TLDs

Neues von .de, .indigi und .mobi

Eine besonders exotische Nachricht aus der Welt der Top Level Domains erreicht uns aus Neuseeland: mit .indigi will sich eine neue Domain-Endung aufmachen, um allen eingeborenen Völkern eine virtuelle Heimat zu bieten. Was sich sonst noch ereignete – hier unser Überblick.

Die deutsche Domain-Verwaltung DENIC eG ist gemeinsam mit den Länderverwaltern von Italien (.it), Belgien (.be), Slowenien (.si), Litauen (.lt) und Kroatien (.hr) der country code Names Supporting Organisation (ccNSO) von ICANN beigetreten. Gegründet 2003, fungiert die ccNSO als eine Art Forum für die nationalen Registries innerhalb ICANNs. Wie DENIC-Vorstand Sabine Dolderer mitteilt, erhofft man sich von dieser nach langen und oft kontroversen Diskussionen getroffenen Entscheidung, so an der Selbstorganisation des Internets auch als DENIC formal zu beteiligen und diese in der Zukunft mitzugestalten. Der Beitritt scheint nur konsequent: berücksichtigt man den zuletzt steilen Anstieg der Registrierungszahlen von ccTLDs, gewinnt die ccNSO immer mehr an Bedeutung.

Die Ankündigung von ICANN, eine theoretisch unbegrenzte Anzahl neuer Top Level Domains zuzulassen, treibt mitunter seltsame Blüten: aus Neuseeland wird gemeldet, dass sich die International Indigenous Task Force (IITF) und die New Zealand Maori Internet Society (NZMIS) um die Einführung der Endung .indigi bewerben wollen. Ziel ist es, eingeborenen Völkern Unterstützung zu bieten, um sich in einem eigenen Adressraum online zu präsentieren. Die Verwaltung soll eigenständig und restriktiv gegegenüber Kennzeichenrechtsverletzungen erfolgen; für letzteres will man sich die Unterstützung der WIPO (World Intellectual Property Organisation) sichern. Besonderes Augenmerk legt .indigi auf internationalisierte Domain-Namen, die ab der Ebene der Second Level Domain angeboten werden sollen. Für weiterführende Informationen hat man eine kleine Website gebastelt, verweist dort im wesentlichen jedoch auf Aktivitäten in Social Networks wie Facebook, Bebo und MySpace. Allerdings scheint die Kampagne auf wackeligen Füssen zu stehen: so bereitet den Machern derzeit vor allem die Bewerbergebühr von US$ 185.000,– heftiges Kopfzerbrechen.

DotMobi, Verwalter der Mobil-Domain .mobi, stellt allen Inhabern von .mobi-Domains ein Tool namens „Instant Mobilizer“ zur Verfügung. Das Werkzeug wandelt eine bestehende Website binnen Sekunden in eine .mobi-kompatible Website um; so werden etwa Bilder verkleinert und Texte neu formatiert. Das Ergebnis kann man sich über einen Preview-Knopf zuvor ansehen. Die Software ist jedoch lediglich über Partner-Registrare erhältlich.

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