Ihr eigener Name als Domain

Wettlauf um die besten Domains

Haben Sie sich Ihren Vor- oder Nachnamen schon als Domain registrieren lassen? Jede Domain gibt es weltweit nur ein einziges Mal. Domains wie „peter.com“ oder „anja.de“ sind natürlich schon längst vergeben. Ähnlich ist die Situation bei den gängigen Nachnamen wie „müller.de“ oder „smith.com“.

Die Angabe eines Domain-Namens, also die Adresse einer Website auf der Visitenkarte, dem Briefkopf oder im Telefonbuch ist mittlerweile genauso selbstverständlich wie schon seit Jahren die Angabe der Faxnummer bzw. der eMail-Adresse. Und niemand wird hierfür ernsthaft die Spaghetti-Adressen der kostenlosen Webspace-Provider (z.B. geocities.com) im Format „www.geocities.com/ members/ eureka/ plaza/ 2346543“ verwenden wollen.

Der eigene Name als Domain-Name ist für Privatpersonen zum Standard geworden. Dies ist auch „mnemo-technisch“ sinnvoll: kennt jemand Ihren Namen, so kennt er damit gleichzeitig auch Ihre Web-Adresse. Täglich werden tausende neuer Domain-Namen angemeldet. Mittlerweile ist es weltweit zu einem Wettlauf um die besten Domains gekommen.

.DE-Domains

Als Deutscher werden Sie sich wahrscheinlich vor allem für eine .de-Domain interessieren. „.de“ ist im System der Domain-Namen der sog. Country-Code für Deutschland. Bei .de-Domains ist die Situation so, dass praktisch alle gängigen Vor- und Nachnamen schon weg sind. Denken Sie aber daran, dass Kombinationen aus Vor- und Nachnamen oftmals noch frei sind, also z.B. „petermueller.de“ oder „anja-klein.de“.

Ob Sie sich für die Variante mit oder ohne Bindestrich zwischen dem Vor- und Nachnamen entscheiden, ist Geschmackssache. Jedoch geht der Trend wohl zur Variante ohne Bindestrich. Wenn Sie „sicher gehen“ wollen, registrieren Sie sich gleich beide Varianten. Dann kann es später auch nicht zu Verwechslungen kommen.

Falls Ihr Nachname schon vergeben sein sollte, bietet sich unter Umständen auch eine Kombination mit der Berufsbezeichnung oder einem akademischen Grad an, also z.B. anwalt-schmidt.de oder dr-mayer.com. Solche Kombinationen sind meist noch verfügbar.

Ein wichtiger Punkt sind die laufenden Kosten für eine Domain-Registrierung. Unter den Providern ist hinsichtlich der Gebühren für .de-Domains ein regelrechter Preiskrieg ausgebrochen. Teilweise wird eine Domain-Registrierung schon für EUR 12,- pro Jahr angeboten (z.B. bei united-domains.de).

.AT- und .CH-Domains

Sind Sie Österreicher? Oder Schweizer? Dann werden Sie sich wahrscheinlich für die Registrierung Ihres Namens unter der Top-Level-Domain .at (für Österreich) bzw .ch (für Schweiz) interessieren.

Die Chance, dass Ihr Name als .at- bzw .ch-Domain noch unregistriert ist, ist wesentlich höher als bei den .de-Domains. Mittlerweile sind über 8,5 Millionen .de-Domains registriert worden, ein Vielfaches der Anmeldungen wie unter .at- und .ch-Domains zusammen.

Im Gegensatz zu den .de-Domains sind die Kosten für .at-/.ch-Domains jedoch auch um einiges höher. Eine unkomplizierte Registrierung von .at-/.ch-Domains bietet z.B. united-domains.de an. Dort bezahlt man für .at-Domains zur Zeit EUR 49,- und für .ch-Domains EUR 99,- jährlich.

.COM-, .NET- und .ORG-Domains

Falls Ihr Name als .de-Domain (oder .at-/.ch-Domain) schon weg ist, sollten Sie an die international verbreiteten .com-, .net- und .org-Domains denken. Oftmals sind hier „deutsche Namen“ wie z.B. „obermeier.com“ oder „gustav.net“ noch zu haben. Gleiches gilt auch für die neu eingeführte Endung .info, die von jedermann ohne jede Beschränkung registriert werden kann. Als weitere Alternative bietet sich .name an, deren Registrierung ausschließlich für Privatpersonen mit ihrem bürgerlichen Vor- und Nachnamen möglich ist.

