Hochgerechnet würde die Gebühr 2012 bereits bei knapp unter US$ 10,00 liegen, und somit Domains erheblich verteuern. Schließlich diskutiert man einen Zuschlag von US$ 0,75 je Domain, der über VeriSign an ICANN fließen soll.

Angesichts von so viel seltener Einigkeit zwischen den Dauerrivalen dauerte es nicht lange, bis Kritik von allen Seiten einprasselte und zum Umdenken zwang. Deutlich fiel die Kritik von DENIC-Chefin Sabine Dolderer in der Zeitung „Die Welt“ aus: „Es wird gemauschelt statt ausgeschrieben“. Weiter befürchtet Dolderer, dass VeriSign Zertifikate beispielsweise für vertrauenswürdige Websites einführen könnte, die dann gegen Zahlung einer Lizenzgebühr gekauft werden müssten. Alarm schlagen auch die Datenschützer, da VeriSign berechtigt sein soll, im Zusammenhang mit .com-Domains Inhaberdaten zu verkaufen. Heftige Kritik kam insbesondere auch vom Registrar Schlund. In einer Pressemitteilung sprach man sich deutlich gegen das Vertragswerk aus, und befürchtet großen Schaden für die Internet-Community.

Angesichts des massiven öffentlichen Drucks ist die Einigung zwischen ICANN und VeriSign noch nicht unterzeichnet und noch in der Schwebe. Bis Januar 2006 können Verbesserungsvorschläge an ICANN gesandt werden, doch größere Änderungen gelten als unrealistisch. Einmal mehr wird das Internet zum Spielball der Interessen.

Weitere Informationen finden Sie unter:
> http://www.icann.org/topics/verisign-settlement.htm

Quelle: welt.de, icann.org, eigene Recherche

Statistik – .com gewinnt 11 Mio. Domains hinzu!

Den letzten Rückblick auf das Jahr 2005 wollen wir Ihnen diesmal im Bereich der Domain-Statistiken liefern. Doch während wir an dieser Stelle sonst auf den vergangenen Monat zurückschauen, haben wir diesmal die Gesamtzahlen gegenüber dem 01. Januar 2005 unter die Lupe genommen – und können fast nur erfreuliches vermelden.

Überflieger des Jahres 2005 war erwartungsgemäß .com: um über elf Millionen Domains konnte der Altmeister der Adressendungen zulegen, umgerechnet also etwa eine Million pro Monat. Waren diese Zahlen schon überragend, so kann man nur staunen, wenn man sich vor Augen führt, dass trotz aller Platznot .com damit im letzten Jahr etwa um ein Drittel seiner Gesamtzahl gewachsen ist – und ein Ende ist nicht in Sicht! Da wollte das deutsche Domain-Kürzel .de nicht nachstehen, und darf sich ebenfalls über einen Nettoanstieg von immerhin 1,1 Mio. Domains freuen. Spätestens im Sommer sollten die Korken knallen, wenn dann die Mauer von zehn Millionen .de-Domains fällt.

Schon deutlich dahinter zurück bleiben .net und .org, die mit 1,35 Mio. und knapp 800.000 Domains ihr Vorjahresergebnis verbessern konnten. Dagegen erfüllten die neuen Top Level Domains die Erwartungen nicht. Während .biz gerade um 208.000 Webadressen zulegen konnte, verliert .info sogar deutlich gegegenüber dem Vorjahr; etwa 615.000 Domains weniger schlagen heftig zu Buche. Allerdings bleibt .info unverändert die erfolgreichste neue Endung, und diese Position wird auch in absehbarer Zeit unbestreitbar bleiben.

Besonderes Augenmerk wollen wir diesmal aber der österreichischen Domain-Endung .at schenken. Nicht nur dass sie im abgelaufenen Jahr 2005 um fast 90.000 Domains netto zulegen konnte, auch dem Webauftritt hat Verwalter Nic.at eine optische Generalüberholung verpasst. Neben einigen Änderungen im Registrierungs- und Änderungsprozess, neuen Funktionen im Verrechnungs-Bereich und einer Überarbeitung im Content-Bereich lohnt sich insbesondere ein Blick auf die ausführlichen Statistiken. Neben einer monatsweisen Entwicklung der Registrierungszahlen seit 1998 ist besonders die länderspezifische Verteilung nach Domain-Inhabern interessant. So stammen 80% der Inhaber von .at-Domains aus Österreich, weitere 15% aus Deutschland. Ausserhalb der EU haben sogar über 10.000 Inhaber ihren Sitz – einmal mehr beweist sich, dass das offene Registrierungsmodell zu den erfolgreichsten zählt!

