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Neues von .pro, .tel und .berlin

Profis aufgepasst: ab sofort stehen unter der Top Level Domain .pro zahlreiche Kurzdomains zur Verfügung, die aus lediglich einem, zwei oder drei Zeichen bestehen. Daneben optimiert .tel die Möglichkeiten der eigenen Endung, während .berlin mit Erfolg frisches Geld einsammelt – hier unsere Kurznews.

RegistryPro, Verwalter der Profi-Domain .pro, hat mit der Verteilung von Kurzdomains begonnen. Seit dem 10. Februar 2010 können Domain-Namen unter der Endung .pro auch mit einem, zwei oder drei Zeichen angemeldet werden, so dass erstmals auch Internetadressen wie i.pro, ny.pro oder 777.pro möglich sind. In der ersten Phase ihrer Verteilung hat sich RegistryPro jedoch für ein „Request for Proposals“-Verfahren (RFP) entschieden, so dass sich Interessenten um einzelne Domains mit einem Businessplan bewerben müssen. Details für eine erfolgreiche Bewerbung, für die eine Bewerbergebühr von US$ 250,– pro Domain zu entrichten ist, hält RegistryPro auf seiner Website bereit. Interessenten sollten berücksichtigen, dass .pro keine allgemein registrierbare Top Level Domain ist, sondern unverändert nur ausgewählten, besonders qualifizierten Berufsgruppen wie Ärzten, Steuerberatern oder Rechtsanwälten offen steht.

Es war wohl nur eine Frage der Zeit: Telnic, Registry der Telefon- und Adressbuchdomain .tel, bereitet sich auf die Zulassung von Domain-Parking vor. Schon in Kürze sollen die Domain-Inhaber Werbung von Google Adsense in das bisher statische Angebot einbetten können; mit den dort geschalteten Werbeanzeigen lässt sich dann über Pay-per-Click Geld verdienen. Derzeit plant Telnic, Domain-Parking bis Ende März 2010 zu ermöglichen. Parallel arbeitet man an einem Redesign der Website, die ungeachtet der neuen Werbemöglichkeiten für alle .tel-Domains weiterhin ein einheitliches Aussehen behält. Gut möglich, dass angesichts dieser Innovationen nun auch die Registrierungszahlen nach oben schießen.

Licht und Schatten bei der Hauptstadt-Domain .berlin. Wie DotBerlin, die Registry in spe, mitteilt, demonstrieren die Gesellschafter der dotBERLIN GmbH & Co. KG mit einer weiteren Finanzierung in sechsstelliger Höhe ihr fortgesetztes Vertrauen in die Einführung der neuen Endung. Die zusätzlichen Mittel ermöglichen einen weiteren Ausbau des Projektes, wie DotBerlin in einer Pressemitteilung bekanntgab. „Wir freuen uns natürlich über diesen Vertrauensbeweis“, merkte .berlin-Gründer und Geschäftsführer Dirk Krischenowski an. Doch angesichts der Verzögerungen bei ICANN bleiben auch die ehrgeizigen Bemühungen von DotBerlin stecken; derzeit rechnet Krischenowski damit, die Bewerbung im Frühjahr 2011 abgeben zu können. Einstweilen setzt man sich für weitere Städte-Domains ein; so ist Krischenowski Sprecher der „dotcities“ Stadt-Top-Level-Domain-Interessengruppe bei ICANN, der unter anderem die Bewerber aus Paris, New York City und Barcelona angehören.

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