nTLDs

Afilias gibt Registry-Tipps

Im Kampf um die neuen Domain-Endungen (nTLDs) rührt Afilias die Werbetrommeln: wer sich um eine neue Domain-Endung bewerben will, sollte sich vorher einige Gedanken machen. Welche unter anderem in Betracht kommen, erklärt Afilias-Chef Roland LaPlante.

Auch wenn es sich letzten Endes um Werbung handelt, lassen sich die Überlegungen, die Afilias anrät, nicht einfach vom Tisch fegen. In einem Info-Artikel und dem dazu passenden Video gibt Afilias einige Tipps, die man als Bewerber um eine neue Top Level Domain beachten sollte – und wirbt für sich als zukünftige Registry. Die wesentliche Frage ist, was man als Bewerber um eine neue generische TLD für einen Erfolg erwarten kann, wie viele Domains von Usern registriert werden. Ein Blick in die Vergangenheit, so Afilias, hilft da auf die Sprünge: in den vergangenen neun Jahren seit Einführung der ersten neuen Domain-Endungen sind die Registrierungszahlen rapide angestiegen. Doch Gewinner sind vor allem die alten Endungen: .com, .net, .org und einige Länderendungen wie .cn, .de und .co.uk. Unter den seinerzeit eingeführten sieben neuen Endungen weist allein .info mit knapp sechs Millionen Domains herausragende Registrierungszahlen auf; .biz schafft es auf gerade zwei Millionen. Doch auch jüngere Domain-Endungen weisen zum Teil beachtliche Zahlen gleich nach deren Einführung auf. Zu überlegen ist, in welche Kategorie die eigene angestrebte Endung einzuordnen wäre.

Die nächste Frage richtet sich auf den Preis der Registrierung einer Domain. Mittlerweile konkurrieren die unterschiedlichen Endungen massiv miteinander, was die Preise zum Teil nach unten drückt. Überwiegend liegen die Registrierungspreise unter US$ 10,–. Weiter sollte man überprüfen, wie man die hohen Ausgaben der Anfangsfinanzierung auffängt: hier empfiehlt sich gegebenenfalls die Versteigerung von Premium-Domains, die Endungen wie .mobi und .me vorgemacht haben. Schließlich – und an dieser Stelle greift die Werbung – rät Afilias, das Rad nicht neu zu erfinden und sich an eine bereits bestehende Registry zu wenden, um die eigene Endung technisch betreuen zu lassen. Das sei günstiger als eine Eigenentwicklung, und die Erfahrung eines Anbieters wie Afilias zahle sich aus.

Mit diesen durchaus wertvollen Tipps setzt das aufgrund der Verwaltung von unter anderem .info und .me erfahrene Unternehmen Afilias zugleich ein Zeichen gegen den Newcomer Mind + Machines, das sich seinerseits mit der Veröffentlichung von Studien und Informationen immer wieder in Szene setzt, um den Domain-Markt um die Verwaltung der neuen Domain-Endungen, mit denen vor 2012 kaum zu rechnen ist, zu besetzen. Dass sich in absehbarer Zeit weitere Unternehmen als Verwaltungen empfehlen, ist nicht auszuschließen. Und Konkurrenz, so wissen wir, belebt das Geschäft.

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