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Neues von .as, .pt, .hu und .si

Erneut zahlreiche Änderungen vermelden die weltweiten Länderverwaltungen. Diesmal gibt es wichtige Neuigkeiten von Amerikanisch-Samoa (.as), Portugal (.pt), Ungarn (.hu) und Slowenien (.si).

Zum Einstieg zwei Meldungen aus dem Reich der internationalisierten Domain-Namen: sowohl Amerikanisch-Samoa (.as) als auch Portugal (.pt) erweitern die Registrierung um die Verwendung von Sonderzeichen in den Domain-Namen. Im Fall von .as sind es gleich 92 neue Zeichen, darunter unter anderem die drei deutschen Umlaute. In Portugal können sich Inhaber von Second Level- und Third Level Domains um die entsprechende Domain mit portugiesischen Schriftzeichen bewerben. Die Sunrise Period dauert noch bis zum 30. Juni 2005, die Phase der Live-Registrierung beginnt dann am 1. Juli.

Ungarn, erst seit dem 1. Mai 2004 Mitglied in der Europäischen Union (EU), öffnet sein Landeskürzel .hu für alle übrigen EU-Mitgliedsstaaten. Ab dem 1. März 2005 können sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen und Organisationen mit Sitz in der EU ihre .hu-Domain registrieren. Eine vollständige Liberalisierung erfolgt jedoch nicht; so muss inbesondere zum Nachweis der Registrierungsberechtigung bei Unternehmen ein Auszug aus dem Handelsregister, bei Einzelpersonen eine von zwei Zeugen unterschriebene Kopie des Personalausweises mit eingereicht werden. Die Regelungen für öffentliche Subdomains wie .co.hu bleiben unverändert. Eine Liste mit Domain-Registraren hält die Vergabestelle ISZT auf ihrer Website bereit. Für den Fall von Streitigkeiten um .hu-Domains passt die Vergabestelle ferner ihre Schiedsregeln denen anderer EU-Staaten an.

Nur wenig weiter als Ungarn geht Slowenien, ebenfalls seit Mai letzten Jahres Mitglied in der EU; auch dort gelten ab dem 04. April neue Regeln für die Domain-Registrierung. Derzeit ist die Registrierung im wesentlichen auf slowenische Unternehmen und in Slowenien eingetragene Marken beschränkt; künftig können alle Unternehmen ihre Domain registrieren, wobei ein Markennachweis weiterhin erforderlich bleibt. Auch die Beschränkung auf bisher eine Domain entfällt, bleibt jedoch auf insgesamt bis zu 20 Domains gedeckelt. Die zweite wichtige Änderung betrifft die Vergabestelle Academic and Research Network of Slovenia (ARNES), die sich von ihrer bisherigen Registrartätigkeit verabschiedet und künftig allein die Verwaltungsfunktion (Registry) übernimmt. In Erwartung vermehrter Domain-Streitigkeiten hat Slowenien für .si schliesslich ebenfalls unter Federführung der Universität von Ljubljana mit der ARDS neue Streitschlichtungsregeln eingeführt.

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