Ein fehlerhafter DNSSEC-Rollover hat die albanische Länderendung .al kurzzeitig außer Gefecht gesetzt.
Am 03. Juli 2026 hatte die .al-Registry Electronic and Postal Communications Authority (AKEP) versucht, einen DNSSEC-Schlüsselwechsel durchzuführen. Dabei trat ein Fehler auf, der zu Validierungsfehlern führte. Nutzer, die .al-Domains über einen validierenden Resolver aufrufen wollten, konnten sie während des Ausfalls nicht erreichen. Der Ausfall hätte potenziell alle .al-Domains betreffen können, unabhängig davon, wo sie gehostet wurden oder welche autoritativen Nameserver sie genutzt haben. Nach mehreren Stunden war die Domain-Namensauflösung im Interesse der Erreichbarkeit wiederhergestellt, auch wenn der gesamte .al-Namensraum zunächst noch unsigniert blieb und damit ohne DNSSEC-Garantie potentiell angreifbar war; auch das ist mittlerweile behoben. Der Vorfall bei .al erinnert an den Ausfall bei .de vor wenigen Wochen. Grund, auf DNSSEC zu verzichten, gibt es aber nicht. DNSSEC-Fehler auf TLD-Ebene sind sehr selten; treten sie gleichwohl auf, betreffen sie alle Domains unterhalb einer Top Level Domain gleichzeitig und alle validierenden Resolver gleichermaßen, was zu öffentlichem Aufsehen führt. Die Vorteile von DNSSEC, nämlich die Gewährleistung der Authentizität und Integrität der Zonen-Daten, überwiegt die Risiken aber bei weitem.