Statistik

Denic legt den aktuellen Domain-Atlas 2020 vor

Das Jahr 2020 hat mit offiziell bestätigten 16.700.855 Domain-Namen unter .de geendet. Das gab die DENIC eG in einer Neuauflage ihres Domain-Atlas für Deutschland bekannt. Die Gesamtanzahl der .de-Domains ist damit im Jahr 2020 signifikant gestiegen.

Von den rund 16,7 Mio. Domains unter .de entfallen 15.160.132 auf Personen mit Sitz in Deutschland. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein sattes Plus von 250.377 Domains oder umgerechnet 1,7 Prozent; von 2019 auf 2020 wuchs .de nur um 28.699 Domains oder umgerechnet 0,2 Prozent, so dass viel dafür spricht, dass die Corona-Pandemie auch bei .de für einen deutlichen Schub gesorgt hat. Bei den Bundesländern führt nach absoluten Zahlen unverändert Nordrhein-Westfalen mit 3.303.069, was ein Plus von 47.519 .de-Domains gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Auf den Plätzen dahinter folgen – ebenfalls wie 2019 – Bayern mit 2.735.576 .de-Domains und Baden-Württemberg mit 2.005.662. Den größten Sprung machte Bremen mit einem Anstieg von 7,6 Prozent, wofür in absoluten Zahlen bereits 8.441 Domains genügten. Das einzige Bundesland mit Verlusten ist Berlin; dort sank die Zahl der Personen mit .de-Domains aber nur um überschaubare 3.763 oder umgerechnet 0,4 Prozent. Bezogen auf die Zahl der Einwohner führt hingegen Hamburg mit 319 .de-Domains je 1.000 Einwohner, deutlich vor der Bundeshauptstadt Berlin mit 271 .de-Domains je 1.000 Einwohner und Bayern mit 209 je je 1.000 Einwohner. Im Durchschnitt haben inzwischen 183 von 1.000 Einwohnern eine eigene .de-Domain.

Legt man die Lupe auf die 401 deutschen Städte und Kreise, hat sich an der Spitzenposition weniges getan. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegt unverändert Osnabrück ganz an der Spitze, mit 1.563 .de-Domains je 1.000 Einwohner; gegenüber 2019 bedeutet dies ein Plus von 26 Domains je 1.000 Einwohner. Vom dritten auf den zweiten Platz vorgerückt ist der Landkreis Starnberg mit 489 .de-Domains je 1.000 Einwohner, ein deutlicher Anstieg um gleich 15,3 Prozent. Auf den dritten und letzten Stockerl-Platz abgerutscht ist die Stadt München; die bayerische Metropole kommt auf 428 .de-Domains je 1.000 Einwohner, also vier weniger als im Vorjahr. Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man die absoluten Zahlen betrachtet. Hier führt Berlin die Städtewertung mit 988.795 .de-Domains an; erst mit weitem Abstand folgen sodann erneut München (630.403), Hamburg (587.237) und Köln (372.826). Bezogen auf die absoluten Werte wird Wachstum damit weiterhin im südlichen Deutschland erzielt; außerdem hat sich das West-Ost-Gefälle bei der Verteilung von .de-Domains wiederum vergrößert.

Verbleiben noch 1.450.843 Domains für Inhaber, die ihren Hauptwohnsitz außerhalb Deutschlands haben. Ihr Anteil ist mit 9,7 Prozent nochmals deutlich gestiegen; bereits im Vorjahr gab es ein Plus von 7,9 Prozent und beträgt nun 8,1 Prozent am gesamten .de-Domainbestand. Hiervon wiederum entfällt mit deutlichem Abstand von 23 Prozent der größte Anteil auf Personen mit Sitz in den USA, die jedoch leicht verlieren; 2019 waren es noch 27 Prozent. Von 11 auf 13 Prozent steigern konnten sich die Niederlande auf Platz zwei, während die Russischen Föderation mit 9 statt wie im Vorjahr 10 Prozent ebenfalls leicht verliert. Auf die Nachbarländer Österreich und Schweiz entfallen 7 und 6 Prozent des Domain-Bestands ausländischer Inhaber sowie je 4 Prozent auf Großbritannien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate. Wer sich näher informieren will: Umfangreiches Daten- und Graphikmaterial sowie die komplette Regionalauswertung als Excel-Tabelle für alle Stadt- und Landkreise liefert der Statistikbereich der DENIC-Webseite ab sofort zum kostenlosen Download.

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