5 Auktionen

aber woher kommen die Domains?

Die Ankündigung vom Domain-King Rick Schwartz, auf der kommenden T.R.A.F.F.I.C.-Conference in New York ganze fünf Domain-Auktionshäuser Versteigerungen durchführen zu lassen, schafft nicht nur Euphorie, sondern nährt auch Zweifel: fünf Live-Auktionen sind eine Menge Holz, gibt es daher überhaupt eine ausreichende Anzahl guter Domains?

Den Gedanken vertieft Mike Berkens auf thedomains.com. Käufer dürften genug vorhanden sein – für gut bepreiste Domains. Bei überpreisten Domains sieht das dagegen schon etwas anders aus. Aber wie dem auch sei: wo sollen all diese Domains herkommen, die für fünf spektakuläre Live-Aktionen sorgen? Viele Inhaber versuchen, ihre Domains wiederholt an den Mann zu bringen, mit immer wieder zu hohen Mindestgebotforderungen. Die geben keine Aussicht auf erfolgreiche Ersteigerung. Viele andere versuchen ihre Domain-Namen schon lange bei einer solchen Auktion unterzubringen, doch erfüllen die Domains nicht die qualitativen Anforderungen und wurden bereits mehrfach abgelehnt. Sollen die nun aufs Tablett kommen? Und werden die Domain-Inhaber versuchen, ihre überteuerten oder schwachen Domains allen Auktionshäusern anzubieten?

Hier zeigt sich wieder einmal das Dilemma, in dem die Domaining-Industrie steckt: Die Preise werden alleine innerhalb der Domainer-Szene gerade bei solchen Versteigerungen gemacht. Dass aber Auktionen für sehr gute Ergebnisse sorgen, bei entsprechend hoher Qualität der Domain-Namen, verzerrt das Bild der tatsächlichen Wertigkeit von Domains. So werden schwache Domains für zu hohe Preise angeboten, und der Markt gerät ins Stocken. Aus diesem Grunde wäre es wünschenswert, wenn anlässlich der kommenden T.R.A.F.F.I.C. sich eines der Auktionshäuser dazu verstehen könnte, Domains ohne Mindestgebot anzubieten (was Moniker in der Tat schon gemacht hat). Gute Domains brauchen kein Mindestgebot, sie versteigern sich von selbst.

Die von Mike Berkens auf thedomains.com geäußerten Befürchtungen, es würden dann womöglich 1.250 Domain-Namen in Live-Auktionen angeboten, konnte Rick Schwartz, Mitorganisator der T.R.A.F.F.I.C., zerstreuen: Moniker LLC, weiterhin das wichtigste Auktionshaus bei T.R.A.F.F.I.C., wird 200 Domains versteigern. Dafür hat das Unternehmen den doppelten Zeitrahmen wie die konkurrierenden Anbieter. Unter denen werden zwei Auktionen mit je 100 Domains und zwei weitere solche mit jeweils unter 50 Domain-Namen durchführen. Qualität und realistische Preise streben die Macher der T.R.A.F.F.I.C. New York an – und eine Initialzündung für den Domain-Markt der Zukunft. Die Qualität der Domains kommt von Domainern, denen aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Krise daran gelegen ist, ihre Cashcows an den Mann zu bringen, da sie liquide Mittel brauchen, teilt Rick Schwartz weiter mit. Nichtsdestotrotz werden alle Domains schärfstens geprüft, ehe sie für eine Auktion zugelassen werden. Und Rick Schwartz garantiert: es wird auf keinen Fall langweilig.

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