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ICANN lehnt die Einführung der Endungen .islam und .halal ab

Die türkische Asia Green IT System Bilgisayar San. ve Tic. Ltd. Sti. (AGIT), Bewerberin um die beiden neuen generischen Top Level Domains .islam und .halal, muss einen schweren Rückschlag einstecken.

Am 3. Oktober 2018 entschied das ICANN Board of Directors, dass beide Bewerbungen abgelehnt werden. Zur Begründung verweist ICANN darauf, dass sowohl die Mehrheit der 1,6 Milliarden Muslime als auch einige betroffene Regierungen wie Kuwait, der Iran und Organisationen wie das »Gulf Cooperation Council« und die »Organization of Islamic Cooperation« erhebliche Bedenken gegen die Einführung beider Endungen geäußert hätten. Auch der ICANN-Regierungsbeirat Governmental Advisory Committee (GAC) habe »community involvement and support« vermisst. In Übereinstimmung mit dem öffentlichen Interesse und den Vorgaben des Bewerberhandbuchs werde man die Bewerbungen deshalb nicht fortführen. AGIT bleibt nun die Möglichkeit, diese Entscheidung gerichtlich anzugreifen, ähnlich wie es DotConnectAfrica bei .africa seit Jahren versucht, oder eine besser vorbereitete Bewerbung mit Zustimmung der muslimischen Community in einer kommenden Einführungsrunde einzureichen.

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