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Somalische Regierung nimmt Geschicke der Landesendung .so in die eigene Hände

Die im Osten Afrikas gelegene Bundesrepublik Somalia übernimmt das Ruder von .so: wie das Ministry of Posts, Telecommunications and Technology bekanntgab, bietet man ab sofort eigene Domain- und eMail-Dienste unterhalb der offiziellen Landesendung an.

Dies sei Teil des 90-Tages-Plans, die .so-Registry zu repatriieren. In mehreren Stufen sollen diese Dienste zunächst den Bundesstaaten, Bildungseinrichtungen und der Allgemeinheit angeboten werden. Ob sich diese Änderung auch auf die Vergaberegelungen für .so auswirkt, blieb zunächst offen. Aktuell können natürliche und juristische Personen .so-Domains nur unter bestimmten Voraussetzungen registrieren. Die Registrierung erfordert, dass der Domain-Inhaber sowohl zum Zeitpunkt der Registrierung als auch danach einen Firmensitz, Wohnsitz oder eine berechtigte und nachweisbare Verbindung zu Somalia vorweisen kann. Ob und inwieweit die Einhaltung dieser Voraussetzung geprüft wird, ist jedoch bestenfalls offen. Eine allgemeine Freigabe von .so für jedermann könnte einem der ärmsten und am wenigsten entwickelten Land der Welt eine lukrative Einnahmequelle verschaffen.

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