Vorhersage

Domain-Trends des Jahres 2008

Die Domain-Trends 2008 – wohin geht die Reise? Das Online-Magazin dnjournal.com hat sich diese Frage gestellt und wie bereits im Vorjahr eine Umfrage unter Unternehmern aus der Welt der Domains gestartet, um den neuesten Trends und Vorhersagen auf die Spur zu kommen.

Galt 2006 noch als Jahr der Konsolidierung, hat sich in den vergangenen zwölf Monate ein Trend abgezeichnet, der auch 2008 die Schlagzeilen dominieren wird: Domain-Auktionen sind zu einem der Lieblingskinder der Branche geworden. Besonders auffällig: mit der sprunghaft angestiegenen Anzahl an Domain-Events sind auch die Auktionen angestiegen, da sie meist als zentraler Teilnehmermagnet fungieren. Monte Cahn, CEO von Moniker.com, bezifferte die Auktionsumsätze alleine während der T.R.A.F.F.I.C. in New York auf US$ 12 Millionen. Derartige Zahlen ließen das Interesse an der Domain-Industrie sprunghaft wachsen, und machten so Verkäufe wie porn.com für US$ 9,5 Millionen erst möglich. Daneben hält laut Cahn der Trend zur Lokalisierung weiter an, an deren Spitze ccTLDs wie .de und .cn stehen, zumal internationalisierte Domains (IDNs) dieses Wachstum weiter befeuern werden. Doch damit wachsen auch die Herausforderungen juristischer Art, im Hinblick auf aktuelle Themen wie Cybersquatting, Verbraucherschutz und Internetsicherheit.

Phil Corwin, Jurist der Internet Commerce Association, sieht ebenfalls das Risiko einer wachsenden Anzahl juristischer Konflikte. So nehmen seiner Ansicht nach die Einnahmen durch Onlinewerbung dramatisch zu, damit zugleich aber auch das Risiko, dass es hierdurch zu Angriffen auf die Domain-Industrie kommt, um diese Erlöse an sich zu reissen. Die Gründung der Coalition Against Domain Name Abuse (CADNA) als Lobby für Inhaber etwa von Markenrechten könnte Domainer zudem zu Personen zweiter Klasse in rechtlicher und juristischer Hinsicht degradieren. Schließlich könnten mehr und mehr UDRP-Richter Domain-Parking für eine zweifelhafte Geschäftstätigkeit halten, und danach ihre Urteile fällen.

Bei Sedo hat man 2007 die eigenen Produkte verbessert, um die Umsätze zu steigern. So konnten im letzten Jahr über US$ 100 Millionen aus Domain-Verkäufen und Parking-Einnahmen an die Kunden ausbezahlt werden. Sedo-CEO Tim Schumacher verwies ebenfalls auf den großen Erfolg von Domain-Auktionen, wozu nicht zuletzt die Premium-Auktionen bei .mobi beigetragen haben. Für 2008 erwartet Schumacher steigende Verkäufe einzelner Domains als auch Domain-Portfolios, so dass sich der Domain-Markt weiter entwickelt.

Die ganz persönlichen Vorhersagen findet man bei US-Jurist Brett Fausset, einem ICANN-Insider.

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