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Die Wein-Endungen .wine und .vin kommen uneingeschränkt

Der Streit zwischen ICANN und der EU-Kommission um die beiden neuen Top Level Domains .wine und .vin ist entschieden

Nachdem die EU das von ihr initiierte Verfahren nach des »Cooperative Engagement Process« (CPE), der Vorstufe zum »Independent Review Process«, freiwillig zurückgezogen hat, können in Kürze die Registry-Verträge mit den zu Donuts Inc. gehörenden Betreibern June Station LLC und Holly Shadow LLC unterzeichnet werden. Die offizielle Bewerberdatenbank von ICANN listet sowohl .wine als auch .vine mit dem Vermerk »In Contracting« anstelle des bisherigen »On Hold«. Streitig war bisher das Problem der geographischen Herkunftsangaben (»Geographical Indications«); hier drängte vor allem die EU-Kommission darauf, zum Beispiel der Champagne, Bordeaux oder Chianti mehr Schutz zu verleihen, als ihnen bisher nach den Grundsätzen des internationalen Markenrechts zusteht. Wie dieses Problem nun gelöst wurde, lässt sich noch nicht erkennen; möglicherweise hat sich Donuts freiwillig darauf eingelassen, eine zu Gunsten der EU erweiterte Zahl reservierter Domains (»E-Bacchus«-Liste) in den Registry-Vertrag aufzunehmen. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bisher nicht; spätesten die Veröffentlichung der Registry-Verträge sollte aber für Klarheit sorgen.

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