Domain-Handel

Aktuelle Trends auf dem Zweitmarkt

Der Domain-Markt ist in diesem Jahr nicht so euphorisch wie im vergangenen. Kaum spektakuläre Zifferndomain-Verkäufe, wenige Hochpreis-Domains. Elliot Silver (domaininvesting.com) fragte einige Fachleute, wie sich der Zweitmarkt für Internetadressen weiter entwickeln wird.

Elliot Silver selbst besitzt lediglich ein kleines Domain-Portfolio von rund 500 Stück. Gleichwohl ist er am Marktgeschehen interessiert und kennt viele Fachleute, die er um ihre Einschätzung bat. Darunter finden sich Jeffrey Gabrieal (Uniregistry), Dave Evanson (Sedo) und Andee Hill (Donuts). Die jeweiligen Einschätzungen fallen entsprechend der jeweiligen Profession und Interessen aus.

So blickte Dave Evanson (Sedo) auf den allgemeinen Markt und erklärte .com nach wie vor zum »König« des Handels, auch wenn die neuen Endungen langsam wahrgenommen werden. Gesucht seien nach wie vor kurze .com-Domains, insbesondere Drei-Zeichen-Domains, die gerne nach China gehen. Domain-Parking macht sich nach wie vor bezahlt und erleichtert den Verkauf von Domains. Evanson erwartet, dass künftig mehr Domain-Portfolien verkauft werden, mit Preismarken über US$ 500 Mio. Jeffrey Gabriel (Uniregistry) sieht dagegen den chinesischen Markt zurückhaltender, während Europa mehr Verkäufe aufweist. Die neuen Endungen erfahren mehr Transaktionen, allerdings nicht zu hohen Preisen. Der Brexit habe sich zeitweise bemerkbar gemacht, das Geschäft verlief etwas schleppender; mittlerweile ist das aber beinahe wieder ausgeglichen. Nat Cohen (Telepathy) sieht nach wie vor eine hohe Nachfrage nach .com-Premium-Adressen, die als Brand genutzt werden können. Der indische Markt wächst derzeit, während der chinesische Markt nach seiner Einschätzung weiterhin starke Nachfrage aufweist. Auch Andrew Rosener (Media Options) sieht eine hohe Nachfrage nach Ein-Wort- und starken Zwei-Wort-.com-Adressen. Der Markt liefert jedoch nicht, weshalb seiner Einschätzung nach die Preise erheblich anziehen werden. Andy Booth schließlich sieht nach monatelanger Stagnation der Preise und einer Regression der Preise von unter anderem Drei-Zeichen-.com-Adressen, dass chinesische Endkunden die Wende am Markt bringen, was zu höheren Preisen im Herbst führen wird.

All diese Einschätzungen trafen bei dem ein oder anderen Leser nicht immer auf freundliche Ohren. Doch bewegen sich die Fachleute auf vernünftigen Bahnen: natürlich werden die neuen Endungen stärker auf den Zweitmarkt drängen. Und ohne Frage sind sehr gute .com-Adressen dünn gesät. Über die tatsächlichen Geschäfte werden wir wie gehabt imd Domain-Newsletter berichten.

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