Die aktuellen Domain-Zahlen:
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.de – 9.378.302 – (Vergleich zum Vorjahr: + 1.111.836)
.at – 474.567 – (Vergleich zum Vorjahr: + 89.718)
.com – 44.288.264 – (Vergleich zum Vorjahr: + 11.281.758)
.net – 6.621.544 – (Vergleich zum Vorjahr: + 1.346.061)
.org – 4.047.533 – (Vergleich zum Vorjahr: + 770.119)
.info – 2.392.182 – (Vergleich zum Vorjahr: – 615.462)
.biz – 1.279.705 – (Vergleich zum Vorjahr: + 208.453)
.us – 947.058 – (Vergleich zum Vorjahr: + 55.490)

insgesamt: 69.429.155 (Stand 1. Januar 2006)

Aktuelle Domain-Zahlen finden Sie unter:
> http://www.whoisreport.com/domain-counts/

Weitere Registrar-Statistiken finden Sie unter:
> http://www.registrarstats.com

Quelle: eigene Recherche

ccTLDs – Neues von .fr, .vn und .cat

Den Auftakt der Meldungen aus der Welt der ccTLDs machen 2006 Frankreich (.fr) und Vietnam (.vn). Und mit .cat hat ausserdem eine weitere sponsored TLD das Licht der Online-Welt erblickt.

Heimlich, still und leise ist wenige Tage vor Weihnachten 2005 die neue katalonische Top Level Domain .cat online gegangen. Zu den ersten .cat-Domains zählt die Registry-Seite domini.cat, die jedoch nur lesen kann, wer des Katalanischen mächtig ist. Allerdings verpasst man derzeit nichts; weder gibt es einen offiziellen Registrierungsstart noch kann man derzeit verbindlich .cat-Domains vorbestellen. Auch die Höhe der Registrierungsgebühren ist derzeit noch nicht bekannt. Eine allgemeine Registrierung wird es aber ohnehin nicht geben, da .cat als sponsored TLD nur einem begrenzten Personenkreis zur Verfügung steht. So ist eine Registrierung unter .cat strikt auf all jene beschränkt, welche ihre Website in katalanisch veröffentlichen und/oder die Kultur Katalaniens fördern wollen. Zielgruppe sind etwa 12 Millionen katalanisch sprechende Menschen in Spanien, Frankreich, Andorra und Italien. Doch ob das Konzept einer regionalen TLD mit dem globalen Anspruch des Internets zu vereinbaren ist, scheint fraglich.

Einen „legal claimant guide“ zur Vermeidung von Rechtsverletzungen durch die Registrierung von .fr-Domains hat die französische Domain-Verwaltung AFNIC veröffentlicht. Das nur in französischer Sprache veröffentlichte Papier dient Informationszwecken und zeigt allgemeine Reaktionsmöglichkeiten auf Rechtsverletzungen auf, kann aber eine konkrete Rechtsberatung nicht ersetzen. Von besonderer Bedeutung ist, dass AFNIC zeitgleich ein entschiedenes Vorgehen gegen Verletzungen seiner Naming Charter angekündigt hat. Nachdem schon im Herbst 2004 der Registrar EuroDNS einen heftigen Kampf mit AFNIC ausfechten durfte, hat es diesmal den Registrar KLTE Ltd. wegen Verletzung von Markenrechten in 1.200 Fällen erwischt; jede Neuanmeldung dieses Registrars wird geblockt. Im Gegensatz zur Rechtslage in Deutschland wird der AFNIC-Bann im wesentlichen erst aufgehoben, wenn ein Gericht dies anordnet.

Zum Abschluss wieder mal ein Blick nach Vietnam: dort hat inzwischen im Zuge der Einführung von .vn Second Level Domains am 10. Dezember 2005 die Sunrise Period begonnen; teilnahmeberechtigt sind in jedem Fall Inhaber vietnamesischer Marken. Die Sunrise Period dauert noch bis 31. März 2006, anschliessend folgt eine Landrush Period; weitere Informationen finden sich auf der Registry-Website. Alternativ können Personen und Unternehmen ohne eigenen Sitz in Vietnam unverändert über das US-amerikanische Marketing-und Technologieunternehmen HI-TEK.com .vn-Domains registrieren.

