Auf zu neuen Ufern heißt es für .pn, die Landesendung der für ihre Piraten-Historie bekannten Pitcairninseln. Die im südöstlichen Pazifik gelegene Inselgruppe, die administrativ zu den Britischen Überseegebieten gehört, hat im Jahr 2023 die technische Verwaltung ihrer ccTLD in die Hände der .uk-Verwalterin Nominet übergeben; dort hat man die Zeit seither genutzt, um das Registrierungssystem zu modernisieren.
Dazu gehört, die Sicherheit von .pn mit Hilfe der DNS Security Extension (DNSSEC) zu verbessern und die Einführung eines Registry-Registrar-Support-Modells zu ermöglichen, das ein branchenübliches Extensible Provisioning Protocol (EPP) für ein Shared Registry System (SRS) mit modernem Registration Data Access Protocol (RDAP)-Server und einen wettbewerbsfähigen Registrar-Markt nutzen wird. Und davon profitiert die ganze Welt: seit wenigen Tagen kann jedermann zu jedem beliebigen legalen Zweck .pn-Domains registrieren , der zuvor händische Registrierungsprozess gehört damit der Vergangenheit an. Ganz günstig werden .pn-Domains allerdings nicht; im Großhandel verlangt Nominet US$ 100,– pro Jahr und .pn-Domain. Vermarktet wird .pn als Abkürzung unter anderem für Prompt Network, Protocol Native, Payment Node, Photonic Network, Peer Network, Private Node, Precision Numerics, Pioneer und Panem; Einschränkungen in der Nutzung ergeben sich daraus aber nicht.