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Montenegro möchte einen größeren Anteil der .me-Registrierungsgebühren

Um die Verwaltung der montenegrinischen Länderdomain .me ist ein Gebührenstreit entbrannt. Die Regierung von Montenegro hat auf ihrer Website ein Dokument veröffentlicht, in dem sie über das Ergebnis einer öffentlichen Ausschreibung aus dem Jahr 2023 für die .me-Registry berichtet.

Derzeit hat die technischen Aufgaben das Unternehmen Domen doo inne, hinter dem ursprünglich eine Partnerschaft aus GoDaddy, Afilias und Me-Net stand. Das Ganze ist durchaus lukrativ: Die Gesamteinnahmen aus der Registrierung von .me-Domains beliefen sich im Zeitraum 2008 bis 2025 auf über EUR 114 Mio., wovon über EUR 41 Mio. in den montenegrinischen Staatshaushalt flossen. Im Jahr 2022 führte die Regierung Montenegros eine Analyse durch und verhandelte über eine Vertragsverlängerung; vorgeschlagen wurden eine Verlängerung um fünf Jahre und eine Erhöhung des staatlichen Gebührenanteils von 33 Prozent auf 50 Prozent. Zur Begründung verwies man darauf, dass .me deutlich höhere wirtschaftliche Gesamtvorteile für die (ausländischen) Gesellschafter einbringe und der Anteil des Staates am Gesamtgewinn aktuell relativ gering sei. Geeinigt hat man sich bisher nicht; stattdessen wurde die Ausschreibung aus dem Jahr 2023 nun für nichtig erklärt. Stattdessen möchte man ein neues Modell für die Verwaltung von .me definieren, das mehr Einnahmen für den Staat vorsieht; wie das umgesetzt werden soll, bleibt abzuwarten.

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