Weitere Informationen zu .cat unter:
> http://www.domini.cat/

Weitere Informationen zu .fr unter:
> http://www.afnic.fr/

Weitere Informationen zu .vn unter:
> http://www.vnnic.net.vn/

Quelle: verisign.com, eigene Recherche

Domain-Namen – kommt es auf die Länge an?

Suchmaschinenoptimierung gilt schon geraume Zeit als Geheimmittel, um auch kleinere, wenig bekannte und nicht so finanzkräftige Unternehmen im Online-Handel in die Liga der Branchengrössen zu katapultieren. Seit jeher umstritten ist dabei, ob generische Domains im Durchschnitt mehr Besucher anziehen als etwa Markennamen oder Eigenbegriffe. Neu ist die Frage, ob auch die Laufzeit des Registrierungsvertrages zu besseren Platzierungen verhilft.

Bill Hartzer vom texanischen IT-Unternehmen MarketNet hat sich die beliebte Suchmaschine Google herausgepickt und untersucht, ob ein längerer Registrierungsvertrag einen besseren Pagerank und damit eine höhere Platzierung verspricht. Anlass gab eine Patent-Anmeldung von Google vom September 2003; im US-Patent 60/507,617 geht Google vereinfacht davon aus, dass man zwischen „guten“ und „bösen“ Domains unterscheiden kann. Als Zeichen für eine „gute“ Domain nennt Google zum Beispiel, dass sie meist für mehrere Jahre im Voraus registriert werden, während die bösen „doorway domains“ nur für kurze Zeit angemeldet werden. Mit anderen Worten: je länger die Vertragsdauer, desto ernsthafter ist das Engagement hinter der Domain. Hartzer begrüsst diese These ausdrücklich, und verweist auf einen anonymen Suchmaschinenoptimierer. Für diese Klientel ist ein langfristiger Vertrag totes Kapital; viel lohnenswerter ist es, erfolgreiche Domains stets zu verlängern. Hartzer empfiehlt daher, die Registrierungsdaten der eigenen Konkurrenz näher unter die Lupe zu nehmen; Aufschluss geben die WHOIS-Daten aber nur bei generischen Domains wie .com, .info und .net. Bei sonst vergleichbaren Voraussetzungen kann ein langfristiger Vertrag den entscheidenden Vorteil verschaffen. Freuen dürfte sich über dieses Ergebnis Network Solutions, wo man gegen Zahlung von einmalig US$ 990,00 eine .com-Domain für 100 Jahre im Voraus registrieren kann.

Doch vor der Wahl des Registrierungszeitraums steht die Wahl der Domain. Hier empfiehlt Abe Cherian von NicheDomainNamesNow.com dringend, in qualitativ hochwertige generische Domains zu investieren. Wer keinen Werbeetat mit mehreren hunderttausend Euro zur Verfügung hat, der droht in der Masse von Online-Angeboten zu versinken. Einen Ausweg bieten dann attraktive generische Domains. Ein Beispiel: wer mit seiner Firma ABC Babyspielzeug im Internet verkauft, sollte nicht nur abc.com als Domain wählen, sondern vor allem Adressen wie TopBabyToys.com, JustBaby Toys.com oder AmericanBabyToys.com. Das spart regelmäßig die Kosten, um eine unbekannte Firma in das Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Leider verschweigt Abe Cherian, dass seine These nicht ganz unbekannt geblieben ist, und daher generische Domains regelmäßig in Domain-Börsen für Top-Preise den Inhaber wechseln. Wer aber sein Geld investieren will, kann mit generischen Webadressen wenig falsch machen.

Das Google-Patent finden Sie näher beschrieben unter unter:
> http://www.ianfalcone.com/googlepatent.pdf

Quelle: isedb.com, devshed.com, eigene Recherche

bahnhoefe.de – die Bahn versteht nur Bahnhof

Das Landgericht Köln (Urteil vom 22.12.2005, Az.: 84 O 55/05) beschäftigte sich mit der Frage, ob „Die Bahn“ Anspruch auf die Domain bahnhoefe.de hat. Den Begriff „Bahnhöfe“, so das Gericht, versteht der Verbraucher als Bezeichnung von Lokalitäten völlig neutral; eine Assoziationskette von Bahnhöfen mit der „Die Bahn“ bestehe nicht.

