Vorhersage

Domain-Trends des Jahres 2009

Die Domain-Trends 2009 – wohin geht die Reise? Das renommierte Magazin dnjournal.com befragt fast schon traditionell Domainer und Personen aus der Domain Name Industry nach ihrer Meinung, um den neuesten Trends und Vorhersagen auf die Spur zu kommen.

Noch im Januar 2008 freute sich die Welt der Domains über das vierte Jahr in Folge mit robustem Wachstum. Doch bald geriet man in schwere See: die durch Pay-per-Click (PPC) erzielbaren Einnahmen sackten um 50 Prozent nach unten, und spätestens im dritten Quartal 2008 sanken auch die Preise im Domain-Handel. Doch es gibt keinen Grund, Trübsal zu blasen. So sieht Monte Kahn von Moniker.com zwar Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf das Domain-Business; da die Zahl der Internet-Nutzer jedoch weiter enorm wachse, böten die Märkte auch in Zukunft grosse Möglichkeiten. Breitband und High-Speed Internetzugang stehen nahezu weltweit zu geringen Kosten zur Verfügung, Computer werden billiger und der Mobil-Markt gewinnt dank drahtloser Netzwerke und tragbarer Geräte hinzu. In eine ähnliche Kerbe schlägt Andrew Miller (Internet Real Estate Group), der Domains wie creditcards.com, software.com und shop.com gekauft und entwickelt hat. Nach seiner Ansicht müsse der Markt erwachsener werden, wobei er davor warnt, die Szene mit weiteren TLDs zu verwässern; seine Empfehlung lautet unverändert auf generische .com-Domains.

Einen wirtschaftlichen Ausblick wagt Ari Goldberger, unter Domainern als versierter und kompetenter Anwalt hoch geschätzt. Um ihre Investitionen wieder hereinzuspielen, erkennt er einen Trend zur Entwicklung von Domains; soziale Netzwerke wie etwa Linked-in und Facebook böten Kontaktmöglichkeiten, über die sich Domainer bei der Entwicklung gegenseitig helfen können. Auch sei für Schwanengesänge auf klassische Medien wie Zeitungen kein Anlass; im Gegenteil könnten sie durch kraftvolle generische Domain-Marken an Reichweite gewinnen. Für Tim Schumacher von der Domain-Handelsplattform Sedo wird 2009 ein Jahr voller Herausforderungen. Für Schumacher steht bei schwachen Werbeerlösen ein Jahr der Domain-Verkäufe bevor; smartes Kaufen und smartes Verkaufen sei immer die Wahl erfolgreicher Domainer gewesen. Darüber hinaus konsolidiere sich der Markt weiterhin; so sieht Schumacher keinen Grund, warum es dutzende von Parking-Unternehmen geben müsse. Zudem sei Sedo gemeinsam mit der United Internet AG offen für Zukäufe.

Und kein Ausblick ohne Rick Schwartz, den ungekrönten Domain-König – und der fällt ungewohnt pessimistisch aus. Angesichts der Wirtschaftskrise gehe man durch unbekanntes Gebiet, und auch wenn er Vergleiche mit der „Großen Depression“ im Jahr 1929 für verfehlt hält, sind sie nachvollziehbar. Domains als eine Art Transportmittel könnten sich allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen nicht entziehen. Doch er sieht daneben auch positive Veränderungen: so zum einen die Entscheidung von Google, direkt mit Domainern zu verhandeln und Werbeverträge zu schließen, zum anderen das auch von Monte Kahn festgestellte Wachstum des Internets. Und wie immer gilt: harte Zeiten schaffen die besten Möglichkeiten – wer 2009 und 2010 überlebt, wird laut Schwartz die Welt beherrschen!

Darüber hinaus hat dnjournal.com zahlreiche weitere Stimmen aus der Industrie zusammengetragen.

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