MarkMonitor

Neuauflage des Domain Management Handbook

MarkMonitor, Spezialist für den Online-Markenschutz, hat sein »Domain Management«-Handbook aktualisiert. Das Werk empfiehlt sich nicht nur für Manager großer Domain-Portfolios.

Das »Domain Management Handbook, a reference guide of industry leading best practices for managing corporate domain portfolios« ist eine 42-seitige .pdf-Datei, die in sieben Kapiteln die Erfahrungen aus 17 Jahren Markenschutz im Internet, den MarkMonitor aufgebaut hat, verdichtet. Die Broschüre ist kostenlos zu haben, doch bittet MarkMonitor vorher um umfangreiche Angaben zur Person: Anzugeben sind Name, eMail-Adresse, Telefonnummer, Job-Title, Unternehmensname und der Sitz des Unternehmens, ehe man den Downloadlink erhält, über den man das Handbuch herunterladen kann.

Das »Domain-Management«-Handbuch bietet zunächst ein ausführliches Inhaltsverzeichnis, welches einem die klar strukturierten Themen des Büchleins aufzeigt: Von »Domain Registration Basics«, »New gTLDs« und »Domain Security« über »Domain Recovery«, »New Product Launch« und »Portfolio Rightsizing« geht es bis zu »Acquisitions and Diverstitures«. Sodann schließt sich ein umfangreiches Glossar am Ende an, in dem Fachbegriffe verständlich erklärt werden und das in einer eigenen Rubrik die ICANN-relevanten Abkürzungen und Institutionen darstellt. Nach einer kurzen Einführung, in der das Zielpublikum, »companies with a global presence, managing an international domain name portfolio«, definiert wird, geht es im 1. Kapitel um die Grundlagen der Registrierung von Domains. Die Frage, welche Domains und Vertipperdomains zu registrieren sind, hänge danach davon ab, ob es sich um eine Kernmarke handelt, die in mehr als 30 Ländern angemeldet ist, oder lediglich um eine Schlüsselmarke, die in 15 bis 30 Ländern angemeldet ist. Es wird empfohlen, soweit wie möglich einen einheitlichen WHOIS-Eintrag für alle Domains zu nutzen, standardisierte Nameserver einzurichten und alle Domains durchgehend auf Inhalte weiterzuleiten. Das Handbuch empfiehlt, alle Domains bei einem Registrar unterzubringen, und gibt klare Anweisungen und einen Strukturplan, wie ein Transfer aller Domains idealerweise ablaufen sollte. Fragen zum Umgang mit den neuen Domain-Endungen, dem für diese geschaffenen Right Protection Mechanism mit Trademark Clearinghouse, Claims Service, URS usw. werden beantwortet. Im Kapitel zur Domain-Sicherheit werden Angriffspunkte kurz dargestellt und in einem Abschnitt die »Domain Security Best Practices« vorgestellt. Schließlich werden auch Fragen zur Rettung von Domains beantwortet, die verschiedenen rechtlichen Möglichkeiten aufgezeigt und auch hier eine Empfehlung zur Priorisierung je nach Kern- oder Schlüsselmarke und der Schwere der Auswirkung der Rechtsverletzungen zu agieren ausgesprochen. In weiteren Kapiteln gibt das Handbuch Tipps für den Start eines neuen Produkts, für die Überprüfung des Domain-Portfolios auf überflüssige Domains und schließlich für den Kauf oder Verkauf von Domain-Namen nebst Marken.

Das 42-seitige englischsprachige »Handbook Domain Management« von MarkMonitor sollte in keinem Unternehmen fehlen. Auch wenn Empfehlungen von Doug Isenberg bei der Kombination von URS und UDRP keinen Eingang gefunden haben, oder regelmäßige Passwort-Updates empfohlen werden, was mittlerweile von Fachleuten als eher sicherheitswidrig eingestuft wird, kommen Domain- und Markenverantwortliche nicht umhin, sich das Büchlein zu beschaffen, durchzuarbeiten und zu überprüfen, wie auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse die eigene Domain- und Markenstrategie verbessert werden kann. Wir empfehlen dieses Büchlein uneingeschränkt.

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