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10 Ideen für mehr Domain-Verkäufe

Sehr viele Domain-Namen sind registriert. Viele davon wollen verkauft werden. Werden sie aber nicht. Woran das liegt und was man dagegen machen kann, zeigt Andrew Allemann vom Domainer-Blog domainnewswire.com:

1. Der Domain-Verkauf geht schleppend, weil die Domain-Marktplätze nicht harmonisiert und vernetzt sind. Praktisch jede Domain-Börse, sei es Afternic, Sedo, GoDaddy oder andere Anbieter, ist eine Insel. Diese einzelnen Domain-Dienstleister sind nicht mit- und untereinander vernetzt, was den Domain-Verkauf erschwert.

2. Denn nutzen sollte man mehrere Dienste nebeneinander, um die eigenen Domains an den Mann zu bringen. Aber Vorsicht: Hier kann es zu Problemen kommen, wenn eine über mehrere – nicht miteinander vernetzte – Marktplätze angebotene Domain auf allen Kanälen plötzlich Gebote erhält. Um hier Konflikte auszuschließen, sollte man eine Domain jeweils nur bei einem Anbieter mit einem Preis angeben und bei anderen um Gebote bitten.

3. Beim einzelnen Anbieter sollte man alle Möglichkeiten ausschöpfen. So bietet zum Beispiel AfternicDLS (DLS steht für Domain Listing Service) insgesamt drei Ebenen der Domain-Anpreisung an: neben dem Standardangebot, bei dem die Domain einfach bei Afternic eingestellt wird, und der verlängerten Anpreisung, bei der ein Domain-Name auch bei BuyDomains.com angezeigt wird, kann man noch eine Premium Promotion buchen, so dass die eigene Domain auf entsprechende Suchanfragen dargestellt wird.

4. Domains sollten übrigens ausgepreist sein. Der Endabnehmer ist Geschäftsmann und will üblicherweise keine langen Preisverhandlungen führen. Dabei ist aber Regel 2 zu beachten.

5. Wer glaubt, jede einzelne der ihm gehörenden Domains ist Millionen wert und nur Angebote in Millionenhöhe akzeptieren zu können, braucht sich nicht zu wundern, wenn er keine Domains verkauft.

6. Es hilft hingegen, wenn man auf Niedrigangebote reagiert. Zahlreiche niedrige Kaufanfragen sind reine Zeitverschwendung, doch ergeben sich aus so einem Kaufangebot immer wieder auch Verhandlungen, die zu einem Abschluss in angemessener Höhe führen. Ein Mann aus der Praxis, der für Dritte Domains einkauft, meint denn auch in den Kommentaren zu Andrew Allemanns Blogeintrag, dass Neukunden immer sehr vorsichtig sind und Limits setzen, an die er sich bei Angebotserteilung halten muss. Wenn aber mit der Zeit Vertrauen geschaffen ist, kommen auch für beide Seiten, Käufer und Verkäufer, gute Ergebnisse heraus.

7. Mit dem kostenpflichtigen GoDaddy Premium Listing spielt man in einer anderen Liga. Es kostet, aber die Domain wird eher gefunden und verkauft. Die Kosten des Listings sind dann schnell amortisiert.

8. Auch auf NameJet und SnapNames kann man seine Domains anbieten.

9. Für manchen ist es schwierig, einen Exklusivvertrag mit einem Broker abzuschließen, da dies mit Papierkram verbunden ist. Für Domains, die wirklich etwas wert sind, lohnt der Aufwand allerdings, sie exklusiv über einen Broker anzubieten.

10. Hat man alle vorangegangenen Punkte beherzigt und verkauft gleichwohl keine Domains, so könnte es daran liegen, das die Domain-Namen einfach so schlecht sind, dass sie unverkäuflich sind.

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