All diese sog. generic Top Level Domains (gTLDs) kosten zum Teil ebenso viel wie .de-Domains. So bezahlen Sie etwa bei united-domains.de EUR 12,- jährlich für .com, .net oder .org-Domains. Etwas teurer ist dagen die Registrierung einer .info-Domain, die dort für EUR 19,- erhältlich ist.

Die Prüfung, ob und unter welcher Endung Ihr Name noch frei ist, ist hier möglich.

Das Internet – ein rechtsfreier Raum?

Achten Sie insbesondere darauf, dass Sie durch Ihre Domain-Registrierung nicht Namens-, Marken- oder sonstige Kennzeichnungsrechte Dritter verletzen. Entgegen der landläufigen Meinung ist nämlich das Internet kein rechtsfreier Raum. Also: lassen Sie die Finger von „mercedes.com“, „adidas.de“ oder „verona-feldbusch.de“!

Discount-Provider wie STRATO oder 1&1 fordern – aus nachvollziehbaren Gründen – unverhohlen zum massenweisen Registrieren von Domain-Namen auf. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass Sie mit Ihrer Domain keine Kennzeichnungsrechte Dritter verletzen. Sonst wird aus der Discount-Domain schnell ein teurer Spaß….

Solange Sie (nur) Ihren eigenen Vor- und/oder Nachnamen (mit oder ohne Bindestrich, auch abgekürzt) als Domain-Namen registrieren, sind Sie aus juristischer Sicht in der Regel auf der sicheren Seite. Vorsichtig sollten Sie aber sein, wenn Sie „zufällig“ so heißen wie ein bekanntes Unternehmen oder eine geschützte Marke, also wenn Sie sich z.B. als Hans Siemens, die Domain „siemens.com“ reservieren wollen. In diesen Fällen geht die Rechtsprechung mittlerweile davon aus, dass Privatpersonen Ihre Domain wieder freigeben müssen, wenn Verwechslungsgefahr mit einem bekannten Unternehmen bzw. einer eingetragenen Marke besteht.

Übrigens: Selbst wenn Sie bloß Ihren ungeliebten Nachbarn ärgern wollen und sich seinen Namen als Domain unter den „Nagel reißen“, stellt dies eine Verletzung des Namensrechts dar. Also: Registrieren Sie nur Ihren eigenen Vor- und/oder Nachnamen!

Eine Domain als Geschenk?

Möchten Sie jemandem „seinen“ Namen als Domain zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenken? Auch hier empfehlen wir, darauf zu achten, dass nicht der Schenker, sondern von Anfang an der Beschenkte als Inhaber der Domain eingetragen wird. Damit ergibt sich aber das „Ärgernis“, dass die Rechnung für die Registrierung und die Registrierungsbestätigung gleich an den Beschenkten versandt werden. Mit einem Geschenk und einer Überraschung hat das ganze dann natürlich nicht mehr viel zu tun…

Wir empfehlen folgende Vorgehensweise: Registrieren Sie die zu verschenkende Domain ganz normal auf Ihren Namen. Später, also nach der Überraschung, können Sie die Domain dann einfach auf den Beschenkten übertragen, d.h. der Beschenkte wird als neuer Domain-Inhaber eingetragen.

Wenn Sie die Domain auf den Beschenkten übertragen haben, sind Sie aus juristischer Sicht wieder „auf der sicheren Seite“. Denken Sie in diesem Zusammenhang aber immer auch an den Spruch „Wo kein Kläger, da kein Richter“!

Domain-Handel: Kauf/Verkauf von Domains

Sollte Ihr Name als Domain schon vergeben sein, so besteht – zumindest theoretisch – noch die Möglichkeit, dass Sie die Domain vom derzeitigen Inhaber käuflich erwerben. Falls der Inhaber überhaupt zum Verkauf gewillt sein sollte, dürfte dies unter Umständen jedoch zu einem teuren Vergnügen werden: „Gute“ Domains wechseln im Regelfall nicht unter einigen tausend Euro den Inhaber. Der Kauf und Verkauf von Domains ist juristisch grundsätzlich zulässig, soweit nicht Rechte Dritter verletzt werden.

Wie kann ich eine .de-Domain registrieren?

Internet-Anbieter, über die man Domains registrieren kann, gibt es Hunderte. Leider auch einige schwarze Schafe….

Damit Ihre Domain langfristig in guten Händen ist, empfehlen wir Ihnen eine Registrierung z.B. bei www.united-domains.de. Prüfen Sie, ob Ihr Name als .de-Domain noch frei ist. Wenn ja, Glückwunsch! Sie sollten jedoch rasch zugreifen. Schon bald dürfte es kaum noch „brauchbare“ Domain-Namen geben…

Jetzt prüfen ob Ihr Name als Domain noch frei ist…

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