Das deutsche Länderkürzel .de zeigt sich einmal mehr krisenfest: Das Jahr 2025 endete mit offiziell bestätigten 17.663.886 .de-Domains, was einem Plus von gut 2.200 Domains gegenüber 2024 entspricht. Das gab die DENIC eG in einer Neuauflage ihres Domain-Atlas für Deutschland bekannt.
Es ist mittlerweile gute Tradition, dass die .de-Registry DENIC einmal jährlich ihre Domain-Statistik samt regionaler Verteilung aller registrierten .de-Domains veröffentlicht und auf die Entwicklung im vergangenen Kalenderjahr zurückblickt. Auch für das Jahr 2025 fällt dieser Rückblick leicht positiv aus; so konnte .de um 2.207 Domains netto zulegen. Das ist allerdings deutlich weniger als im Jahr 2023, als das Plus bei 294.203 Domains lag; auch 2024 waren es mit 7.416 ein paar Domains mehr. Dabei entfallen die meisten .de-Domains auf Nordrhein-Westfalen; 3.363.094 Inhaber einer .de-Domain haben dort ihren Sitz, ein Minus von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf den Plätzen folgen unverändert Bayern (2.699.117 .de-Domains), Baden-Württemberg (2.081.445 .de-Domains) und Niedersachsen (1.525.598 .de-Domains). Den größten Sprung machte erneut Niedersachen; gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Inhaber einer .de-Domain um 1,9 Prozent an, während Berlin ein Minus von 3,3 Prozent meldet. Gab es 2024 nur in sechs Bundesländern eine positive Entwicklung, sind es 2025 immerhin zehn, wobei das Plus in Hessen mit 284 Domains sehr bescheiden ausfällt.
Bezogen auf die Anzahl der Einwohner führt hingegen weiterhin Hamburg mit nun 328,6 .de-Domains je 1.000 Einwohner (2024 waren es 330,2 .de-Domains je 1.000 Einwohner) deutlich vor der Bundeshauptstadt Berlin mit 245,8 (2024: 254,3) .de-Domains je 1.000 Einwohner. Hessen ist mit unverändert 202,6 .de-Domains je 1.000 Einwohner wieder vor Bayern gerückt; im Freistaat sind es 200,9 .de-Domains je 1.000 Einwohner. Statistisch betrachtet entfällt weiterhin auf jeden fünften Einwohner der Bundesrepublik eine .de-Domain. Das West-Ost-Gefälle innerhalb Deutschlands bei der Verteilung von .de-Domains blieb leider nahezu unverändert; Sachsen (134,1), Brandenburg (123,1), Thüringen (109,5), Mecklenburg-Vorpommern (109,0) und Sachsen-Anhalt (87,8) belegen die hinteren Plätze in der Bundesländerrangliste. Legt man die Lupe auf die 400 deutschen Städte und Kreise, hat sich an der Spitzenposition wenig getan. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegt unverändert Osnabrück (Stadt) an der Spitze, mit starken 1.964,8 (2024: 1.876,6) .de-Domains je 1.000 Einwohner, ein Plus von 4,7 Prozent. Den zweiten Platz bestätigt hat der oberbayerische Landkreis Miesbach mit 538,9 .de-Domains je 1.000 Einwohner vor Wiesbaden mit 521,9 .de-Domains je 1.000 Einwohner, das sich so vor den bisherigen drittplatzierten Starnberg mit 519,1 .de-Domains je 1.000 Einwohner schieben konnte. Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man die absoluten Zahlen betrachtet. Hier führt Berlin die Städtewertung mit 929.612 .de-Domains an; erst mit deutlichem Abstand folgen sodann Hamburg (627.674 .de-Domains), München (524.028 .de-Domains) und Köln (355.870 .de-Domains).
Die eingangs genannten knapp 17,7 Mio. registrierten .de-Domains beinhalten nach Angaben der DENIC fast 2,15 Mio. Domains von Inhabern mit Wohnsitz im Ausland; damit sind .de-Domains bei Domain-Inhabern mit Wohnsitz im Ausland weiterhin sehr beliebt. Im Jahresvergleich 2024/25 stieg der Gesamtdomainbestand der Domains mit ausländischen Domain-Inhabern um 3,3 Prozent, was einem Wachstum um 69.400 .de-Domains entspricht. Insgesamt 12,2 Prozent der Domains waren zum Jahresende auf ausländische Inhaber registriert, die insgesamt Treiber des Gesamtwachstums waren. Die ausländischen Inhaber von .de-Domains stammen aus der ganzen Welt. Deutlich am stärksten nachgefragt sind deutsche Domains nach wie vor in den USA (31,3 %) und den Niederlanden (12 %). Es folgen Portugal (10,6 %), Österreich (7,7 %) und die Schweiz (4,8 %). Nach wie vor besonders beliebt ist .de nach wie vor im EU-Raum. Wer sich näher informieren will: Umfangreiches Daten- und Graphikmaterial sowie die komplette Regionalauswertung für alle Stadt- und Landkreise liefert der Statistikbereich der DENIC-Webseite zum kostenlosen Download.