TLDs

Neues von .nz, .at und .kp

Als besonderer Anhänger des Domain Name Systems war die nordkoreanische Staatsführung bisher kaum in Erscheinung getreten – doch das könnte sich ändern. Was es sonst noch wichtiges aus der Welt der ccTLDs gibt, hier unser Überblick.

InternetNZ, Verwaltung der neuseeländischen Länderendung .nz, wartet in ihrem monatlichen Newsletter mit aktuellem Zahlenmaterial auf: im Juli 2007 stieg die Zahl der insgesamt registrierten .nz-Domains von 286.539 auf 291.817, ein Nettoanstieg von immerhin deutlich über 5.000 Domains. Da man in Neuseeland noch auf ein Vergabesystem mit Third Level Domans setzt, konzentrieren sich die Registrierungen im wesentlichen auf die Endungen .co.nz und .net.nz; mit .geek.nz, .iwi.nz und .maori.nz kann Neuseelands Länderkürzel dabei eine ganze Reihe einzigartiger Domain-Endung anbieten. Da eine .nz-Registrierung keinen Sitz in Neuseeland erfordert, lassen sich hier ganz spezielle Domains finden und anmelden. Für die Zukunft hat die Registry eine Reduzierung der Registrierungsgebühren angekündigt; ferner werden die Vergaberichtlinien überarbeitet, wobei Anregungen und Stellungnahmen noch bis 12. November 2007 entgegengenommen werden.

In Österreich sind in den vergangenen Tagen verstärkt eMails des belgischen Unternehmens Domain Renewal SA aufgetaucht, in welchen den Domain-Inhabern vorgegaukelt wird, dass sie ihren Registrierungsvertrag verlängern müssten, um ihre Webadresse nicht zu verlieren; Domain Renewal SA verspricht, sich hierum zu kümmern. Wer den angegebenen Link anklickt, kann den Registrierungsvertrag für US$ 69,– verlängern – ein Vielfaches der sonst üblichen Gebühren. Die Adressdaten erhält das Unternehmen dabei mutmaßlich aus der WHOIS-Datenbank, was auch erklärt, weshalb die Adressaten der eMails unter konkreter Benennung ihrer Domains angesprochen werden. Wer eine solche eMail erhält, kann sie jedoch getrost löschen; Domain-Verträge mit deutschen oder österreichischen Registraren enden in aller Regel nicht mit Zeitablauf, sondern werden automatisch verlängert, wenn der Inhaber nicht seinerseits rechtzeitig kündigt.

Die nordkoreanische Top Level Domain .kp, bisher ein weisser Fleck auf der Domain-Weltkarte, könnte möglicherweise schon in Kürze ihre Online-Premiere feiern. Wie die Internet-Verwaltung ICANN im Rahmen einer Korrekturmeldung zu verschiedenen Presseberichten mitteilte, hat man eine Anfrage zur Delegierung der Verwaltung der Endung erhalten. Bisher ist dem realsozialistischen Staat zwar ein Länderkürzel nach der ISO 3166-1 Standardliste zugeordnet, Registrierungen waren aber bisher nicht möglich. Anlässlich der Vorstandssitzung vom 14. August 2007 hat sich ICANN mit der Anfrage befasst, eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Bereits für das Meeting in Los Angeles Ende Oktober 2007 werden jedoch weitere Details erwartet.

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