Die belgische dotMeow Foundation, eine nach eigenen Angaben queer-geführte, queer-betriebene Non-Profit-Organisation, hat ihre Ambitionen unterstrichen, die Top Level Domain .meow einzuführen.
In ihrem jüngsten Projekt-Update gab die Stiftung bekannt, dass sie CORE als Registry-Service-Provider für .meow ausgewählt hat. Wesentlich erleichtert wurde die Bewerbung zudem durch die Aufnahme in das Applicant Support Program von ICANN; dadurch reduziert sich unter anderem die Bewerbungsgebühr um 75 Prozent. Die Endung .meow hat bereits zu Beginn des Jahres für Aufsehen gesorgt. Weit vor Ablauf der selbst gesetzten Frist am 17. Februar 2026 gelang es der Organisation im Ramen einer Kickstarter-Kampagne bereits Mitte Januar 2026, das Ziel von EUR 80.000,– an Spendengeldern einzusammeln. Dennoch bleibt der Weg steinig. Die Stiftung erklärte, dass ihr Hauptsitz in Belgien zusätzlichen Aufwand im Zusammenhang mit NIS-2 verursache; die nationale Umsetzung gelte unabhängig von der Größe einer Registry. Man bereitet sich deshalb darauf vor, die NIS-2-Konformität durch Delegation zu erreichen. Sollte es allerdings einen Konkurrenten für .meow geben und es zu einer »string contention« kommen, würde sich dotMeow ohnehin freiwillig zurückziehen.