.berlin

Sehr guter Start der Live-Registrierung

Mit der Endung .berlin startete am gestrigen 18. März 2014 die erste Live-Registrierung einer Städte-Domain. Wir waren bei der Veranstaltung im Berliner Rathaus dabei. Mit rund 21.500 registrierten Domains innerhalb weniger Minuten war der Beginn der neuen geoTLD erfolgreich.

Die dotBerlin GmbH & Co. KG hatte für 18. März 2014 ab 10.00 Uhr in den Säulensaal des Roten Rathauses in Berlin-Mitte geladen, um den weltweit ersten Start der Live-Registrierung einer Städte-Domain zu feiern. Gekommen waren rund 90 Gäste aus Politik, Presse und Wirtschaft sowie Gesellschafter der dotBerlin GmbH & Co. KG. Um 10.30 Uhr begann der offizielle Teil der Veranstaltung: Dirk Krischenowski, Geschäftsführer von dotBerlin, nahm in seiner Einführungsrede den großen Bogen über die ersten, vor 9.000 Jahren niedergeschriebenen Namen, die ihre identitätsstiftende Wirkung entfalteten und die heute von .berlin im Internet fortgeführt würde. Die Endung .berlin werde ein wesentliches Marketinginstrument für Berlin selbst, an dem alle mitarbeiten müssten, um es erfolgreich werden zu lassen. Es folgte Dr. Richard Meng, Sprecher des Senats von Berlin, am Rednerpult, der den Termin für die Einführung für wenig geschickt gewählt erachtete, da ja jetzt Senatssitzung sei, wie jeden Dienstag, und er deshalb nur kurz Zeit habe. Er ließ keinen Zweifel darüber aufkommen, dass dotBerlin eine privatwirtschaftliche Initiative sei. Der Senat habe sich zu Anfang gegen die Top Level Domain gesträubt. Jetzt begrüße man indes die Hartnäckigkeit von dotBerlin, die es nach zehn Jahren geschafft haben, mit der Endung online zu gehen. BitCom-Sprecher Sylvius Bardt wünschte .berlin viel Glück und nicht nur Coolness, sondern auch Leistung: mit .berlin als identitätstiftende Herkunftsanzeige lasse sich sicher die Start-Up-Szene fördern. Weiter wünschten Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, und Helga Krüger und Carsten Schiefner, Vorstände von DENIC, .berlin alles Gute und Glück und viele Domains. Sodann kam Cherine Chalaby, Mitglied des Vorstands von ICANN und verantwortlich für das nTLD-Programm, noch zu Wort und machte nochmals deutlich, welch bedeutender Einschnitt die neuen Domain-Endungen seien und dass insbesondere .berlin, als erste Städte-Domain, die sich dem allgemeinen Publikum öffnet, wegweisend sei.

Dann war es auch schon 11.00 Uhr und die Schleusen für .berlin öffneten sich. Innerhalb weniger Minuten waren rund 21.500 .berlin-Domains registriert, die die gut 50 Registrare weltweit, mit denen dotBerlin Verträge geschlossen hat, aufgrund von Kundenvorbestellungen in das System einfließen ließen. Damit ist .berlin derzeit eine der erfolgreichsten neuen Domain-Endungen. Es zeigt sich, dass die united-domains AG, deren Projekt dieser Newsletter und die – wie andere deutsche Registrare auch – Kommanditist bei dotBerlin ist, mit 8.202 registrierten Domains sich als marktstärkster .berlin-Registrar positionieren konnte. Es folgen mit circa 7.000 registrierten Domains 1&1 und mit circa 2.000 Domains Strato.

Wie sich die Registrierungszahlen weiter entwickeln, werden wir in den kommenden Monaten beobachten. Dieser recht erfolgreiche Start von .berlin macht Hoffnung auch für .ruhr (27. März 2014) und die anderen, bald anstehenden Domain-Einführungen von deutschen Regionalendungen wie .koeln (voraussichtlich August 2014), .bayern (voraussichtlich September 2014), .hamburg (voraussichtlich September 2014) und .saarland.

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