Statistik

Gute Domain-Registrierungszahlen in 2021 und gute Aussichten für 2022

Die Domain Name Industry hat sich im Jahr 2021 wacker geschlagen: Berichte für das 3. und das 4. Quartal belegen, dass sich auch im Jahr eins nach Corona die Registrierungszahlen stabil entwickeln.

Für Überblick sorgt zunächst die .com- und .net-Registry VeriSign, die noch im Dezember 2021 ihren »Domain Name Industry Brief« für das 3. Quartal 2021 veröffentlicht hat. Daraus ergibt sich, dass per 30. September 2021 weltweit und quer über alle Endungen 364,6 Mio. Domains registriert waren. Sie verteilen sich auf 211,7 gTLDs (davon 23,5 Mio. nTLDs) und 152,9 Mio. ccTLDs. Gegenüber dem Vorquartal bedeutet das einen Rückgang um 2,7 Mio. Domains, für den vor allem jedoch die ccTLDs verantwortlich zeichnen; sie verloren 4,8 Mio. Registrierungen. Das könnte zum einen damit zu tun haben, dass die Sondereffekte von Corona allmählich verpuffen, zum anderen schlicht damit, dass VeriSign .tk (Tokelau) mit ihren rund 24,7 Mio. Registrierungen als weltweit stärkste Länderendung mitzählt, diese aber kostenlos erhältlich ist und erheblichen Schwankungen unterliegt. Besondere Erwähnung finden bei VeriSign dieses Mal geoTLDs, die auf insgesamt 63,7 Mio. registrierte Domains kommen. Angeführt wird die Liste von .tokyo mit einem Anteil von 28,1 Prozent vor .nyc mit 7,7 Prozent; dann folgt schon die Hauptstadtendung .berlin mit 6,0 Prozent

Besonders fleißig war im Januar die .eu-Verwalterin EURid, die bereits ihren Bericht für das 4. Quartal 2021 vorgelegt hat. Demnach waren zum Jahresende 2021 offiziell 3.713.804 .eu-Domains registriert, darunter 43.947 internationalisierte .eu-Domains, 1.254 Domains unterhalb der kyrillischen sowie 2.694 Domains unter der griechischen Variante von .eu. Besonders gefragt war die Europa-Domain in Portugal; dort steigerte sie ihre Registrierungszahlen gegenüber dem 3. Quartal 2021 um 23,4 Prozent und gegenüber dem 4. Quartal 2020 sogar um satte 52,3 Prozent; aktuell haben 161.283 Inhaber von .eu-Domains ihren Sitz in Portugal (zum Vergleich: in Deutschland sind es stabile 1.014.165 Domains). Was für den steilen Anstieg in Portugal gesorgt hat, ist unklar; in aller Regel sorgen zeitweise reduzierte Registrierungsgebühren für eine vorübergehend verstärkte Nachfrage, bei der sich die Nachhaltigkeit aber erst zeigen muss.

Die Sorge, dass .eu damit in Portugal der eigenen Landesendung .pt Marktanteile wegnehmen könnte, ist allerdings unbegründet. Nach Angaben der Registry DNS.PT waren am 31. Dezember 2021 genau 1.479.574 .pt-Domains registriert, ein Plus von 136.921 Domains gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt sich seit mittlerweile 2017 ein beständiges Wachstum von weit über 100.000 Domain-Namen im Jahr fort. In ähnlichen Sphären bewegt sich auch das niederländischer Kürzel .nl. Dessen Verwalterin SIDN gibt an, dass man in 2021 um rund 119.000 Domains netto zulegen konnte, was fast einer Halbierung des – wegen Corona – Rekordjahres 2020 entspricht, in dem .nl um 206.000 Domains zulegen konnte. Insgesamt steht .nl mit rund 6,231 Mio. Registrierungen zum Jahresende 2021 aber prächtig da.

Die aktuellen Domain-Zahlen:

.de17.205.726(Vergleich zum Vormonat:+ 46.487)
.at1.417.630(Vergleich zum Vormonat:+ 4.773)
.com160.295.403(Vergleich zum Vormonat:+ 290.623)
.net13.398.809(Vergleich zum Vormonat:– 25.162)
.org10.562.991(Vergleich zum Vormonat:+ 29.618)
.info3.780.941(Vergleich zum Vormonat:– 21.880)
.biz1.427.742(Vergleich zum Vormonat:– 13.376)
.eu3.693.713(Vergleich zum Vormonat:+ 16.297)
.xyz4.357.760(Vergleich zum Vormonat:+ 64.741)
.online2.122.572(Vergleich zum Vormonat:+ 22.013)
.top2.113.334(Vergleich zum Vormonat:+ 532.592)

(Stand 01. Februar 2022)

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