Die New Yorker Dotgay LLC hat mit ihren Beschwerdeverfahren offenbar kein Glück: nachdem man mit dem zweiten Versuch, die eigene Bewerbung für .gay als »Community-Endung« qualifizieren zu lassen, deutlich gescheitert war, blieb auch ein zweiter Antrag für ein »request for reconsideration« erfolglos.
Das bedeutet nicht, dass Dotgay LLC nicht den Zuschlag für .gay erhält; man muss sich allerdings gegen die Konkurrenz aus Top Level Design LLC, United TLD Holdco Ltd. und Top Level Domain Holdings Limited durchsetzen. Offenbar genervt von den ständigen Anschuldigungen von Dotgay LLC, man wolle .gay verhindern, hat sich nun sogar Chris Disspain von ICANN zu einem Blogeintrag hinreissen lassen. Die Zurückweisung des »request for reconsideration« bedeutet nicht, dass man die Bewerbung von Dotgay LLC in Frage stelle; es stehe nur fest, dass ICANN die eigenen Regeln eingehalten habe. Mit anderen Worten: .gay wäre wohl schon längst eingeführt, wenn Dotgay LLC nicht ständig neue Beschwerdeverfahren anstrengen würde. Ob man sich davon beeindrucken lässt, ist abzuwarten; aktuell könnte Dotgay LLC noch den Versuch starten, ein »Independent Review Process«-Verfahren einzuleiten.
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