Eine Tochter der Deutschen Bahn AG klagte gegen die Inhaberin der Domain bahnhoefe.de, welche die Domain bereits 1999 registriert hat und über sie auf ein von ihr betriebenes Reiseportal weiterleitet. Die Klägerin sieht hier eine wettbewerbswidrige Nutzung der Domain und forderte die Unterlassung und Freigabe der Domain. Nach ihrer Ansicht handele es sich bei dem Begriff „Bahnhöfe“ um einen etymologisch mit der deutschen Eisenbahn verbundenen. Man ordne den Begriff „Bahnhöfe“ der Deutschen Bahn zu und erwarte unter der Internetadresse Informationen der deutschen Bahn. Der Ruf der Bahn werde von der Beklagten unlauter ausgenutzt, zudem liege eine gezielte Behinderung vor.

Das LG Köln wies die Klage ab. Es meinte, der Begriff „Bahnhöfe“ sei als Gattungsbegriff nicht zwingend der Deutschen Bahn AG zuzuordnen. Der Verbraucher verstehe „Bahnhöfe“ völlig neutral als Ausgangs- und Zielorte von Reisen oder Stationen, auf denen er das Verkehrsmittel wechselt, das nicht notwendig eines der Deutschen Bahn sein muss. „Bahnhöfe“ stehe auch nicht für das Eigentum der Deutschen Bahn. Selbst die Wertschätzung der Bahn werde nicht beeinträchtigt, zumal Begriffe wie „Bahnhof“ und „Bahnhofsgegend“ üblicherweise nicht gerade positiv besetzt sind. Auch von einer gezielten Behinderung des Geschäftsfeldes der Deutschen Bahn AG könne keine Rede sein, da sie wohl, obwohl „bahnhoefe.de“ seit 1999 registriert ist, problemlos ohne die Domain ausgekommen ist.

In einem Nebensatz zu Anfang der Entscheidungsgründe heißt es überraschenderweise, „Markenrechtliche Ansprüche werden von der Klägerin nicht geltend gemacht und sind auch nicht ersichtlich, weil der Begriff „Bahnhöfe“ seitens der Klägerin nicht markenmäßig verwendet wird.“ Natürlich musste das Gericht auch nicht explizit von der Klägerin benannte Anspruchsgrundlagen prüfen. Den Schluss, den Rechtsanwalt Boris Hoeller, der das Urteil erstritten hat, zieht, wonach bei Anwahl einer Domain, bei der der Internetnutzer automatisch weitergeleitet wird, keine markenmäßige Nutzung der Domain vorliege, scheint indes gewagt.

Die Entscheidung findet man unter:
> http://www.bonnanwalt.de/entscheidungen/LG-Koeln84O55-05.html

Spezialisierte Anwälte findet man unter:
> http://www.domain-anwalt.de

Quelle: bonnanwalt.de, eigene Recherche

recycling.com – wiederverwertet zu US$ 300.000,-

Die letzten Wochen des Jahres 2005 brachten nochmals hervorragende Domain-Geschäfte, angeführt von recycling.com, die für US$ 300.000,- (ca. EUR 250.000,-) wiederverwertet wurde. Ebenfalls herausragend war wieder eine Blog-Domain: blogster.com erzielte US$ 100.000,- (ca. EUR 83.335,-), gleichauf war proshop.com.

Bei den Länderendungen zeigte .de endlich wieder einmal, was in ihr steckt:autoauto.de fuhr doppelt gut mit EUR 11.600,-. Weitere hochpreisige .de-Deals waren unter anderem konsolen.de zu EUR 7.250,-, uns.de zu EUR 6.380,-, park.de für EUR 4.500,-, franchising.de für EUR 3.625,- und fassaden.de für EUR 2.900,-. Nach wie vor beliebt ist die britische Endung: digital-tv.co.uk brachte es auf runde EUR 10.000,-, webblinds .co.uk verdichtete sich bei GBP 5.000,- (ca. EUR 7.275,-) und po/ker-chips.co.uk setzte auf US$ 3.500,- (ca. EUR 2.915,-). Beachtliches vermochte auch die US-amerikanische Länderendung .us zu leisten, die Domain-Endung wird auf dem Markt immer beliebter. So verkaufte und kaufte man buyandsell.us für US$ 5.500,- (ca. EUR 4.585,-), fafsa.us gab es für US$ 4.200,- (ca. EUR 3.500,-), doch defenseattorneys.us blieben zum Preis von US$ 400,- (ca. EUR 335,-) etwas passiv.

