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Niue erringt Etappensieg im Streit um .nu

Der im Südpazifik gelegene Inselstaat Niue hat in seinen Bemühungen um die Wiedererlangung der Kontrolle über das Landeskürzel .nu einen Etappensieg errungen.

Der Högsta domstolen, das höchste Gericht in Zivil- und Strafsachen in Schweden, hat am 09. Februar 2022 entschieden, ein Rechtsmittel der schwedischen IIs nicht anzunehmen. Damit steht fest, dass sich die Gerichte in Schweden nun in der Sache damit beschäftigen müssen, ob Niue Anspruch auf Redelegierung hat. Als zuständiger Verwalter wird aktuell »The IUSN Foundation« mit Sitz auf Niue geführt. In staatlichen Händen hat sich .nu jedoch nie befunden, stattdessen steuert die schwedische IIS die Geschicke des Kürzels. Sie soll ihre Rechte von dem Verleger Bill Semich ableiten, der ein »Memorandum of Understanding« mit Niue abgeschlossen haben will, dessen Wirksamkeit die Inselregierung – zuständig für weniger als 2.000 Einwohner – in Abrede stellt. Daher will Niue Schadensersatz in Millionenhöhe vor schwedischen Gerichten erstreiten. Für Schweden wie für andere nordeuropäische Länder hat .nu eine besondere Bedeutung, da es sich mit »nun« oder »jetzt« übersetzen lässt. Bis wann die Auseinandersetzungen abgeschlossen sind, ist nicht absehbar, ein Gerichtstermin ist bisher nicht angesetzt.

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