.eu

Vorbereitungen für Live-Phase laufen

Nur noch wenige Tage, dann hat die Startphase der neuen europäischen Top Level Domain .eu (dotEU) ihr Ende: am 7. April 2006 startet die Live-Registrierung. Wie schon in der zweiteiligen Sunrise Period lohnt es sich auch jetzt, Vormerkungen abzugeben. Wer dagegen im Schlussspurt der Sunrise Period noch bevorrechtigt seine .eu-Domains anmelden kann und will, muss sich sputen. Und wer die Nachweisfrist verbummelt hat, für den gibt es etwas Hoffnung.

Vier Monate lang durften Inhaber früherer Rechte bevorzugt .eu-Domains anmelden; am 7. April 2006 ist damit Schluss. Ab diesem Tag beginnt die allgemeine Registrierung, so dass jede Person, jedes Unternehmen und jede Organisation aus einem der 25 EU-Mitgliedsländer ohne Nachweise .eu-Domains in unbegrenzter Zahl registrieren kann. Bis zum 20. März 2006, dem Ende der Akkreditierungsfrist für Domain-Registrare, haben fast 1.500 Unternehmen aus dem In- und Ausland eine Zulassung von EURid erhalten, so dass die Nutzer reichlich Auswahl haben. Wie immer sollten Service, Sicherheit und Preis bei der Wahl des Registrars entscheiden. Wer sich eine gute Ausgangsposition für die Live-Registrierung sichern will, dem ist zu empfehlen, seine Wunsch-Domains vorzumerken. Registrare wie die united-domains AG nehmen ab sofort Vorbestellungen entgegen; Gebühren in Höhe von EUR 29,- pro Jahr und .eu-Domain werden lediglich im Erfolgsfall fällig, wenn der Kunde seine Domain also auch tatsächlich erhält.

Hoher Andrang herrscht derzeit noch in der Sunrise Period. Die Zahl der Bewerbungen ist auf über 315.000 Domains gestiegen, wovon fast 20.000 Domains bereits aktiv sind, die meisten davon mit deutschen Inhabern. Wer sich die Status-Berichte von EURid näher ansieht, dem fallen aber zwei Dinge besonders ins Auge: Nach wie vor klafft eine erhebliche Lücke zwischen eingegangenen Anträgen und der Zahl der abgerufenen Coverletter. Auffällig ist aber auch, dass die Zahl der Fälle, in denen die Nachweisfrist ergebnislos abgelaufen ist, ungewöhnlich hoch ist. So haben allein Bewerber aus Deutschland, die sich auf eine eingetragene nationale Marke berufen, in fast 11.000 Fällen die Unterlagen nicht rechtzeitig eingereicht. Selbst bei den öffentlichen Einrichtungen ist der Anteil mit über 2.000 Fällen europaweit am höchsten. Dem lässt sich zwar entgegenhalten, dass im Verhältnis mit Abstand die meisten Anträge aus Deutschland kommen, eine Abbruchquote von insgesamt über 30 Prozent sticht jedoch auch anteilsmäßig im europäischen Vergleich stark hervor.

Zum Abschluss noch ein Tipp für all jene, deren Nachweisfrist abgelaufen ist, ohne dass die erforderlichen Unterlagen fristgemäß bei PwC eingegangen sind: noch bis zum Beginn der allgemeinen Registrierung am 7. April ist eine auch wiederholte Teilnahme an der Sunrise Period möglich, es fallen lediglich nochmals die Anmeldegebühren beim Registrar an. Wer zum Beispiel in der WHOIS-Datenbank sieht, dass kein weiterer Antrag für die gewünschte Domain vorliegt und somit ein anderer Bewerber vorrangig zum Zuge kommen könnte, für den kann es sich lohnen, einen erneuten Antrag hinterherzuschieben. In diesem Fall läuft auch die Nachweisfrist von 40 Tagen von vorn. Wer dagegen mit seinem erneuten Antrag in der Warteliste erst an fünfter oder sechster Stelle stehen würde, hat vergleichsweise geringe Chancen, doch noch eine Zuteilung zu erhalten.

Vormerkung von .eu-Domains sind zum Beispiel hier möglich.

Quelle: eurid.eu, eigene Recherche

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