.eu

Bilderbuch-Start in die Landrush-Phase

Einen Bilderbuchstart in die Phase der allgemeinen Registrierung hat die neue europäische Top Level Domain .eu (dotEU) am vergangenen Freitag hingelegt: pünktlich um 11.00 Uhr morgens fluteten mehrere hunderttausend vorbestellte Domains die Registrierungsdatenbank von Verwalter EURid, ohne dass es zu grösseren technischen Problemen kam. Bereits wenige Stunden nach dem Start überschritt die Gesamtzahl an registrierten .eu-Domains die wichtige Marke von einer Million.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 76 .eu-Domains pro Sekunde innerhalb der ersten Stunde drängelten mehr als 1.600 akkreditierte Registrare um die besten Plätze. Zur am schnellsten registrierten .eu-Domain avancierte mit dekoration.eu ein Aussenseiter, vor buchung.eu, tankstellen.eu, exhibitionist.eu und eurorechner.eu. Besonders .eu-freundlich zeigten sich die sonst EU-skeptischen Briten: in den ersten vier Stunden der allgemeinen Registrierung lagen sie mit 176.668 registrierten Domains deutlich vor Deutschland mit 138.085 und den Niederlanden mit 100.445. Inzwischen hat sich das Bild gewandelt: fünf Tage nach dem Start liegt Deutschland mit 470.000 Domains oder anders ausgedrückt 32% aller registrierten Domains deutlich vor Großbritannien und den Niederlanden. Knapp eine Woche nach dem Start liegt die Zahl der insgesamt registrierten .eu-Domain bei etwa 1,5 Millionen. Doch trotz dieser enormen Zahlen ist .eu weit davon entfernt, sein Pulver verschossen zu haben: Gemessen an der Gesamtzahl von .de mit bald 10 Millionen Webadressen und .com mit gut 50 Millionen wird der Namensraum von dotEU weder heute noch morgen auch nur annähernd ausgeschöpft sein.

Mit dem Start der Live-Registrierung ist die Sunrise Period vorläufig zu Ende gegangen. Insgesamt gingen 346.218 Anträge für 245.908 verschiedene Domains bei EURid ein. Mit 95.048 Anträgen oder umgerechnet 28,2 Prozent führt auch in dieser Rangliste Deutschland vor den Niederlanden (16,6%) und Frankreich (11,1%). Auffällig: vor allem die öffentlichen Einrichtungen in Deutschland haben mit über 8.500 Anträgen extensiv Gebrauch von der Möglichkeit der bevorzugten Registrierung gemacht, wobei allerdings in 2.206 Fällen die Einreichfrist für die Nachweisdokumente fruchtlos verstrichen ist.

Höchst unterschiedlich fallen die Zuteilungsquoten der Domain-Registrare aus. united-domains erzielt eine Quote von 63,7% und konnte im Rahmen der Landrush-Phase insgesamt 103.000 .eu-Domains registrieren. InternetX aus Regensburg kam nach eigenen Angaben auf gut 50%, domainname.at aus Wien auf 52%. Bei 1&1 und Schlund liegt die Zuteilungsquote nach Informationen von heise.de bei 56% und 90.000 erfolgreich registrierten .eu-Domains, GoDaddy kommt hingegen auf gerade mal 33%, während der Münchner Webhoster domainfactory mit 25% eine noch niedrigere Zuteilungsquote erzielte. Überprüfen lassen sich diese Angaben freilich nur schwer, zumal auch Abweichungen bei der Zählart vorstellbar sind.

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