Bei den generischen Domain-Endungen sah es zum Jahresende ebenfalls ganz prächtig aus. Und obwohl mit funds.info (EUR 18.750,-) eine der neuen gTLDs die beste Position inne hat, zeigen die alten gTLDs .net und .org einmal mehr, wo gute Domain-Preise wachsen. Sehr lehrreich war zum Beispiel teacher.net, die mit US$ 17.000,- (ca. EUR 14.165,-) nicht schlecht da steht. Es folgten:

donotcall.org – US$ 11.010,- (ca. EUR 9.175,-)
newcars.net – US$ 10.288,- (ca. EUR 8.575,-)
funnymo/vies.net – US$ 9.500,- (ca. EUR 7.915,-)
m1.org at – US$ 4.877,- (ca. EUR 4.065,-)
e-gold.net – EUR 4.000,-
proshop.net – US$ 4.750,- (ca. EUR 3.960,-)
cod.net – US$ 4.577,- (ca. EUR 3.815,-)
dreamgi/rls.net – US$ 3.200,- (ca. EUR 2.665,-)
halfmoon.org – US$ 2.800,- (ca. EUR 2.335,-)
fom.net – US$ 2.500,- (ca. EUR 2.085,-)
wirelessphones.net – EUR 2.050,-
outtakes.net – US$ 2.452,- (ca. EUR 2.045,-)
backpain.net – EUR 1.675,-
nvd.net – US$ 1.000,- (ca. EUR 835,-)

Neben der bereits genannten funds.info für EUR 18.750,- brach der Kaufrausch für die neuen gTLDs etwas ab und die Preise waren deutlich niedriger. So erzielte manhattan.info lediglich US$ 4.500,- (ca. EUR 3.750,-), die Drei-Zeichen-Domains ogm.info und boo.info nur EUR 3.000,- und EUR 2.000,-. Die Saat von seeds.biz für US$ 2.000,- (ca. EUR 1.665,-) wird erst in einigen Jahren aufgehen. Einen akzeptablen Preis erzielte noch bottomline.info mit US$ 1.499,- (ca. EUR 1.250,-). Unter dem Strich sieht es mit skins.info für EUR 700,-, xvn.info für US$ 750,- (ca. EUR 625,-), abidjan.info für EUR 600,- und alpha.biz für EUR 670,- mau aus.

Weitere beachtliche .com-Verkäufe waren:

lionsgate.com – US$ 88.000,- (ca. EUR 73.335,-)
tablet.com – US$ 71.000,- (ca. EUR 59.165,-)
scw.com – US$ 60.000,- (ca. EUR 50.000,-)
asb.com – US$ 50.000,- (ca. EUR 41.665,-)
travelplans.com – EUR 29.560,-
autoshippers.com – US$ 28.251,- (ca. EUR 23.540,-)
greatdating.com – US$ 25.000,- (ca. EUR 20.835,-)
climber.com – EUR 20.000,-
skiholidays.com – GBP 13.045,- (ca. EUR 18.985,-)
ujc.com – EUR 14.500,-
cocktaildress.com – US$ 17.750,- (ca. EUR 14.790,-)
true-to-you.com – GBP 10.000,- (ca. EUR 14.550,-)
silkpanties.com – US$ 15.250,- (ca. EUR 12.710,-)
qtrip.com – US$ 15.000,- (ca. EUR 12.500,-)
mattresspad.com – US$ 14.100,- (ca. EUR 11.750,-)
judgment.com – US$ 13.000,- (ca. EUR 10.835,-)
canadiangi/rls.com – US$ 12.750,- (ca. EUR 10.625,-)
webattorney.com – US$ 12.500,- (ca. EUR 10.415,-)
s/ex69.com – US$ 12.445,- (ca. EUR 10.370,-)
studioequipment.com – US$ 12.350,- (ca. EUR 10.290,-)
ferrovia.com – US$ 12.116,- (ca. EUR 10.095,-)
barcode.com – EUR 10.000,-
motorcyclerentals.com – US$ 10.750,- (ca. EUR 8.960,-)
springrolls.com – US$ 10.250,- (ca. EUR 8.540,-)
siberportal.com – EUR 9.000,-
contamination.com – US$ 9.600,- (ca. EUR 8.000,-)

Weitere getätigte Domain-Verkäufe finden Sie unter:
> http://www.domain-spiegel.de

Quelle: dnjournal.com, sedo.de

Sedo-Broking – Domain weg, was tun?

