Domain-Branche

Der »State of the Industry 2024« Report zeugt von Optimismus für 2024

Ron Jackson, Betreiber des Blogs dnjournal.com, fragte – wie alle Jahre zuvor – Experten aus der Domain-Industrie nach deren Beurteilung von 2023 und was 2024 zu erwarten steht. Die vorrangigen Themen der diesjährigen Befragung sind AI, .ai, .com, die Anbindung Web3 mit Web2 und immer noch Kryptowährungen. Man blickt optimistisch auf 2024.

Ron Jacksons dnjournal.com widmet sich ganz dem Handel von Internetdomains, listet zweiwöchentlich die Preise von verkauften Domains und berichtet darüber hinaus täglich, was in der Domain-Industrie vor sich geht. Die Befragung von mehreren Experten zum Stand der Branche nimmt Jackson seit 20 Jahren zu Anfang eines jeden Jahres vor. Die diesjährige 20. Befragung von diesmal 36 Expert*innen spricht von einem gegen Ende sich zum Positiven wendenden Jahr 2023 und einer weiteren Verbesserung des Marktes in 2024. Die Befragten rekrutieren sich diesmal aus Investoren, Käufern, Brokern und Entwicklern – und aus hochrangigen Unternehmensführern.

Die gesamte Industrie sieht die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (AI) durch Large Language Models als maßgebend und Zukunft treibend an. Dies führte zum Hype der Landesendung .ai von Anguilla. Doch Investoren wie Broker sind sich im Grunde einig: ».com is king« und wird auch fürderhin die Endung sein, die letztlich jedes Unternehmen für das eigene Geschäft haben will. Der Einfluss von AI habe dafür gesorgt, dass der Investitionsstau bei großen Tech-Unternehmen, die ihre Mitarbeiterzahlen deutlich reduziert haben, sich nun löst. Die entlassenen Techniker starten eigene Unternehmen, nutzen AI-Technik und – mangels größerer finanzieller Möglichkeiten – .ai-Domains, um sich auf dem Markt zu präsentieren. Das habe die Preise für .ai-Domains mit in die Höhe getrieben. Im vierten Quartal 2023 wurde wieder investiert, Venture Capital wurde wieder flüssig. Was im Jahr 2023 nicht so deutlich wurde, bestätigen einige Broker und unterstreichen Investoren: der Handel mit Premium-.com-Domains sei stärker als 2022 gewesen, auch wenn sich das bei öffentlichen Verkäufen nicht abbildet. Viele hochpreisige Verkäufe blieben hinter Verschwiegenheitsvereinbarungen verborgen.

Einhellig ist man auch darüber, dass der Markt für Ein-Wort-.com-Domains immer enger wird, die Preise steigen und man damit rechnet, dass Technologieunternehmen, die jetzt über .ai-Domains auf den Markt kommen, früher oder später auf die passende Premium-.com-Domain wechseln werden. Das bedeutet auch, dass der Hype auf .ai-Domains in den kommenden zwei, drei Jahren abnimmt und deren Preise fallen. Jetzt aber stehen bei Mark Ghoriafi allerdings noch einige Kunden Schlange, die bereit sind, für .ai-Domains sechsstellige Beträge zu zahlen, während an anderer Stelle .ai-Domain-Inhaber abwinken und erst bei siebenstelligen Beträgen an Verkauf denken. Giuseppe Graziani (ggrg.com) fragt sich, ob AI nicht der Feind von Domains ist: denn wenn wir ein KI-Tool für uns arbeiten lassen, ohne dessen Benutzeroberfläche verlassen zu müssen, wirkt sich das gegebenenfalls auf den Wert von Domains generell aus.

Ein weiterer Aspekt der Befragung ist die Verbindung von Web2 mit Web3. Hier tritt die nTLD .art hervor, die eine solche Verknüpfung an die ENS-Blockchain 2023 umgesetzt hat. Sie sieht auch eine Zukunft für NFTs, die unter ihrem Label zu ernsthafter Kunst führen und wirklich bleibende Werte schaffen. Mit der Anbindung des Web3 an das Web2 sehen einige auch Kryptowährungen wieder im Aufschwung. Der wird auch getragen durch die Zulassung von Kryptowährungen zu Investmentfonds. Was viele der Befragten mitteilen, bringt Arif Sengoren von secretbrokerage.com auf den Punkt:

I believe 2024 will be much better than 2023 in almost every aspect, unless something totally unexpected happens.

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