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Nominet erwägt Sperrliste für anstößige Begriffe

Die britische Domain-Verwaltung Nominet überlegt, im Zuge der Überarbeitung ihrer Vergaberegeln beleidigende oder sonst anstößige Worte oder Ausdrücke von einer Registrierung unterhalb von .uk künftig auszuschließen.

Wie die Registry am 9. September 2013 bekanntgab, hat man den früheren Staatsanwalt Ken Macdonald damit beauftragt, gemeinsam mit Nominets »Policy-Team« eine entsprechende Prüfung durchzuführen. Die Initiative geht auf eine Veranlassung des Ministeriums für Kultur, Medien und Sport zurück und steht in Zusammenhang mit dem erheblichen Volumen pornographischer Angebote, das in Großbritannien gehostet wird. Nominet selbst hat sich bisher gegen derartige Vergabebeschränkungen gewandt und unter anderem geltend gemacht, dass sie gegen Meinungsfreiheit verstoßen und letztlich nicht praktikabel sind; niemand könne von vorne herein festlegen, wann ein Wort oder Begriff anstößig sei; die verunglückte Domain penisland.com mag als Beispiel dienen. Die Öffentlichkeit hat vorerst bis 4. November 2013 Gelegenheit zur Stellungnahme; hierzu steht unter anderem ein virtueller Fragebogen zum Ausfüllen bereit.

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