Ebay.de, s/ex.com und auktion.de stehen nicht nur für hohe Domainwerte und sehr viel Traffic, sondern sind auch Domains, die ihren Inhabern abhanden kamen. Sie wurden entführt, „aus Versehen“ übertragen oder sogar gelöscht.

Die drei Domains kehrten früher oder später zum eigentlichen Inhaber zurück. Doch sind das keine Ausnahmefälle, Domain-Verlust ist ein alltäglicher Vorgang im Internet und nicht jeder bekommt seine Domain zurück. Denn Dritte registrieren solche verloren gegangenen Domains im Handumdrehen und erfreuen sich an deren hohen Zugriffszahlen.

Wird man selbst Opfer eines Domain-Verlustes, stellt sich die Frage nach dem nächsten Schritt. Wie den neuen Inhaber ausfindig machen und ihn zur Herausgabe der Domain auffordern? Als Betroffener muss man sich in den meisten Fällen darauf einstellen, dass der neue Inhaber die Domain kaum ohne gütliche Einigung herausgeben wird. Wer diese Art von Domain-Verlust schon einmal erlebt hat, weiss, welche Probleme auf einen zukommen können: Weigert sich der neue Inhaber, die Domain herauszugeben, liegt ein langwieriger und kostspieliger Rechtsstreit vor einem; oder er ist gar aus einem Land, dessen Sprache man nicht mächtig ist und kann sich erst gar nicht verständigen; in anderen Fällen kann man den neuen Inhaber noch nicht einmal ausfindig machen, weil die beim Provider angegebenen Daten zum Inhaber nicht richtig sind; schließlich scheitern Versuche, ihn zu kontaktieren, weil der Inhaber einfach nicht antwortet.

Die Verantwortlichkeit für den Domain-Verlust ist in der Regel nur schwer festzustellen. Liegt der Fehler bei einem selbst, dem Provider oder Dritten? Ein essentieller Weg, die Domain wieder zu beschaffen, führt über einen Vermittler, der Kontakt zum neuen Domain-Inhaber aufnimmt. Solche Dienstleistungen bietet unter anderen auch die Domain-Handelsplattform Sedo an. Deren Domain-Vermittlungsservice arbeitet daran, verloren gegangene Domains den ursprünglichen Inhabern schnell wieder zurückzubringen. Sedos Domain-Profis aus 17 Nationen sprechen 15 Sprachen und können somit fast weltweit Domain-Inhaber ausfindig machen und kontaktieren. Das Team greift auf fünfjährige Erfahrungen im Bereich Recherche und Verhandlungsführung zurück, und kann Betroffene dabei unterstützen, nervenaufreibende Rechtsstreite zu umgehen, um wieder in den Besitz der Domain zu gelangen.

Weitere Informationen zum Domain-Vermittlungsservice erhalten
Sie unter:
> http://sedo.de/broker/

Quelle: sedo.de

Hannover – Tagung zum Urheberrecht

Am Mittwoch, den 18. Januar 2006 veranstaltet das Institut für Rechtsinformatik gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Zivilrecht, Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht der Universität Hannover und der TIB/UB Hannover im Leibnizhaus in Hannover die Tagung „Urheberrecht in digitalisierter Wissenschaft und Lehre“.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der niedersächsischen Universitäten sowie Bibliotheksbedienstete und urheberrechtlich interessierte Juristinnen und Juristen. Referenten sind unter anderem die Professorinnen und Professoren Nikolaus Forgó, Petra Buck-Heeb, Thomas Hoeren sowie zahlreiche weitere Wissenschaftler, die ausführlich das deutsche und das europäische Urheberrecht en detail besprechen sowie Fragen zur Zukunft von universitären Veröffentlichungen diskutieren.

Die kostenlose Veranstaltung findet am 18. Januar 2006 von 9.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr im Leibnizhaus statt. Eine Anmeldung bis zum 11.01.2006 ist aus organisatorischen Gründen erbeten. Die Veranstalter freuen sich auf zahlreiche Teilnahme.

Nähere Informationen und Anmeldung unter:
> http://short4u.de/43bb999b56762

Quelle: NETLAW-L, eigene Recherche

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