Afilias

5 Gründe für die eigene Firmen-TLD

In einem Gastbeitrag im Blog domainnamewire.com nennt Robert LaPlante, Marketing-Chef der .info-Registry Afilias, Gründe, warum große Unternehmen sich ihre eigene generische Top Level Domain sichern sollten.

Es ist nicht der erste Beitrag Robert LaPlantes zu den neuen Domain-Endungen. Bereits im Sommer gab er Tipps für zukünftige Domain-Verwaltungen und worauf sie achten sollten, wenn die Einführung neuer Endungen (endlich) beginnt. Nun macht er Unternehmen die eigene Domain-Endung schmackhaft, für die Afilias sicher gerne die Verwaltung übernehmen würde. Denn Afilias selbst wird diese Dienstleistung als erfahrene Domain-Verwaltung zukünftig anbieten.

LaPlante bewertet die mit der eigenen Domain-Endung einhergehende Personalisierung des Unternehmens als positiv. Im Grunde handele es sich um eine neue Marketingstrategie. Zur Zeit gelten Social Networks als hip, wenn es darum geht, neue Kunden zu gewinnen. Aber mit einer eigenen Domain-Endung wird das eigene Branding auf eine neue Ebene gehoben und personifiziert. Tendenzen sieht man bereits in seltsam anmutenden Domains wie itun.es oder wpo.st. Da wäre es dann klarer und nachvollziehbarer, gleich eine entsprechende Domain-Endung zu haben, unter der zahlreiche eindeutige Angebote zu finden sind.

Auch das zur Zeit sehr gefragte Social Networking erhalte damit eine neue Dimension. Kurznamige Unternehmen hätten mit der eigenen Endung nicht nur einen eigenen URL-Kürzer. Sondern es bietet sich auch ein unternehmensinternes Social Network an, das aufgrund von ordentlichen Domain-Namen für die Beteiligten viel präsenter und eindeutiger wäre als derzeit gängige Social Networks. Weiter lobt LaPlante die neuen Möglichkeiten, kreativ mit dem DNS umzugehen. Endungen wie .mail oder .skype erlauben die Einführung neuer Technologien, wie zuletzt das DNSSEC. Darüber hinaus ließe sich von einzelnen Brandings eigene Kunden-eMail-Adressen generieren, über die Dienstleistungen zu speziellen Produkten kommuniziert werden.

Auch Fragen von Sicherheit und Kontrolle würden damit für Unternehmen greifbarer: Bisher sind Domain-Inhaber abhängig von den Regeln der jeweiligen Registries. Mit einer eigenen Top Level Domain hätten Unternehmen innerhalb dem von ICANN vorgegebenen Rahmen die Möglichkeit, Registrierungs- und Sicherheitsregeln zu implementieren, die den Anforderungen und der Struktur des Unternehmens gerecht werden. So könnte jeder Domain-Anmelder genauestens kontrolliert werden, um Phishing-Registrierungen auszuschließen, oder man kann eMail auf Intranetkommunikation reduzieren und so Spam verhindern. Schließlich bedeutet die eigene Domain-Endung neue Einkünfte, und zwar nicht durch Domain-Registrierung, sondern durch gezielte Angebote; LaPlante denkt da an personalisierte Fanseiten. Distributivanbieter können Shop-Domains wie etwa myshop.google oder Werbekanäle wie buecher.amazon anbieten.

Insgesamt lässt sich noch nicht überblicken, was die neuen Domain-Endungen bringen werden. An der Front lässt sich noch viel spekulieren. Für welche Unternehmensgröße solche Endungen, die immerhin erhebliche Kosten mit sich bringen, die man aber auch leicht in Werbung versenken kann, überhaupt sinnvoll sind, lässt sich noch gar nicht absehen. Aber vielleicht ergeben sich einige Innovationen, technischer und sonstiger Art, die das Internet weiter bringen.

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