Marktanalyse

Sedo legt Jahresbericht 2010 vor

Nicht nur dass ein weiteres Quartal vergangen ist, sondern auch das Domain-Jahr 2010 liegt hinter uns: Sedo legt die aktuelle Studie zum Domain-Sekundärmarkt vor, die das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2010 analysiert. Die Zahlen bei Sedo sind einmal mehr positiv.

Die Umsatzkurve stieg demnach bei Sedo im letzten Quartal rasant an, was auf den Verkauf von sex.com zurückzuführen ist, der allein rund EUR 9,63 Mio. (US$ 13 Mio.) generierte. Der Quartalsumsatz von EUR 27.199.021,– läge, selbst wenn man den Sex.com-Deal herausrechnete, über den anderen Quartalen in 2010, die jeweils an der EUR 17 Mio.-Grenze scheiterten. Eine Domain kann demnach eine Menge zum Guten verändern, aber ist nicht notwendig, um schön Wetter zu machen. Die Jahresbilanz liegt mit insgesamt EUR 76.012.091,– Umsatz bei den Domain-Verkäufen deutlich höher als in den Jahren zuvor, selbst wenn man die EUR 9,63 Mio. herausrechnet. Mit anderen Worten: Der Sekundärmarkt für Domains floriert.

Insgesamt wurden über Sedo 43.483 Domains gehandelt, wobei die Zahlen über das Jahr zum Ende hin zurückgingen von 11.942 im 1. Quartal auf 10.326 im 4. Quartal. Für die generischen Endungen .com, .net, .org, .info und .biz ergibt sich folgendes: .com trug 75 Prozent des Volumens der verkauften Domains mit generischen Endungen, während .net mit 11 Prozent und .org mit 8 Prozent sich anschließen; .info war mit 5 Prozent und .biz mit 1 Prozent dabei. Die Domain-Preise stiegen für .com im Laufe des Jahres von durchschnittlich EUR 1.700,– im ersten Quartal bis zuletzt auf EUR 4.228,–, was einen Jahresdurchschnitt von EUR 2.387,– in 2010 gegenüber EUR 1.849,– in 2009 bedeutet. Ähnliche Steigerungen lieferten auch .net (EUR 1.214,– gegenüber EUR 1.031,–), .org ( EUR 1.678,– gegenüber EUR 1.031,–) und .info (EUR 595,– gegenüber EUR 482,–). Nur .biz verlor gegenüber dem Vorjahr.

Die Länderendungen bekamen mit .me und .co Gesellschaft, die sich bei den Zahlen positiv auswirkte. So konnte zumindest .me einen Anteil von 2 Prozent aller über Sedo verkaufter Länderdomains auf sich verbuchen. Das größte Stück des Kuchens lag wie gewohnt bei .de mit 46 Prozent. Es folgten .eu mit 20 Prozent, und .co.uk mit 14 Prozent. Die Preise sanken übers Jahr bei beinahe allen und bei .de von EUR 1.215,– auf EUR 1.112,–. Der durchschnittliche Preis von .de-Domains in 2010 lag bei EUR 1.135,–. Die höchsten Preise erzielten französische Domains, deren Schnitt im 1. Quartal bei EUR 7.934,– lag, dann einbrach, um im 4. Quartal auf immerhin EUR 5.942,– zu steigen, so dass über das Jahr EUR 4.916,– für .fr-Domains gezahlt wurden. Auch .co.uk steht besser da als .de, und erzielte durchschnittlich EUR 1.497,–.

Insgesamt zeigte sich das Domain-Handelsjahr 2010 bei Sedo erfreulich. Dies, mutmaßt man bei Sedo, verdanke man auch den immer beliebter werdenden Festpreisverkäufen. Während in 2008 nur 2 Prozent der Verkäufe über Festpreisangebote erfolgten, steigerte sich der Anteil 2009 auf 6 Prozent und erreichte im Jahr 2010 die Marke von 25 Prozent. Hingegen gingen die Marktplatzauktionen von 33 (2009) auf 17 Prozent zurück, und die Gebot gegen Gebot-Verkäufe von 47 (2009) auf 43 Prozent. Weitere Verkaufsarten auf der Sedo-Plattform blieben mehr oder weniger stabil. So konnte Sedo also ein erfolgreiches Domain-Jahr 2010 hinter sich bringen, und darf auf ein noch besseres Jahr 2011 hoffen.

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