Sedo

Domain-Marktstudie 2009 veröffentlicht

Die Kölner Sedo GmbH legte ihre aktuelle Domain-Marktstudie 2009 und mit ihr die Quartalsstudie für das 4. Quartal 2009 vor. Der Domain-Handel konnte sich danach auch im Krisenjahr steigern; besonders waren Geodomains erfolgreich, wie etwa russia.com, kiev.com und sudan.com. Die Aussichten für die Zukunft sind vielversprechend.

Über Sedo verkauften sich 2009 insgesamt 38.675 Domain-Namen für eine Gesamtsumme von EUR 54.746.261,–. Die Zahl der Domain-Verkäufe stieg um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2008, in dem über Sedo 36.884 Domains an den Mann gebracht wurden. Die Steigerungskurve fällt allerdings gegenüber 2008/2007 (36.884/27.270), wo sie noch 35 Prozent betrug, deutlich ab.

Den Löwenanteil verkaufter Domains konnte, wie nicht anders zu vermuten, .com für sich verbuchen; er beträgt bei 17.358 Domains insgesamt knapp 45 Prozent aller über Sedo verkauften Domains in 2009. Die deutsche Endung .de hingegen konnte 18,4 Prozent (7.117 Domains) für sich verbuchen. Die Entwicklung insgesamt verlief positiv: die Verkäufe nahmen gegen Ende des Jahres zu; während ab dem 2. Quartal 2008 (9.727 Verkäufe) der Markt durch eine leichte Talsohle (8.754, 4. Quartal 2008) ging, die erst im 3. Quartal 2009 (9.928) durchschritten wurde, bildet das 4. Quartal 2009 mit 10.070 verkauften Domains einen neuen Höhepunkt.

Schaut man sich allein den Verkauf generischer Domains in 2009 an, besetzt .com 74 Prozent des Sedo-Marktes. An Platz 2 der generischen Domain-Endungen steht .net mit 11 Prozent, die sich gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent steigern konnte, während .com 2 Prozent abgeben musste. Die Verkäufe länderspezifischer Domains wird mit 54 Prozent von .de angeführt, was gegenüber 2008 einen prozentualen Abfall von 7 Prozent, aber real einen Zuwachs von 952 Domains (i.e. 15,5 Prozent) bedeutet (7.117 .de-Domains in 2009 gegenüber 6.159 in 2008). Die beliebte britische Endung .co.uk besetzt mit 13 Prozent Anteil (1.645 Domains) abgeschlagen den 2. Platz, dicht gefolgt von .eu mit 11 Prozent (1.392 Domains).

Aber reden wir von Geld: Das Domain-Handelsvolumen bei Sedo betrug 2009 EUR 54.746.262,– gegenüber EUR 53.135.710,– im Jahr 2008, was einer Steigerung um 3 Prozent entspricht (im Zeitraum 2007/2008 betrug die Steigerung gut 8 Prozent). Das Volumen für .com-Domains allein betrug EUR 32.094.851,–, eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, wie auch bei den Durchschnittspreisen von .com-Domains (2009 EUR 1.849,– gegenüber EUR 1.700,– in 2008), was aber nach wie vor keinen Vergleich mit 2007 darstellt, in dem das Handelvolumen für .com-Domain-Namen EUR 42.429.455,– und der Durchschnittspreis EUR 3.417,– betrug. Ähnlich positiv sieht es bei den anderen generischen Endungen aus, alleine .info musste Abstriche machen und konnte sich gegenüber dem Vorjahr nicht verbessern.

Bei den Länderendungen verhält es sich ganz anders: Handelsvolumen und Durchschnittspreis von .de sanken gegenüber dem Vorjahr. Gewinner ist .at, deren Durchschnittspreise sich um gut 42 Prozent von EUR 1.082,– in 2008 auf EUR 1.541,– in 2009 steigerten. Gewinner beim Durchschnittspreis sind wie im Vorjahr .fr mit EUR 2.958,– gefolgt von .co.uk mit EUR 2.216,–. Hingegen schwindet das Interesse an .eu-Domains auf dem Sekundärmarkt kontinuierlich seit ihrer Einführung, die Durchschnittspreise sanken von EUR 965,– in 2007 über EUR 874,– in 2008 auf EUR 722,– in 2009.

2009 weist einerseits, wie bereits beschrieben, eine Entwicklung aus der Talsohle an der Anzahl verkaufter Domains auf. Andererseits zeigt sich eine Tendenz zu Geo-Domains, die sehr hohe Verkaufspreise erzielten. So generierten russia.com US$ 1,1 Mio., brazil.com US$ 500.000,–, sudan.com US$ 120.000,– und kiev.com US$ 88.000,–. Insgesamt zeigt die Sedo Domain-Marktpreisstudie, dass der Handel mit Domains weiterhin ein solides Geschäft ist, das auch in der Zukunft zu florieren verspricht, selbst wenn die Steigerungskurve zur Zeit nicht mehr so steil ist wie in den Vorjahren.

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