Domain-King

Rick Schwartz im Interview aus dem Ruhestand über Domaining, den chinesischen Domain-Markt und die neuen Endungen

Kaum ist der Domain-King Rick Schwartz für zehn Monate im Ruhestand, wird er schon wieder herbeigerufen, um Stellung zur Lage der Domains zu beziehen. Seine Antworten sind erwartbar, aber immer lesenswert.

Raymond Hackney nutzte das Blog thedomains.com von Michael Berkens, um zu klären, was Schwartz zur aktuellen Domain-Lage zu sagen hat. Vor gut zehn Monaten hatte der Domain-King seinen Abgang mit letzten essentiellen Blogbeiträgen unter ricksblog.com konzertiert. Für Hackney war es Zeit, Rick fünf Fragen zu stellen. Der gab, wie gewohnt weitschweifig und doch einsichtsvoll und informativ, Antwort.

Auch in seinem zweiten Ruhestand pflegt Rick Schwartz weiter sein Hobby Domaining. Er verkauft Domains, und täglich registriert er neue Domains von Hand. Tatsächlich hatte sich der Domain-King schon früher einmal zur Ruhe gesetzt, um dann ab dem Jahr 2004 mit der Domain-Konferenz T.R.A.F.F.I.C. für zehn Jahre wieder öffentlich aktiv zu werden.

Die schnelle und gute Entwicklung des chinesischen Markts sieht Schwartz als ein Geschenk des Himmels, bei dem man noch sehen werde, ob es sich um eine Blase handelt. Keine Blase sei jedenfalls der Handel mit Drei-Ziffern-Domains. Er selbst konnte im vergangenen Jahr 2015 einige Treffer landen, und werde Ende diesen Jahres ebenfalls mehrere hochpreisige Verkäufe bekannt geben.

Ricks Ansicht zu den neuen Endungen hat sich im Laufe der vergangenen Monate und Jahre nicht geändert. Solange Unternehmen nicht mit ihren Adressen unter neuen Endungen werben, bleiben .com-Domains für Investoren immer die bessere Wahl. Denn die Werbegelder, die in .com gesteckt werden, also .com-Domains, die in der Werbung genannt werden, zeigen, wofür Unternehmen bereit sind, Geld auf den Tisch zu legen. Allenfalls hat .web das Zeug dazu, eine starke Endung zu werden. Denn bei ihr ist jeder Domain-Name eine natürliche Phrase, selbsterklärend. Sobald die Endung auf den Markt kommt, könnte dies einerseits zum Kollaps aller anderen nTLDs führen, oder aber ihnen allen Leben einhauchen. Für Schwartz ist klar, dass die nTLDs kollabieren werden, aber .web wird schon am ersten Tag 1 Mio. Registrierungen aufweisen können.

Domain-Parking nutzt Rick Schwartz nur noch für lediglich fünf Prozent seiner Domains, wo er früher 100 Prozent geparkt hielt. Neue Domains parkt er vorübergehend zur Prüfung ihres Traffic. Der Großteil seines Domain-Portfolios leitet auf seine Seite domainking.com weiter, auf der sich Nutzer informieren können und wo er im Grunde für sich wirbt.

Für neue Domainer, die US$ 1.000,– investieren wollen, gibt es aus seiner Sicht viele Möglichkeiten: Domains von Hand registrieren, mehrere Domains kaufen oder nur eine Domain. In jedem Falle müsse man nachdenklich, methodisch, logisch und vorsichtig vorgehen. Domaining bedeutet viel Arbeit.

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