Die niederländische Regierung muss den Gürtel enger schnallen, und zwar in Sachen Domains.
Mit der Internetdomeinbeleid Rijksoverheid 1.0 hat das Ministerium für Inneres und Königreichsbeziehungen (BZK) eine Regelung verabschiedet, um die Anzahl der Regierungsdomains zu reduzieren, deren Kontrolle zu zentralisieren und somit die Sicherheit zu erhöhen. Bisher ging man davon aus, dass ein Domain-Name die Sichtbarkeit einer staatlichen Kampagne oder eines Projekts erhöht. Diese Denkweise habe jedoch zu einer Fragmentierung geführt, in der es für die Öffentlichkeit schwierig sei, zu erkennen, ob eine Website oder ein Dienst tatsächlich zur Regierung gehört. Konkret bedeutet die neue Richtlinie, dass die Hürden für die Registrierung einzelner Domain-Namen angehoben werden. Robin Gelhard, Senior Online Service Advisor des Ministeriunms erklärt:
At BZK, we’ve got about 300 public websites and even more domain names. When someone at the ministry wants a domain name for, say, some web content or a web application, they have to ask us. We then assess whether the content can go on Rijksoverheid.nl, or can be liked to another existing domain name. A new domain name is registered only if neither of those other options is possible.
Oft führe diese Bewertung zu dem Schluss, dass kein neuer Domain-Name benötigt wird. Stattdessen könne ein neues Projekt unter einer bereits bestehenden Domain realisiert werden, beispielsweise durch die Einrichtung einer Subdomain oder eines Unterverzeichnisses. Insgesamt sollen Domains nicht zum Wegwerfartikel verkommen. Die neue Richtlinie ist daher kein Endpunkt, sondern ein Rahmenwerk, das auch in Zukunft ständiger Anpassung und Weiterentwicklung bedarf.