Start-Ups

Fehler bei der Domain-Wahl

Der richtige Name bleibt ein Problem, auch wenn es immer mehr Domain-Endungen gibt. Martin Zwilling, Start-Up-Mentor und „Angel Investor“, liefert auf entrepreneur.com eine Liste mit acht vermeidbaren Fehlern bei der Namenssuche für ein Start-Up, die auch mit der Domain-Wahl verflochten sind.

Zwilling bekommt immer wieder Businesspläne auf den Tisch, bei denen der Name für das Geschäft durch einen Freihalter repräsentiert wird, da der richtige Name noch nicht gefunden wurde. Doch der Name ist wichtig und sollte frühzeitig erkundet und festgelegt werden, denn von diesem kann der Erfolg oder Misserfolg eines Start-Ups abhängen. Den richtigen oder falschen Namen gibt es freilich nicht, denn jeder Name hat unterschiedliche Bedeutung in unterschiedlichen Kulturen, Wirtschaftssystemen und Märkten. Ein Name kann Stärke, Wert, Nähe und Freundlichkeit vermitteln, oder eben das jeweilige genaue Gegenteil. Martin Zwilling gibt in seinem Artikel acht Fehlerpunkte, die man in jedem Falle bei der Namenswahl vermeiden sollte. Das fängt bei trivialen Namen und Akronymen an, die beim Konsumenten nicht in Bezug auf das Unternehmen haften bleiben. Absichtliche Verschreibungen können Kunden – dank Internet – zur Konkurrenz treiben, die vielleicht die korrekt buchstabierte Domain für sich registriert. Spaßwörter und Nichtwörter sind zwar einfach als Marke zu registrieren, jedoch nur schwer zu branden. Zwilling plädiert auch für die Kürze des Namens und dafür, sich mit dem Namen nicht geographisch oder produkttechnisch festzulegen. Bestes Beispiel wäre Amazon, das mit dem Buchversand anfing, aber eben nicht books.com registrierte, um darunter den Vertrieb aufzubauen und sich so nicht beschränkte. Wichtig ist vor allem, dass der Name noch auf allen Kanälen zu haben ist, also als Marke, auf den verschiedenen Social Media Plattformen und unter den wichtigen Domain-Endungen.

Die Tipps von Martin Zwilling sind hilfreich und geben Orientierung. Allerdings sieht Zwilling derzeit noch keinen Sinn darin, auf eine der neuen Endungen zu setzen, da sie noch nicht beim Nutzer ausreichend bekannt sind. Nun, mit der Bekanntheit der Endungen hat er Recht, allerdings setzen zahlreiche erfolgreiche junge Unternehmen auch auf wenig bekannte Länderendungen wie .cc, .io, .ly und .co, die dem normalen Internetnutzer mindestens ebenso unbekannt sein dürften wie die neuen Endungen. Darüber hinaus kann man sich gerade über die neuen Endungen produkttechnisch identifizieren, was dem zukünftigen Kunden entgegenkommt. Die neuen Endungen sind aber auch noch nicht so überlaufen, dass man sich mit ihnen gerade nicht auf eine Sparte einschränken muss, sondern Endungen verschiedener „Branchen“ oder Geographien auswählen kann, um den eigenen Markt nicht einzuschränken. Im Hinblick darauf braucht man Zwillings Einschätzung zu den neuen Domain-Endungen nicht so eng zu sehen. Doch sollte man die Variante mit .com, so sie denn noch frei ist, auf jeden Fall mitregistrieren.

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