nTLDs

ICANN sucht den Videostar

ICANN hat vergangene Woche Bewerber dazu aufgerufen, ihre Erfahrungen bei der Bewerbung um eine neue globale Top Level Domain auf Video zu bannen und zu veröffentlichen. Sie können so die Aufmerksamkeit auf die eigene Endung lenken und anderen damit helfen. Ein solches Erfahrungsvideo beeinflusst die Prüfung der Bewerbung nicht.

Mit einem Aufruf wendet sich ICANN an alle Bewerber um neue generische Domain-Endungen und an deren Repräsentanten, soweit sie Informationen öffentlich machen dürfen, ihre Erfahrungen und ihre Reise auf dem Weg zur Bewerbung bekannt zu machen und so anderen Bewerbern zu helfen. ICANN bestärkt Bewerber, ihre auf Film gebannten Erfahrungen auf YouTube, Vimeo, Facebook, ihrer eigenen Seite oder sonst wo zu veröffentlichen und per eMail ICANN davon in Kenntnis zu setzen. ICANN will dann, soweit das Video den eigenen Anforderungen entspricht, über die ICANN-Kanäle (Twitter, Facebook) auf das Video aufmerksam machen. Die Qualität des Videos oder die Wahl der Sprache ist nicht so wichtig. ICANN kommt es auf die persönliche Geschichte an, warum man sich dafür entschieden hat, sich um eine neue Endung zu bewerben, welche Schwierigkeiten man hatte und was man gelernt hat.

Ziel der Aktion ist, andere an den gemachten Erfahrungen teilhaben zu lassen, neue Bewerber schulen zu können und mehr Aufmerksamkeit auf die neuen generischen Domain-Endungen zu lenken. Letzteres wird insbesondere denen zugute kommen, die frühzeitig ein Erfahrungsvideo veröffentlichen, das freilich mit »ICANN’s Expected Standards of Behavior« konform sein muss. ICANN verspricht allerdings nicht, auf jedes gemeldete Video hinzuweisen. Zudem stellt ICANN auch klar, dass die Teilnahme an der Aktion keinen Einfluss auf die Bewertung der Bewerbung um eine neue Endung nimmt, im positiven wie im negativen Sinne.

ICANN selbst hat auf seiner Microsite zu den new gTLDs ein beispielhaftes Video platziert, das tatsächlich auf qualitativ niedrigem Niveau (unter anderem hört man den Lüfter des Rechners) Bewerber motivieren will, aufs Geratewohl die eigenen Bewerbungsgeschichten zu erzählen. Aufgrund der bisher bestehenden Geheimniskrämerei seitens der Bewerber ist aus unserer Sicht nicht in Kürze mit Videos zu rechnen. ICANN sieht das als längerfristiges und in jedem Falle gewinnbringendes Projekt, das zumindest über das gesamte Jahr 2012 laufen soll. In jedem Fall dürfte der mit solchen Videos einhergehende Erfahrungsaustausch für spätere Bewerberrunden hilfreich sein, weshalb die Aktion sehr zu begrüßen ist.

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