Backorder

Domain-Suche für Clevere?

Auf der Suche nach wirklich guten Domains vertrauen immer mehr Domain-Experten auf professionelle Angebote zur sogenannten Backorder von gelöschten oder zur Löschung anstehenden Domains. Doch auch für rein private User kann sich dieser meist kostenpflichtige Service lohnen.

Beim Backorder legt der User vorher eine bestimmte, bereits vergebene Domain fest, die er gerne haben möchte. Dabei muss es sich nicht um eine Gattungsdomain handeln; auch wenn zum Beispiel der eigene Nachname bereits vergeben war, kann man so auf ein erneutes Freiwerden spekulieren. Bedingt durch die Art ihrer Verwaltung betrifft Backordering hauptsächlich Domains unter den Endungen .com, .net und .org, nicht dagegen die deutsche Endung .de. Wird nun zum Beispiel der Registrierungsvertrag für solche Domains gekündigt oder sonst nicht verlängert, werden diese in der Regel nach Durchlaufen mehrerer Phasen zum Schutz vor unbeabsichtigtem Verlust wieder frei. Bei .com werden diese Schritte durch den Eintrag „Registrar hold“, „Pending“ und „Delete“ im WHOIS-Verzeichnis kenntlich gemacht. Beim Backorder wird nun versucht, diesen Prozess für die ausgewählte Webadresse genau zu verfolgen und im Augenblick des Freiwerdens sofort mit einer erneuten Registrierung zuzuschlagen.

Besonders häufig sind Backorders im Bereich der äusserst begehrten zweistelligen .com-, .net- und .org-Domains zu beobachten. Doch auch sehr attraktive generische Domains können so gesichert werden: erst in den vergangenen Tagen haben auf diesem Weg Adressen wie gambia.com, fitness.org, information.org, shoes.org oder continent.net den Inhaber gewechselt.

Der wohl bekannteste Anbieter von Backordering-Diensten ist das US-Unternehmen SnapNames.com Inc.. Dort kann gegen Zahlung von US$ 69,- pro Domain eine einjährige Überwachung der gewünschten Adresse in Auftrag gegeben werden. Dabei kann sich die Überwachung nicht nur auf eine fremde Domain beziehen; auch die eigene, möglicherweise sehr attraktive und wertvolle Domain kann so vor unabsichtlichem Verlust gesichert werden. Eine Garantie gibt es jedoch nicht: selbst im Fall des „planmäßigen“ Freiwerdens kann kein Anbieter verbindlich zusichern, die Adresse auch tatsächlich für den Kunden zu sichern, so daß trotz der Zahlung immer ein Restrisiko bleibt. Wer seine Chancen zusätzlich erhöhen will, kann parallel gleichzeitig mehrere Backordering-Angebote nutzen.

Daneben gibt es noch Anbieter, die kostenlos Listen mit freien oder frei werdenden Domains zur Verfügung stellen. Hier gilt es jedoch sehr schnell zu sein, da zahlreiche Domain-Händler ebenfalls auf diese Listen zugreifen und dabei häufig ein Wettstreit um die besten Adressen entbrennt.

Backordering-Dienste für Domains finden Sie zum Beispiel unter

> SnapNames.com
> domainguru.com
> namesniper.com
> dropcatcher.com
> nicgenie.com
> thefirstname.com
> expirefish.com
> unclaimeddomains.com
> redhotdomainnames.com
> domaindreamz.com

Einen graphischen Überblick zum Löschungskreislauf von Domains erhalten Sie hier.

Eine umfangreiche und kostenlose Suchmöglichkeit für gelöschte oder zur Löschung anstehenden Domains finden Sie unter

> domainfundus.de
> domaindb.de
> desnap.de
> domain-lupe.de
> deleteddomains.com

Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, oder weitergegeben.
Bitte füllen Sie die gekennzeichneten Felder aus.*

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Der Domain-Newsletter von domain-recht.de ist der deutschsprachige Newsletter rund um das Thema "Internet-Domains". Unser Redeaktionsteam informiert Sie regelmäßig donnerstags über Neuigkeiten aus den Bereichen Domain-Registrierung, Domain-Handel, Domain-Recht, Domain-Events und Internetpolitik.

Top