gTLDs

VeriSign darf weiter .net verwalten

Die Inhaber von .net-Domains müssen mit einer Erhöhung der Registrierungsgebühren rechnen.

Darauf deutet zumindest das neue Registry Agreement zwischen ICANN und der Verwalterin VeriSign Inc. hin, das die Internet-Verwaltung schon am 20. April 2017 im Entwurf veröffentlicht hat. Demnach ist VeriSign berechtigt, während der sechsjährigen Laufzeit in jedem Jahr die »registry fee« um bis zu zehn Prozent anzuheben. Aktuell darf VeriSign für die Neuregistrierung, eine Verlängerung oder den Transfer von .net-Domains US$ 8,95 verlangen; dieser Betrag teilt sich in eine »service fee« für VeriSign von US$ 8,20 und die »ICANN fee« von US$ 0,75 auf. Macht VeriSign von diesem Recht in jedem Jahr Gebrauch, liegt der Verkaufspreis für .net-Domains im Jahr 2023 bei US$ 15,27; unter dem bisherigen Registry-Vertrag nutzte VeriSign diese Möglichkeit regelmäßig aus. Für Domain-Inhaber hat diese Preiserhöhung unmittelbar keine Auswirkung; mittelbar könnten jedoch die Registrare gezwungen sein, diese Erhöhung ihrer Einkaufspreise an die Kunden weiterzugeben. Dagegen muss sich VeriSign nicht dazu verpflichten, das bisher vor allem für nTLDs geltende »Uniform Rapid Suspension«-Verfahren (URS) auch für .net einzuführen. Sollten sich keine wesentlichen Änderungen mehr ergeben, tritt das neue Registry Agreement am 1. Juli 2017 in Kraft.

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