Sedo

Quartalsstudie 2/2011 veröffentlicht

Das erste Halbjahr 2011 ist bereits herum, und Sedo legt die aktuelle Domain-Sekundärmarktstudie für das 2. Quartal dieses Jahres vor: Die Zahl der Verkäufe blieb stabil, die Preise stiegen leicht an. Alles deutet darauf hin, dass auch das 3. Quartal sich positiv entwickelt.

Wie jedes Quartal seit einigen Jahren legt Sedo auch diesmal für die Monate April, Mai und Juni 2011, das 2. Quartal 2011, seine Studie „Domain Sekundärmarkt“ vor, und rechnet über die Geschäfte auf Sedo.de ab. Im 2. Quartal 2011 wurden insgesamt 10.600 Domains über Sedo gehandelt, was acht Domains weniger als im Vorquartal sind. Dieser Wert bleibt also gleich. Hingegen lag der Umsatz diesmal bei EUR 17.098.740,-, was gegenüber dem Vorquartal einen hübschen Anstieg um EUR 1.476.400,- und gegenüber dem 2. Quartal 2010 um EUR 316.740,- bedeutet. Der Durchschnittspreis der Domains lag damit bei EUR 1.613,- (gegenüber EUR 1.476,- im Vorquartal).

Den Löwenanteil aller verkauften Domains verzeichnet .com mit 52 Prozent aller Domains, gefolgt von .de mit 18 Prozent. Auf der dritten Position folgen gleichauf mit jeweils sechs Prozent .net, .co.uk und .eu. Die kolumbianische Endung .co ist mit ganzen zwei Prozent vertreten. Sedo teilt mit, dass die Sonderauktion von .co-Domains im 1. Quartal des Jahres den Verkauf im 2. Quartal angeschoben habe. Verkauft wurde nach wie vor überwiegend, nämlich zu 41 Prozent, auf dem Marktplatz in der Form von Gebot und Gegengebot, während Festpreisdomains 27 Prozent des Handels ausmachten. Beide Verkaufskanäle haben damit leichte Einbußen, die den Sonder-Auktionen zugute kommen, die diesmal mit fünf Prozent vertreten sind, was gegenüber dem Vorquartal einen Anstieg um drei Prozent bedeutet.

Die Preisentwicklung der Endungen divergieren. Unter den generischen Endungen gingen die Durchschnittspreise in der Regel etwas runter. Nur .com konnte sich von EUR 1.909,- im 1. Quartal auf durchschnittlich EUR 2.165,- verbessern. Bei den Länderendungen ist die Preisentwicklung umgekehrt ausgefallen. Lediglich für die österreichische Endung .at gingen die Preise zurück, von EUR 1.250,- auf EUR 786,-. Die anderen – gängigen – Endungen konnten beim Preisdurchschnitt jeweils etwas zulegen, zum Beispiel verzeichnete .de einen leichten Anstieg von EUR 930,- auf EUR 995,-, und .co.uk von EUR 1.184,- auf EUR 1.271,-. Am besten schnitt die spanische Endung .es wegen eines vertraulich behandelten Hochpreisdeals ab: bei ihr stieg der Preisdurchschnitt von EUR 1.518,- auf EUR 2.439,-.

Die besten Verkäufe bei Sedo im zweiten Quartal waren:

gambling.com – US$ 2.500.000,-
wellnessfinder.com – EUR 300.000,-
datacenter.com – US$ 352.500,-
consolidation.com – US$ 220.000,-
billionaire.com – US$ 215.000,-

Da kann die deutsche Endung .de schwerlich mithalten:

market.de – EUR 30.000,-
metzingen-outlet.de – EUR 29.750,-
bitcoin.de – EUR 29.750,-
weltreise.de – EUR 27.500,-
jo.de – EUR 12.000,-

Sedo entnimmt den Ergebnissen im zweiten Quartal 2011 Hinweise, dass das 3. Quartal sich gut entwickeln wird. Die Einführung neuer Domain-Endungen werde sich auf den Markt positiv auswirken, heißt es weiter.

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